MaxFun Sports Laufsport Magazin

Offen sein für Neues!

14.08.2012, 12:00:00
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Die wenigsten probieren Neues aus, stapfen brav Woche für Woche, Jahr für Jahr, in ihren alten Fußspuren herum, trainieren ähnlich, machen immer dieselben Wettkämpfe, dieselben Wettkampfdistanzen

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Alter Spruch, heute immer noch öfter wahr, als einem lieb sein mag. Denn Gewohntes ist man schlicht und einfach gewohnt, man muss sich nicht auf fremdes Terrain begeben, durchaus mit der Angst, dass man versagen könnte. So sind etwa mehr als die Hälfte aller arbeitenden Menschen sehr oft unzufrieden mit ihrem Job, wechseln tut aber kaum jemand. Denn wer weiß, wie lang man dann arbeitslos ist, wer weiß, wie der neue Job sein wird, wer weiß, wie Chef oder Kollegen sein werden. Dann lieber in den sauren Apfel beißen und tagein, tagaus dasselbe machen, weiter halb unzufrieden sein Dasein in der Firma fristen.

Beim Sport ist das kaum anders. Die wenigsten probieren Neues aus, stapfen brav Woche für Woche, Jahr für Jahr, in ihren alten Fußspuren herum, trainieren ähnlich, machen immer dieselben Wettkämpfe, dieselben Wettkampfdistanzen. Wenn man mit offenen Augen Wettkämpfende beobachtet, fällt es einem wie Schuppen vor die Genannten; bei den großen Marathons z. B. rennen so viele mit, die in Wahrheit viel bessere Sprinter, Springer oder zumindest 800-m-Läufer wären. Aufgrund der genetischen Veranlagung. Die zwar im Laufe des (Trainings-)Lebens zu beeinflussen ist - ein Sprinttyp kann mit jahrelangem Ausdauertraining seinen Körper zu einem ganz passablen Ausdauertypen umstrukturieren - umgekehrt, also vom typischen Marathoni hin zum Sprinter funktioniert das weniger bis gar nicht.

Viele versuchen jahrelang, im Marathon zu reüssieren, nehmen sich Zeitziele von sub 3h30Min vor, die sie Jahr für Jahr zweimal so richtig verfehlen. Dabei rennen sie bis zu 100 km die Woche, machen prinzipiell auch nicht viel falsch, was die Trainingsplanung und deren Einhaltung betrifft, und brauchen dennoch immer länger als 5 Min/km. Gerade diese Spezies wäre wohl wesentlich besser auf kürzeren Distanzen aufgehoben, Wettlauf-Angebote gibt es allerorts genug. Klar, man will unbedingt einmal in seinem Leben einen (ordentlichen) Marathon gelaufen sein, dann ist´s genug. Doch stehen Aufwand und die vielen Enttäuschungen wirklich dafür?

Es gibt z. B. zahlreiche Laufvereine, die Wettkämpfe von 60 m bis 10.000 m auf der Bahn anbieten. Was spricht dagegen, wenn man sich mal ein paar Monate gezielt sagen wir mal auf einen 1.500-m-Lauf vorbereitet? Natürlich sieht das Training für eine so kurze Distanz etwas anders aus als das für einen Marathon, aber zum einen besteht es selbstverständlich auch aus vielen Laufkilometern (die sich zwar gänzlich anders gestalten, aber die Grundbewegung ist doch gleich), zum anderen wird der Laufstil darunter sicher nicht leiden, im Gegenteil; durch wesentlich mehr Laufkoordinationselemente, durch das wesentlich höhere Tempo wird der Schritt deutlich kräftiger. Der gesamte Bewegungsablauf profitiert davon. Man lernt sich selbst in anderen Energiestoffwechselsituationen kennen, wird zum ersten Mal erleben, wie es ist, wenn man vollkommen sauer noch zwei Runden zu absolvieren hat, wird vom Kopf her unheimlich stark werden.

Ausflüge auf Unterdistanzen machen sich - so man nicht übertreibt damit - letztendlich auch auf längeren Strecken bezahlt. Wer nach ein, zwei erfolgreichen Bahnsaison" title="Bahnsaison">Bahnsaisonen wieder zurück zum Marathon will, bitte. Viele bleiben aber auf der Tartanbahn. Ach ja, noch etwas; scheuen Sie sich nicht davor, zu einem Verein zu gehen und auf der Bahn zu laufen. Funktionäre, Trainer stehen meist sehr gern beratend zur Seite - immerhin haben die ja auch mal klein angefangen - und die Nenngelder für Bahnrennen sind auch wesentlich geringer; einzige Voraussetzung ist meist die Zugehörigkeit zu einem Leichtathletikverein.

Christian Kleber (MAS)

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