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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Das war Hawaii 2015

12.10.2015, 15:00:00
Foto:
https://www.facebook.com/JanFrodenoTriathlon

Jan Frodeno, der Topfavorit, wurde seiner Rolle gerecht

Jan Frodeno, der Topfavorit, wurde dieser seiner Rolle tatsächlich gerecht und konnte nach vielen, vielen anderen Siegen nun auch diesen, vielleicht wichtigsten seiner Karriere einfahren, nach 8h14Min und 40s war sein Arbeitstag beendet. Wobei man den Deutschen wohl erst nach dem Ende seiner nun beispiellosen Sportlaufbahn fragen wird können, welcher Sieg ihm wichtiger, wertvoller erscheint, der Olympiasieg von Peking oder dieser erste Sieg im Mekka der Triathleten schlechthin. Die Olympischen Spiele finden nur alle vier Jahre statt, Niveau und Dichte in dieser immer schneller werdenden Sportart kratzen langsam an den Toren Gottes; ähnliche Entwicklungen machen auch im Ironman nicht Halt, nur sind es dort eben nicht fünfzig Athleten, die Kopf an Kopf auf die Zielgerade biegen, schon allein deshalb nicht, weil der Bewerb ja wesentlich länger dauert. Nichtsdestotrotz hat auch oder gerade Ironman heutzutage nur noch so viel mit den allerersten Wettkämpfen über diese Distanzen gemein, dass es sich eben um die gleichen Distanzen handelt; ohne die Wahnsinnsleistungen der allerersten Dreikämpfer schmälern zu wollen, denn ohne diese hätte es diese Entwicklung niemals gegeben, ohne die ersten Erfahrungswerte hätte man niemals weitermachen können; man denke an den ersten Olympischen Marathonlauf der Neuzeit und etwa an die damalige Siegerzeit von um die drei Stunden; heute gewinnt man damit eventuell noch die Aufmerksamkeit einiger Arbeitskollegen, sonst aber nichts; dennoch war Spiridon Louis damals auf völlig neuen Wegen und erlangte völlig zu Recht Heldenstatus!

Diesen hat Jan Frodeno spätestens seit dem vergangenen Hawaii-Wochenende ebenfalls, noch nie zuvor war es einem Athleten geglückt, Olympiasieger und Weltmeister auf Hawaii zu werden; Frodeno gelang heuer außerdem der Sieg bei den Halbdistanz-Weltmeisterschaften in Zell am See, und er kann sich Ironman-Europameister nennen (ebenfalls heuer, Frankfurt; 7h49Min, Streckenrekord, und das bei brütender Hitze!). „Es ist wie auf Wolke neun, sieben, 35. Keine Ahnung.“, so seine Worte nach seinem beeindruckenden Zieleinlauf, dem ein nicht weniger beeindruckender folgte; Andreas Raelert freute sich etwa drei Minuten später, nach 8h17Min über einen weiteren zweiten Platz (seinem insgesamt bereits dritten Zweiten, außerdem stehen zwei Dritte zu Buche, langsam wird´s verwirrend…). Der Weltrekordhalter im Ironman hatte im Vorjahr eine wahre Durststrecke erleben und durchlaufen müssen und war nur als 769. ins Ziel gekommen. Doch Aufgeben gibt es für einen wie ihn nicht, ebenso wenig wie für Vorjahressieger Sebastian Kienle, der heuer „nur“ Rang 8 belegen konnte. „Die Verlockung war groß“, sagte der geschlagene Vorjahressieger Kienle, „dass ich mich einfach auf die Wiese lege. Doch bin ich stolz, dass ich ins Ziel gekommen bin. Sonst hätte ich mich sechs Monate lang mit Depressionen rumgeschlagen.“

Mit solchen herumschlagen muss sich hoffentlich keiner der Hawaii-Finisher, auch, wenn es für manche diesmal nicht zum ganz großen Glück gereicht haben sollte. Die Österreicher? Michael Weiss und Eva Wutti belegten jeweils den hervorragenden 16. Platz, Ersterer kam nach 8h44Min ins Ziel, Zweitere nach 9h43Min; wobei die Siegerin von Kärnten wieder einen hervorragenden Marathon hinknallen konnte; mit 3h10Min lief Wutti Weltklasse, Siegerin Daniela Ryf aus der Schweiz beispielsweise kam zwar bereits nach 8h57Min ins Ziel, war aber nur etwa 4 Min schneller gelaufen als die Österreicherin. Die Britin Rachel Joyce belegte nach 9h10Min den 2. Platz in der Damenwertung. Bleibt für manche noch der X-Terra auf Maui, für manche noch ein Kurzurlaub, für die meisten geht es wohl bald schon zurück in heimatliche Gefilde.

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