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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Wo liegen die Limits

Die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit

Ein paar wirklich geschichtsträchtige Läufe sind nicht mehr Gegenwart, sondern bereits wieder Vergangenheit. Egal, ob man den Hawaii-Rekord von Jan Frodeno, den Marathonweltrekord von Brigid Kosgei oder den Fabellauf von Eliud Kipchoge hernimmt. Um gleich bei Letztgenanntem zu bleiben – gibt es wirklich keine Limits für die Menschheit? Schwierig zu sagen, denn wäre es tatsächlich so, müsste ja irgendwann einmal irgendjemand einen ganzen Marathon unter 5 Sekunden laufen können. Oder selbigen mit Lichtgeschwindigkeit absolvieren können. Oder sich von A nach B beamen lassen (blöd bei einem Rundkurs, dann ersparte man sich sogar das aufwendige Beamen), sprich, er wäre gleichzeitig am Start und im Ziel, alles führte sich ad absurdum. 

Gedankenspiel
Um beim „momentanen Menschen“ (also bei einer Form von Leben, das wir in unserer Gegenwart gewohnt sind) zu bleiben, muss man natürlich andere maximal mögliche Leistungen hernehmen, prophezeien und als Limits setzen. Es dürfte wahrscheinlich nicht im Bereich des Möglichen sein, einen Marathon unter einer Stunde zu laufen, dazu müsste der Protagonist knapp über 42km/h laufen, und das durchschnittlich. Das entspräche etwa dem Tempo der besten 100-m-Läufer der Welt. Es dürfte wohl auch nicht möglich sein, einen Ironman unter 7h zu absolvieren. Wobei rechnen wir einmal; irgendwann einmal wird ein Wahnsinns-Schwimmer die 3,86km im Ozean wohl mit einer Pace von 1:00Min/100m zusammenbringen, dann hätten wir da mal knappe 40Min zu Buche stehen, mit Wechselzeit wohlgemerkt. Feilt man weiterhin so an Aerodynamik und Rad-Technik generell, und davon darf man ausgehen, so werden Radzeiten von unter 4h über die 180,2km in naher Zukunft ganz normaler Ironman-Alltag sein. Ein Schwimm-Rad-Überflieger käme da vielleicht auf 40Min Schwimm/Wechsel + 3:50h Rad. Gelänge diesem Supersportler dann noch ein Marathon knapp unter 2:30h (was momentan zwar nicht vorstellbar ist, wir reden allerdings von Leistungen in naher/mittlerer Zukunft), dann wären wir bei einer sub7h-Zeit. Ähnliche Berechnungen könnte man natürlich bei den Damen anstellen, eine sub8h-Zeit scheint da momentan noch wesentlich realistischer als eine sub7h-Zeit bei den Herren. Aber stellten diese beiden Zeitgrenzen dann die Grenzen generell dar? Mit Sicherheit nicht, denn die Vergangenheit lehrt uns, dass es immer irgendwie vorangegangen ist, immer.

Fiktive Rechenbeispiele
Es gibt ja schon lange Berechnungen, was Usain Bolt über die 100m „wirklich“ draufgehabt hätte, da war die Rede von einer Fabelzeit unter 9s! Der pensionierte Übersprinter aus Jamaica hatte bekanntlich nicht die allerbeste Reaktionszeit, kombiniert mit seinen eher mageren ersten 20, 30 Metern käme man da bereits auf eine (ihm zwar nicht möglich gewesene, aber generell sehr wohl mögliche) Zeitersparnis von 15, vielleicht 20 Hundertstel. Hätte er bei seinem Weltrekord einen maximal erlaubten Rückenwind von 2m/s gehabt und wäre er auf einer maximal erlaubten Seehöhe von 1000m gelaufen; hätte er noch bessere Schuhe gehabt und wäre die Laufbahn noch schneller gewesen, so wären tatsächlich 8,96s drinnen gewesen. Hätti, wari, gilt halt nicht. Dennoch; die Grenzen sind noch lange nicht erreicht.

Nun gibt es zwei Szenarien, wie die Entwicklung weitergehen könnte (zumindest in Bezug auf die sportliche Entwicklung der Menschheit). Entweder flachen die Rekordkurven weiter immer mehr ab, wenngleich es da und dort doch auch immer wieder Fabelweltrekorde geben wird – wie jenen von Brigid Kosgei über die Marathondistanz. Oder der Mensch selbst verändert sich radikal, respektive, er lässt sich radikal verändern. Durch Veränderung des individuellen Genpools, durch „Umbauten“ Richtung Cyber-Human-Wesen oder gleich in Richtung „Robots“ (deren Fähigkeiten sozusagen beliebig sein werden). Wem das zu futuristisch erscheint, der soll sich einmal ein wenig genauer umsehen, wir befinden uns bereits mitten in dieser Entwicklung. 

Link: www.maxfunsports.com

16.10.2019, 14:00:00
Foto: pexels.com
   Gendoping    Limit    Grenze    Leistungsgrenzen    Rekord
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