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Napoli City Halbmarathon 2026: Rekordjagd in Neapel
Napoli City Halbmarathon 2026: Italiens schnellster Kurs vor nächster Rekordjagd
Neapel ist bereit für ein weiteres Lauf-Highlight: Am Sonntag, 22. Februar 2026, gehen rund 10.000 Teilnehmer:innen beim Coelmo Napoli City Half Marathon an den Start.
Das Rennen gilt als schnellste Halbmarathonstrecke Italiens und zählt längst auch europaweit zu den Tempokursen – bestätigt durch das World Athletics Road Race Label sowie das FIDAL Gold Label.
Der Kurs ist flach, bietet lange Geradeauspassagen entlang der Küste und durch das Zentrum und punktet zudem mit stabilen Bedingungen: Die durchschnittliche Temperatur am Renntag liegt bei etwa 10 Grad. Genau diese Kombination macht Neapel für viele zur idealen Bühne für negative Splits und persönliche Bestzeiten – in den vergangenen Jahren gelang das etwa einem Drittel aller Finisher.
Neapel als Rekordschauplatz Italiens
Ein Alleinstellungsmerkmal macht den Halbmarathon besonders: In Neapel wurden sowohl der italienische Männer- als auch der Frauenrekord über 21,097 Kilometer aufgestellt.
- Yemaneberhan Crippa: 59:26 Minuten (2022)
- Sofiia Yaremchuk: 1:08:27 Stunden (2024)
Start und Ziel liegen auf der Viale J.F. Kennedy. Bereits früh sorgt ein leichtes Gefälle durch die Galleria Laziale für Tempo, bevor der Kurs über breite Straßen und die flache Uferpromenade gleichmäßiges Laufen ermöglicht.
Crippa gegen Riva: Italiens Duell um die Stunde
Im Mittelpunkt des Männer-Rennens steht erneut Yemaneberhan „Yeman“ Crippa, der als Titelverteidiger nach Neapel zurückkehrt. Sein legendärer Lauf von 59:26 Minuten machte ihn 2022 zum ersten Italiener unter einer Stunde. Inzwischen hat Crippa seine Rolle als Leitfigur im italienischen Langstreckenlauf weiter ausgebaut – unter anderem als Europameister im Halbmarathon 2024.
Der spannendste Herausforderer ist Pietro Riva, der mit 59:41 Minuten in Valencia als einziger weiterer Italiener ebenfalls unter 60 Minuten blieb. Als EM-Silbermedaillengewinner 2024 bringt er das Potenzial mit, das Rennen von Beginn an aggressiv zu gestalten.
International sorgen mehrere Athleten für zusätzliche Tiefe: Der Kenianer Brian Kirui Kwemoi gewann 2024 in 59:26 Minuten und teilt sich den Streckenrekord mit Crippa. Auch Mkulia Kipkandie (59:48) und weitere Läufer mit Sub-60-Niveau stehen auf der Startliste. Damit sind die Voraussetzungen für ein echtes Tempofestival gegeben.
Frauen: Angriff auf den Streckenrekord
Bei den Frauen richtet sich der Blick auf den Streckenrekord von 1:06:47 Stunden, aufgestellt 2020. Das Feld wird von mehreren Kenianerinnen angeführt, darunter Regina Cheptoo (1:08:26) und Lucy Nthenya Ndambuki (1:08:58). Auch Nelly Jeptoo, im Vorjahr Dritte, ist erneut dabei.
Aus europäischer Sicht führen Sara Schou Kristensen (Dänemark) und Italiens nationale Halbmarathon-Meisterin Sara Bottarelli die Liste an. Dahinter folgt eine kompakte Gruppe, die in einem schnellen Rennen für Überraschungen sorgen kann – darunter auch die deutsche Läuferin Lisa Huwatscheck.
„Das neue Valencia“ – Neapel als Saison-Testlauf
In der internationalen Szene wird Neapel inzwischen gerne als mediterrane Alternative zu Valencia bezeichnet: flach, verlässlich, schnell. Für viele Athlet:innen ist der Halbmarathon zudem der erste große Formtest des Jahres.
Mehr als ein Elite-Rennen: Inklusives Laufwochenende
Der Halbmarathon findet im Jahr statt, in dem Neapel den Titel Europäische Sporthauptstadt 2026 trägt. Das Wochenende bietet neben dem Hauptrennen weitere Formate:
- Family Run & Friends (21. Februar)
- Hyundai Relay (22. Februar)
- Coelmo Napoli City Half Marathon (22. Februar)
Neu ist außerdem das Projekt „Running Doctors“: Medizinisch geschulte Läufer:innen sollen entlang der Strecke präsent sein, um im Notfall schneller Unterstützung zu ermöglichen.
Auch die Zeitlimit-Regelung wurde angepasst: Mit 3:30 Stunden ist das Rennen künftig für noch mehr Teilnehmende zugänglich. Offizielle Pace-Gruppen begleiten von 1:24 bis 3:30 Stunden, zusätzlich gibt es Pacemaker für Fitwalking.
Neapel stellt vor dem Rennsonntag nur noch eine Frage: Nicht, ob es schnell wird – sondern wie schnell.
Link: www.runczech.com


