MaxFun Sports Laufsport Magazin

Sportliche Wertigkeiten

27.08.2014, 12:00:00
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© MaxFun Sports GmbH/K.Köb

Prinzipiell kann man Sportler oder sportlich agierende Menschen in zwei Gruppen teilen:

Die einen spielen ihre Leistungen permanent herunter, die anderen tragen auf, als hätten sie die Sportart selbst erfunden. Wo fängt sportliche Bescheidenheit an, ab wann wird selbige zur Überheblichkeit, und wo hört ebenso selbige überhaupt auf? Darum geht es hier und heute, natürlich sollen dies nur Denkanstöße sein, Denkanstöße allerdings, die wohl jeden Läufer, Radfahrer oder Triathleten betreffen, ist man doch quasi tagaus, tagein in irgendeiner Form damit konfrontiert. Außer man trainiert irgendwo mutterseelenallein in der Antarktis oder auf dem Mars…

Nicht besonders beliebt dürfte die Gruppe der ständigen Selbstbeweihräucherer sein. Sie sind unglaublich super, bringen phänomenale Leistungen, sind mehr oder weniger „over the top“. Wobei die Leistungen dieser Gruppe tatsächlich gar nicht so schlecht sind – ein Sieg bei einem lokalen Wettlauf, eine Marathonzeit unter 3 Stunden oder eine Hawaii-Quali sind ja nicht zu verachten – im Vergleich mit den „Echten“ hinkt diese Gruppe aber doch ein wenig hinter her. Gut, man kann einwenden, dass die meisten dieser „Gruppenmitglieder“ ja „nebenbei“ arbeiten müssen, Hund, Katz und (meist) Frau (denn Frauen zählen eher weniger zu den sich dauernd selbst Lobenden) unter einen Hut bringen müssen und vielleicht noch ein paar Freunde außerhalb des Sports haben – zu denen man auch Kontakt pflegen „muss“. Nichtsdestotrotz findet zumindest die Mehrzahl der Zuhörer und –seher, dass „weniger“ mehr wäre, dass es gar nicht notwendig ist, dermaßen viel über sich selbst und seine Leistungen zu erzählen, weil man – so man daran interessiert ist – ohnehin auf irgendeine Art und Weise erfährt, dass derjenige wieder mal Tolles gebracht hat. Und wer nicht daran interessiert ist, den lässt das ohnehin kalt, mehr noch, dem geht die Selbstdarstellung mehr als auf den Wecker.

Womit wir bei der anderen Gruppe wären, da handelt es sich um Leute, die immer so tun, wie wenn sie genau nichts machten für ihren „Erfolg“, um dann mit quasi keinen Trainingskilometern, dem ältesten Fahrrad – wahrscheinlich einem Klapprad aus der Vorkriegszeit – mit porösen Laufschuhen und einer Badekappe, die an das 17. Jahrhundert erinnert, den Dreikampf doch siegreich zu beenden. Und zwar in der Gesamtwertung, vielleicht nicht gerade international besetzt, aber Gegner waren schon genug vorhanden, sogar solche, die zugeben, 20 und mehr Stunden pro Woche für ihre Sportart zu „opfern“. Auch diese Gruppe kommt nicht so ganz sympathisch rüber, weil Zuseherund –hörer doch immer wieder das Gefühl nicht gerade loswerden können, gehörig veräppelt worden zu sein.

Wobei sich zunächst natürlich die Frage stellt: Wollen die Angehörigen der jeweiligen Gruppen überhaupt beliebt sein? Oder die: Handelt es sich bei all den Kommunikationsstrategien vielleicht um „Mache“, um Taktik, damit man potentielle Gegner verbal soweit einschüchtert, dass diese erst gar nicht zum Start hinwandern? Man weiß es nicht, was man aber zu wissen glaubt, ist, dass es wohl wesentlich angenehmer für alle Beteiligten wäre, die Kirchen in den Dörfern zu lassen. Sprich, dass Erfolgreiche schon von ihren Erfolgen berichten können, aber mit Fingerspitzengefühl, Maß und Ziel. Und dass Untertreiber doch bitte sehr wohl zugeben können, dass sie ein bisschen etwas tun (müssen) für ihre Leistungen. Allerdings dürfte es sich bei all dem genauso um Gratwanderungen wie beim Training oder Wettkampf selbst handeln. Und die Grate (Plural zu „der Grat“) sind schmal, ....

C.K - MaxFun Sports GmbH

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