MaxFun Sports Laufsport Magazin

Körper und Geist

22.12.2014, 16:00:00
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Wie arbeitet man nun daran, dass man stärker wird im Kopf?

Die meisten Sportler trainieren, trainieren, trainieren. Dazu beschäftigen sie sich mit dem Material, haben den leichtesten Schuh für Asphalt, die besten Trail-Running-Böcke, die aerodynamischsten Zeitfahrmaschinen oder den schnittigsten Neopren. Nicht, dass das schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Natürlich muss sich der ambitionierte Hobbyathlet oder gar Leistungssportler mit all dem, was er zu bewegen hat – und dies möglichst schnell – auseinandersetzen. Und zudem auf gesunde, ausgewogene und vor allem individuell bestens verträgliche Ernährung achten, darf vor allem Regenerationsprozesse nicht vergessen, muss überhaupt sein Rundherum so auf Training und Wettkampf abstimmen, dass er optimal vorbereitet am Start steht. Doch viele vergessen bei all dem „Stress“ (den man sich erstens selber macht und der zweitens ja reines Privatvergnügen, zumindest für die meisten, darstellt), dass es eine Psyche auch noch gibt. Beziehungsweise, dass es VORRANGIG die Psyche ist, die einen Sachen tun lässt oder auch nicht. Die einen stärker macht oder auch nicht. Die einen das Letzte aus sich herauskitzeln lässt oder auch nicht. Wie arbeitet man nun daran, dass man stärker wird im Kopf?

Grundsätzlich muss man einmal unterscheiden in Typen, die von Haus aus „hinhalten“ können, „Kampfschweine“ sind, und andere, die meist akribisch planen und sich genauestens vorbereiten, um dann im Wettkampf gerade mal so keuchend, aber auch nicht mehr, dahintraben, -fahren oder –schwimmen.

Erstere muss man vor allem im Training immer wieder bremsen, sonst zertreten sie bereits dort ihre Rennräder, rennen mit vollem Karacho gegen den nächsten Baum oder versuchen, statt der im Trainingsplan beschriebenen einen Runde um das Gänsehäufel derer drei zu schwimmen.

Zweiteren muss man vielleicht das eine oder andere Mal ans Herz legen, einfach mal nach Lust und Laune zu trainieren, auf ihr Gefühl anstatt ihren Watt- oder Pulsmesser zu horchen. Dies ist eine Gratwanderung, die nur sehr erfahrene Trainer beherrschen, darum sind wahre Erfolge bei beiden Schützlings-Typen oft rar gesät.

Prinzipiell geht es aber darum, dass es sich generell lohnt, an seinem Glauben an sich selbst, seinem Selbstbewusstsein und seiner positiven Einstellung zu arbeiten. Natürlich tut ein Wettkampf weh, sonst kann man nicht das Letzte herausholen aus sich, natürlich brennen Oberschenkel und Lungen, wenn man an seine Grenzen geht; aber diejenigen, die motiviert sind bis in die letzten Haarspitzen, halten die Quälerei einfach um ein Eck länger aus. Die, die sich schon im Vorfeld einreden, dass sie ohnehin nicht stark genug sind, werden spätestens ab der Hälfte zum Teil erheblich langsamer. Obwohl sie nicht selten die gleichen, wenn nicht bessere Voraussetzungen aus körperlicher Sicht mit zum Start gebracht haben.

Bestes Beispiel dafür sind eben Wettkämpfe, bei denen der interessierte Beobachter ganz unterschiedliche Verhaltensformen beobachten kann. Da gibt es welche, die wirklich am allerletzten Drücker rennen, am allerletzten Zacken fahren und andere (meist die Mehrheit), bei denen man den Eindruck gewinnen könnte, sie absolvieren gerade eine etwas härtere Trainingseinheit, aber niemals einen Wettkampf. Gut, man ist schlicht und einfach nicht immer gleich motiviert, das Leben von Nicht-Profis ist einfach zu komplex, um Wochenende für Wochenende am allerobersten Limit unterwegs sein zu können.

Dennoch kann man an seiner psychischen Situation arbeiten. Erstens sind Wettkämpfe nötig, damit man lernt, wirklich das Allerletzte aus sich herausholen zu können. Nur dort kann man wirklich ans Limit gehen, bloß muss man es lernen – im Wettkampf eben. Zweitens muss man an seiner Einstellung arbeiten. Sich bereits im Vorfeld einreden, dass man immens stark ist, dass man alle Schmerzen, seine Gegner und die Zeit mehr als im Griff haben wird.

C.K - MaxFun.cc

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