MaxFun Sports Laufsport Magazin

Laufen heutzutage mehr oder weniger Leute?

17.06.2010, 12:00:00
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Ein 5-km-Wettlauf an einem Sonntagvormittag kann zu einer kompletten Wochenendveranstaltung werden.

Wir leben in einer Zeit, in der jede noch so kleine Veranstaltung ein Event ist. Für Events benötigt man klarerweise ein ordentliches Eventmanagement, eine ordentliche Organisation, ein ordentliches Organisationsteam usw.

In Österreich gibt es ein paar große Läufe, die zu den Gattungen Marathon oder Business Run zählen, ein paar kleinere, die ebenfalls zu selbigen zählen, und viele noch kleinere, die man meist der Kategorie Bezirks- oder Ortslauf zurechnen kann.

Allerorts wird heuer übrigens ein neuer TeilnehmerInnenrekord erwartet, ganz unpassend zu der weitläufigen Meinung, dass der Laufboom seinen Zenit längst überschritten haben soll. Ob heutzutage mehr oder weniger Leute laufen, die TeilnehmerInnenzahlen sich aus Einzel- oder WiederholungstäterInnen ergeben, sei dahingestellt. Ebenso die Frage nach dem sportlichen Niveau, das in letzter Zeit doch wieder einen kleinen, aber bemerkenswerten Aufschwung "erlitten" haben mag. In Triathlon-/Duathlon oder Radmarathonkreisen ist eine ähnliche Entwicklung zu bemerken.

Ein Event ist schlicht und einfach ein Ereignis, streng genommen ist also auch ein Gewitter auch ein Event. Niemand würde auf die Idee kommen, ein Gewitter mit bunten Messehallen, Tombolas und Bauchtanzeinlagen zu verzieren. Lauf-/Tria-/Duathlon- und andere V(v)eranstaltungen werden quasi gemästet von derlei nicht mehr wegzudenkendem Pipapo. Wer denkt, dass er mit einer Laufveranstaltung reich werden kann - als Veranstalter und nicht als Teilnehmer wohlgemerkt - irrt. Wenige, die sich damit goldene Nasen verdient haben, die meisten sind auf die Hilfe von zahlreichen Freiwilligen und auf das Geld einiger namhafter Sponsoren angewiesen. Da ist es nur natürlich, dass man den Teilnehmenden auch etwas bieten will/muss, da die Geldgeber klarerweise größtes Interesse daran haben, dass sie möglichst lange auf Werbeplakaten oder Startnummern zu sehen/hören/fühlen sind. Mitunter kann ein schlichter 5-km-Wettlauf an einem Sonntagvormittag zu einer kompletten Wochenendveranstaltung werden. Startnummernabholung, Pastaparty (vor allem für diejenigen, die die längeren Distanzen am darauffolgenden Tag absolvieren), Tratsch da, Tratsch dort mit Laufbekanntschaften, Gratis-Fußanalysen, Body-Scans aller Art, Vermessung der Welt sozusagen am Samstag, am Sonntag der Wettlauf selber, vier Stunden später die Siegerehrung, pardon, erst die Tombola, danach die Siegerehrung, immer wieder unterbrochen von der eingeladenen Liveband. Ist ja alles schön und lustig, wenn man´s nicht unbedingt jedes Wochenende so macht. Klar, wer will, darf und soll ja, aber für diejenigen, die das nicht wollen, wird´s mühsam oder mitunter peinlich. Ist man beispielsweise erfolgreich beim Wettlauf, will aber hernach mit Familie oder PartnerIn schwimmen/radeln/pokern oder sonstwas, wird´s schwierig.

Irgendwie will man sich seinen Applaus für den Sieg (in der Altersklasse oder sonstwo) abholen, will sich auch die Blöße des schlichten Nichterscheinens bei der Siegerehrung ersparen, kann aber auf der anderen Seite seiner Freundin/seinem Gatten wiederum unmöglich sagen, dass man erst in fünf Stunden heimkommt. Wär´s da nicht wesentlich einfacher, man täte sich in einer kleinen/größeren Freundesrunde zusammen und träfe sich alle zwei, vier, acht Wochen, legte 5 Euro pro Person in einen Hut, ränne um die Wette, und der Sieger bekäme all das Geld, das hernach beim Wirten wieder ausgegeben würde. Man könnte verschiedenste Distanzen und Strecken wählen, damit jeder einmal gewinnen kann und basta! Kombiniert mit Teilnahmen an herkömmlichen Wettkämpfen eine willkommene Abwechslung! Eventuell!

Christian Kleber (MAS)

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