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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Morning glory

18.06.2014, 12:00:00
Foto:
© MaxFun Sports GmbH/K.Köb

Worauf sollten Sie beim Morning-Glory-Lauf achten?

Die Hundstage sind zwar noch nicht wirklich angebrochen, Sirius ist noch nicht sichtbar (oder doch, je nachdem, wann Sie diese Zeilen lesen…), heiß ist es aber trotzdem. Da kann es durchaus bringvoll sein, seine Trainingsrunden in die frühen Morgenstunden zu verlegen, in eine Zeit, in der sich die Sonne langsam anschickt, über dem zarten Horizont zu erscheinen, in eine Zeit, in der die Vögel vorsichtig zu trällern beginnen, in eine Zeit, in der der Puls der Stadt noch auf Halbmast ist, schwach bis beinahe gar nicht vorhanden. Schwer ist eigentlich nur das Aufstehen, wenn man durch das Weckerklingeln aus dem Tiefschlaf hochfährt. Eben war man noch auf der Flucht vorm bösen Wolf, direkt auf den Abgrund zu, hinuntergesprungen, ein schier endloser Flug, kein Aufprall, wie immer eben, weil just in dieser Tausendstelsekunde, in der Genannter hätte kommen müssen, der Wecker zu schrillen beginnt. Dabei war die Traumsequenz nur wenige Sekunden lang, und dennoch beginnt unser Unterbewusstsein bewusst oder unbewusst exakt diese kurze Zeitspanne vor dem bösen Geräusch an, uns etwas vorzugaukeln, das dann von außen beendet wird.

Die Momente danach sind nicht weniger schräg, vollkommen schlaftrunken versucht man sich aus dem Bett zu hieven, erst in Gedanken, Vorstellung ist alles, und dann, warum auch immer, ist es da, das Gewissen, das mit den Gedanken zu kämpfen beginnt, meist siegt es, und man kriecht tatsächlich aus den Federn, wandert in die Küche und ist wach. Und in einer völlig anderen Welt, in der sogenannten Realität, und in dieser empfiehlt es sich für alle, die viel von „Morning glory“ halten, einen kleinen bis mittelgroßen Schwarzen zu sich zu nehmen, ohne Zucker, ohne Milch (sonst wäre es ja auch kein Schwarzer…), weil dadurch der Fettstoffwechsel angekurbelt wird. Vorausgesetzt, man begibt sich hernach auch tatsächlich auf die Piste der Leiden, aber auch der Hoffnungen. Wenn man schon um 5 in der Früh aufsteht, um laufen zu gehen, soll es ja auch etwas bringen, daher der Espressogenuss. Aber ja nichts essen, rennen Sie mit Hunger weg, der vergeht schon wieder, wenn Sie erst einmal die Runde geschafft haben und wieder zu Hause sind. Dann nämlich wäre ein gesundes Frühstück angesagt, aber grad im Sommer hat man dann eher nichts als Durst, weil die Temperaturen doch schon wieder höher; so trinken Sie eben den einen oder anderen Liter Mineralwasser, und gleich geht es Ihnen wieder besser.

Was Sie eigentlich so früh am Morgen trainieren sollten, welche Trainingsinhalte in einem 5-Uhr-Morgen-Lauf verpackt sein sollten? Nun, das kommt ganz auf Sie an, aber wenn Sie sich zu den Durchschnitts-vor-dem-Frühstück-Läufern zählen, so ist natürlich der lockere GA-I-Lauf zu bevorzugen, vielleicht mit ein paar Steigerungsläufen gespickt. Die Belastung sollte wohl nicht zu hoch sein, erstens, weil Sie ja noch keine Energie zu sich genommen haben, zweitens, weil es noch verdammt früh am Morgen ist, und drittens, weil Sie ja wohl am Nachmittag oder frühen Abend schon noch eine zweite, wesentlich härtere Einheit anhängen werden!!!

Nun aber genug gescherzt, worauf sollten Sie wirklich achten beim „Morning-Glory-Laufen“? Erstens, machen Sie es nicht zu oft. Nicht gut für die Psyche, und Hand aufs Herz, eine wahrhaftig harte Einheit geht wohl nicht um 5! Zweitens, wenn Sie es vertragen, trinken Sie tatsächlich einen Espresso davor, damit regen Sie wirklich Ihren Fettstoffwechsel an. Und drittens, laufen Sie am besten alleine, so können Sie Ihr Tempo ganz nach Befinden bestimmen, Ihre Gedanken sortieren und sich herrlich auf den Tag mit all seinen bevorstehenden Aufgaben einstimmen!

Christian Kleber (MAS)

Link: www.MaxFun.at

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