MaxFun Sports Laufsport Magazin

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon

17.04.2011, 12:00:00
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Nach einem Marathonlauf ist das Immunsystem angeknackst, und zwar ordentlich.

Egal, welche Strecke Sie am 17. April gelaufen sein werden, "nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf". Nach einem Marathonlauf ist das Immunsystem angeknackst, und zwar ordentlich. Aber auch nach einem Halbmarathon oder generell nach entleerenden Wettkämpfen. Der Grundsatz „Für jeweils 2 Wettkampf-Kilometer 1 Regenerationstag“ sollte ebenfalls eingehalten werden.

  • Wer z. B. die knappe 10-km-Staffeldistanz zurückgelegt hat, sollte zumindest 5 Tage nur sehr locker oder gar nichts trainieren.
  • Wer den Marathon absolviert hat, sollte ca. 3-4 Wochen für seine Erholung einplanen.
Das heißt aber nicht, dass gar keine Bewegung gemacht werden sollte, gerade nach einem Marathon empfiehlt sich am nächsten Tag ein ganz lockerer, kurzer Lauf oder eine ebenfalls ganz lockerer, kurze Radeinheit.

Die Muskeln werden so durchblutet, die regenerativen Prozesse etwas mehr angeregt. Sonst sollte in der Woche nach dem Marathon für Läufer, die den „Ganzen“ gelaufen sind, aber Pause sein, Massagen, Sauna oder Dampfbad können das Regenerationsprogramm abrunden.

Die meisten Läufer sind allerdings überehrgeizig und stellen sich damit selbst ein Bein. Hat man etwa sein Marathonzeitziel um ein paar Minuten verfehlt, ist man anfangs deprimiert, klar. Das ist aber noch lange keine Grund, nach ein paar Tagen - sozusagen als Bestrafung für seine „Nichtleistung“ - wieder das Training aufzunehmen, um „es“ beim nächsten Mal aber wirklich zu schaffen. Dann begibt man sich schön in einen Teufelskreislauf, aus dem man schwer wieder herauskommt.

Wer zu früh wieder belastet, schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass es beim nächsten Mal wieder nicht klappt.

Außerdem tut man seinem passiven Bewegungsapparat damit auch nichts Gutes, geschweige denn seiner Psyche… Mehr als zwei, maximal drei Marathonläufe pro Jahr sollte man nicht absolvieren - so man auf persönlicher Bestzeiten-Jagd ist. Klar, wenn man ein bisschen ein Niveau hat, kann man auch jeden Tag 42,2 km rennen - aber eben weit von seinen maximalen Möglichkeiten entfernt. Seriös (d. h., mit ordentlicher Vorbereitung) sind eben nicht mehr als zwei oder drei „Lange“ pro Jahr möglich.

Der Spruch „Mut zur Pause“ kommt generell nach Wettkämpfen zur Geltung, vor allem dann, wenn man alles gegeben hat. Der Körper hat sich in einer Ausnahmesituation befunden, sämtliche Speicher sind entleert, jetzt gilt es, seinem Körper und seinem Geist Erholung zu bieten. Nur dann, wirklich NUR dann, kann man im weiteren sportlichen Jahresverlauf auch weitere Höchstleistungen bringen! Hang loose!

Christian Kleber (MAS)

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