MaxFun Sports Laufsport Magazin

Der richtig gewählte Startblock

31.03.2012, 12:00:00
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© MaxFun.cc/K.Köb

Man kann nur ausdrücklich sagen, Läufer, bleib in deinem Startblock, schummel dich nicht nach vor, du bereust es mit Sicherheit.

Wenn bei einem Marathon satte (oder hungrige? - besser „gut mit Kohlenhydraten angefütterte“) Läufer am Start stehen, wird´s eng. Super vor allem für diejenigen, die irgendwo in der Mitte stehen, oder sagen wir besser „gestanden werden“, und fünf Minuten vor dem Schuss der Schüsse bemerken, dass sie noch aufs Klo müssen. Dereinst gab es sie, die Unerschrockenen (den Grafen von St. Germain beispielsweise), die dann einfach zwischen (oder auf?) die vielen anderen Füße der Wartenden pinkelten. Vielleicht gibt es solche heute noch, Platz freilich ist schon allein deshalb weniger vorhanden, weil die Anzahl der Läufer immer größer wird. Böse Zungen behaupten, dass auch das Durchschnittsgewicht analog zur durchschnittlich gelaufenen Zeit Jahr für Jahr steigt und steigt und steigt. Das wiederum geht auf Kosten des ohnehin kärglich vorhandenen Platzes.

Dumm also für all diejenigen, die Platzangst haben. Dümmer dann nur noch, wenn sich die ganze Masse unaufhaltsam in Bewegung setzt. Zwar nicht zu vergleichen mit einem Radrennen, bei dem ein kleiner Schwenker fatalste Folgen haben kann; auch nicht mit einem der großen Ironman-Veranstaltungen, bei dem für alle – bis auf einen, nämlich den Allerersten – der Schwimmstart ein Kampf auf Leben und Tod ist. Aber dennoch nicht ganz lustig, denn auch beim Marathon gibt es ein paar Spaßvögel, die lostorkeln wie wenn sie gerade aus dem letzten Gasthaus rausgeflogen wären. Und klarerweise eine Kettenreaktion unter den Nachfolgenden auslösen. Oder noch besser; diejenigen, die eine hammerharte Bestzeit von 7 Stunden 49 Minuten haben und sich in die zweite Reihe stellen. Die ersten fünfzehn Kilometer sind dann nicht nur für diese „Spezialisten“ besonders lustig, weil sie dauernd gerempelt oder beinahe umgerannt werden, sondern natürlich auch für alle Nachfolgenden, die um diese „Hydranten“ herum müssen und dabei die Läufer seitlich von ihnen und sich selbst, na sagen wir mal, ein wenig in Gefahr bringen.

Nicht auszudenken nämlich, wenn wirklich ein Sturz passiert. Eine Läufermasse von 35.000 kann man nicht aufhalten. Und ganz einfach ist das für den am Boden Liegenden nicht, in dem Tumult und in der Hektik wieder auf die Beine zu kommen. Daher kann man nur ausdrücklich sagen, Läufer, bleib in deinem Block, schummel dich nicht nach vor, du bereust es mit Sicherheit. Vor einigen Jahren gab´s mal einen Spezialisten im Triathlon, Name der Redaktion bekannt, der, weil er ach so prominent war, einfach vorne bei den Profis startete (tja, jetzt fühlen sich wohl einige angesprochen…). Die dürfen meist 50 m weiter draußen und eine Minute vor der Masse starten. 90 Sekunden nach dem Startschuss befand sich unser Promi in Lebensgefahr, weil die schnellsten Amateure über ihn drüber schwammen (und auch gar keine andere Wahl hatten, wären sie ausgewichen, wären die anderen über sie selbst drüber). Sport an und für sich und Leistungssport im speziellen ist nicht einfach. Man kann sich aber vieles einfacher machen, indem man sich an einfache Regeln – wie z. B. das Stellen in den richtigen Startblock – hält. Und indem man, auch wenn man etwa Platzangst hat, ruhig bleibt zu Beginn. Und sich vor dem Lauf der Läufe vielleicht noch ein paar youtube-Videos reinzieht, in denen Finalläufe über 800 oder 1500m bei Olympischen Spielen zu sehen sind. Da geht´s eventuell noch um eine Spur härter zu als beim VCM in der 4.758. Reihe.

Christian Kleber (MAS)

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