MaxFun Sports Laufsport Magazin

Versäumte Einheiten

06.03.2014, 12:00:00
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Training aufholen geht kaum bis nicht. Vor allem berufstätige Hobby- oder Leistungssportler kommen so verdammt schnell ins Übertraining.

Man kennt das ja. Da hat man einen ausgeklügelten Plan, für den man im besten Fall auch noch eine Stange Geld hingeblättert hat, und dann das! Man kann ihn nicht einhalten, zumindest nicht penibel genau, da und dort fehlt der Umfang, und wenn man ganz ehrlich ist, hat man bei den harten Einheiten auch geschummelt. Statt 10 km Tempodauerlauf nur 7 gemacht, statt 6x2000m derer nur 3, dafür noch 3, naja, eigentlich 2,5 Tausender drauf, den 35er am Wochenende hat man auch gekürzt, wer braucht schon einen derartig „Langen“, nach 2 Stunden hatte man genug; außerdem zwei Freunde beim Stadion-Würstelstand getroffen, und mit denen ein paar Bier getrunken. Locker bleiben heißt doch die Devise, und Marathon ist ja nicht alles, weniger ist mehr, Mut zur Pause, überdies kennt man doch einige, die um ein paar Ecken weniger trainieren als man selbst und einem dennoch bei weitem überlegen sind.
Ein paar Wochen vor dem Tag der Tage kommt er dann doch, der Bammel, das schlechte Gewissen beginnt zu nagen, wahrscheinlich haben die Wenig-Trainierer gelogen, die rennen in Wahrheit doppelt so viel. Wie sonst sollten die auch so dünn sein, so schnell, wo haben die so viele Falten im Gesicht? Ein paar Wochen bleiben noch, da wird man alles, was man bislang versäumt hat, aufholen. Mehr Kilometer machen, mehr harte Einheiten, regeneriert wird beim lockeren 37er am Wochenende, und die Endbeschleunigung, na die steckt man mit Sicherheit besser weg als alle anderen, weil man selbst ist der Held, niemand anders.

Training aufholen geht kaum bis nicht; vor allem berufstätige Hobby- oder Leistungssportler kommen so verdammt schnell ins Übertraining, das sich im besten Fall mit Leistungseinbußen, im schlechtesten Fall mit Verletzungen und Überlastungen, die einen zur absoluten Laufpause zwingen, bemerkbar macht. Mal ganz abgesehen von der psychischen Situation, die sich nicht nur auf das Training, sondern auf das gesamte Sein auswirkt.

Auf der anderen Seite hat uns die Geschichte oft genug gelehrt, dass „weniger tatsächlich in vielen Fällen mehr ist“. Zwar hat nie jemand behauptet, dass man für einen Sub-3-h-Marathon mehr oder minder nichts machen muss (außer man heißt Mo Farah…), aber für viele sind 100-120-km-Wochen wirklich zu viel. Die kasteien sich jahrelang, trainieren wie die Wahnsinnigen, und doch schaut – in deren Augen – nichts raus dabei. Das kann mehrere Gründe haben; zum einen hat jeder seine Leistungslimits; mehr geht vielleicht einfach nicht, und wenn dann „nur“ eine Marathonzeit von 3h07Min herausspringt, dann muss man das eben irgendwann akzeptieren. Zum anderen ist jedes Individuum verschieden, individuell also, ergo können für den Sportler X 50 km pro Woche reichen, um 2h50Min zu laufen, Sportler Y hingegen muss 140 km im Schnitt absolvieren, um diese Zeit zu erreichen. Wieder andere schwören auf Alternativeinheiten wie Rad fahren oder Langlaufen und kommen so in Topform; meist nicht völlig ohne Lauf-Kilometer, aber doch mit wesentlich weniger als andere.

Wer etwa in den letzten Wochen einen grippalen Infekt hatte und somit für einige Zeit sein Training ausfallen lassen musste, sollte dennoch positiv denken; der Körper hatte in dieser Zeit zwar gegen Aggressoren zu kämpfen, aber zumindest die Psyche konnte sichvom Training erholen; mit einem vernünftigen Wiedereinstieg ins Programm kann man immer noch alle seine Ziele erreichen.

Christian Kleber (MAS)

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