MaxFun Sports Laufsport Magazin

Start in die Triathlon-Saison

Das machen Triathleten nach dem Wintertraining

Der Winter ist ja generell nicht der allergrößte Freund des Ausdauersportlers, auch nicht der des passionierten Triathleten, gut, wenn es kalt ist, stehen meist Schwimm- und Laufeinheiten auf dem Programm, Langlauftrainings und Skitouren ergänzen oft die sportliche Grundausbildung. Ist das eisige Weiß einmal fort, sollten aber ziemlich bald andere Schwerpunkte in den Vordergrund rücken, immerhin stehen die ersten triathletischen Wettkämpfe nicht vor allzu weit entfernten Türen, und auch den ersten Ironman haben viele wieder einmal Anfang Juli platziert. Wie schafft man nun einen guten Übergang zwischen Winter- und Frühlingstraining?

Auch wenn die umgekehrte Periodisierung (hier absolviert man kurze, härtere Einheiten im Winter – anstatt der vielen Grundlagenstunden, etwa auf dem Ergometer – um erst dann, wenn es wärmer wird, Längeres folgen zu lassen) bei einigen schon Fuß gefasst hat, werden die meisten wohl auch heuer wieder eher grundlagenlastig unterwegs gewesen sein bei Matsch und Schnee; sprich, sie werden versucht haben, beim Laufen und wohl auch auf dem Ergometer hauptsächlich im Fettstoffwechselbereich unterwegs gewesen zu sein. Was ja so verkehrt nicht ist, denn man weiß hoffentlich, dass eben erwähnter die Basis für alle harten Belastungen darstellt, je größer und ausgeprägter diese ist, desto besser auch die Voraussetzungen. Wer mit Schwimmtrainer trainiert, wird sich ohnehin hauptsächlich seinen technischen Belangen gewidmet haben, ein paar flottere Sprints werden das Programm abgerundet haben.

Wenn irgendwann im März die Sonne wieder wärmer vom Himmel lacht, darf man also getrost etwas spezifischer werden in seinem Tun, sprich, das Skaten über herrliche Loipen und das Besteigen pittoresk-beschneiter Bergrücken muss den drei eigentlichen Sportarten weichen, in diesen werden die Belastungen mehr und – irgendwann zumindest – auch intensiver. Natürlich dürfen auch diejenigen, die einem herkömmlichen Trainingsaufbau folgen, ihre Umfänge sukzessive steigern, ein 3:1-Rhythmus (also drei Wochen steigender Trainingsumfang bei einer Regenerationswoche mit etwas weniger davon) hat sich bei den meisten mehr als bewährt. Ebenso ist es nicht ganz verkehrt, innerhalb dieser Rhythmen einzelne Schwerpunkte zu setzen, also beispielsweise einen Schwimm- oder Laufschwerpunkt.

Trainingslager in der Sonne
Wer ein oder mehrere Trainingslager im Süden geplant hat, setzt dort meist  wetterbedingt seinen ersten Radschwerpunkt, wobei man da gut aufpassen muss. Erstens hat es keinen Sinn, sich jeden Tag ein Rennen mit seinen Trainingskameraden zu liefern, das dann beim Abendessen und dem geselligen Danach fortgesetzt wird, zweitens hat es genauso wenig Sinn, in riesigen Gruppen in der vierunddreißigsten Reihe mit 28km/h mitzurollen, da man dazu mit den heutigen Rädern vielleicht gerade mal 32,3 Watt aufbringen muss. So man nicht nur etwas mehr als 10kg wiegt, ist eine solche „Einheit“ genauso sinnlos. Besser ist es allemal, sich an seinen individuellen Werten (Herzfrequenz oder Leistung per Wattmesser) zu orientieren und die Gruppe – so hart das auch sein mag – auch mal Gruppe sein zu lassen, um allein, dafür sinnvoll, in der Gegend herumzuradeln.

Ebenso sinnvoll ist ein weiterführendes Kräftigungs- und Stretching-Programm, dass niemals nur als lästiges „Beiwerk“ betrachtet werden sollte, da ein gesunder und leistungsstarker Bewegungsapparat die Voraussetzung darstellt, dass man in den eigentlichen Sportarten überhaupt erst belasten kann. Jeder erfahrene Triathlet kann wohl ein Lied davon singen, wie mühsam Verletzungen mit all ihren Konsequenzen sind; Prophylaxe sollte daher an erster Stelle stehen, und zwar ganzjährig! Daher darf man – so dies nicht ohnehin bereits seit Längerem der Fall ist – heuer damit beginnen, hier einen absoluten Schwerpunkt zu setzen. Bei allem sinnvollen Planen sollte man allerdings nie eines aus den Augen verlieren, und das ist der Spaß an der Bewegung.

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22.02.2018, 12:00:00
Foto: pixabay.com
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