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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Schummelei am K2

07.09.2010 12:00:00
Foto:
© Joujou/PIXELIO

Christian Stangl hat den Gipfel des K2 nicht erreicht!

Christian Stangl ist als "Skyrunner" bekanntgeworden, er "bestieg" die Gipfel also nicht, sondern er erlief sie sich. Oder auch nicht, das ist jetzt die Frage. Am 7. September hat der Bergsteigläufer bekanntgegeben, verwirrt gewesen zu sein. Recht lange wahrscheinlich, denn die "Belaufung" ist ja schon ein Weilchen her. Soviel zu den Fakten. Oder auch nicht, denn vielleicht erzählt uns der Bergfex in zwei Wochen, dass er doch oben gewesen ist, allerdings am Mount Everest, und in vier Wochen war er eventuell nicht einmal mehr im Basislager.

Egal, was nun wie stimmt oder nicht, es stimmt die Welt der Bergleute ein wenig nachdenklich, zweifelsohne. Kaum ein professioneller Bergsteiger ist heutzutage noch schlecht beinander, abgesehen von denen, die quasi gegen gutes Geld auf den Berg „gekarrt“ werden, Sauerstoffmasken und 50 Sherpas inklusive. Aber Menschen, die davon leben, beeindruckende Vorträge machen, gern gesehene und gerechtfertigterweise gut dotierte Vortragende bei Motivationsseminaren in Firmen und Konzernen sind, sind durch die Bank verdammt gute SportlerInnen. Austrainiert, in sich ruhend und in der Lage, Situationen gut ein- und abschätzen zu können. Ob die sich nicht schon über die wahrlich beeindruckenden Auf- und Abstiegszeiten von Stangl gewundert haben?

Jetzt ist zum ersten Mal ein Denkmal eingestürzt. Was ohnehin unglaublich klang, gleitet nun langsam ins Reich der Fantasie. Die höchsten Berge der Welt im Laufschritt zu bezwingen, geht das überhaupt? Ohne Sauerstoff? Der K2 ist noch dazu der gefährlichste Achttausender, gut möglich, dass Stangl diesen Prestigeerfolg dringend benötigt hat, um in Zukunft weitere Expeditionen finanzieren zu können.

Hier drängt sich der Vergleich zu dopenden SportlerInnen nahezu auf. Ich spreche gar nicht von den besten der Welt, die nicht anders könnten als zu dopen, da sie sonst in der Schar der (schwarzen/weißen, suchen Sie sich die Farbe einfach aus…) Schafe sang- und klanglos untergehen würden, ja, niemals aufsteigen würden in die Herde. Ich spreche eher von mittelmäßigen LeistungssportlerInnen, die sich durch unerlaubte Mittel dermaßen von ihrer Konkurrenz abheben, plötzlich, dass sie mit Trainer- und sonstigen (heutzutage durchaus lukrativen) Tätigkeiten ihr fein belegtes Brot verdienen können. Weil sie „besser“ sind als diejenigen, die nicht betrügen. Oder denken wir an die vielen Selbstdarsteller, die wie nur was aus dem Boden sprießen, die Wundertherapie oder das Wundermittel schlechthin anbieten, in Wahrheit aber nur einen Hauch von Nichts verkaufen; weil sie sich selbst eben am besten verkaufen können. Prostitution nennt man so etwas, und bis zu einem gewissen Grad prostituieren sich gar viele in der Gegenwart.

Zurück zu Christian Stangl. Man sollte ihm nicht Unrecht tun. Über fünf-, sechstausend Meter Höhe stellen sich schon Halluzinationen ein, wenn man Pech hat. Möglich, dass es ihm geträumt hat, er wäre der Erste und Einzige seit geschlagenen zwei Jahren, der den K2-Gipfel erreicht hat. Möglich, dass aufgrund des geringen Sauerstoffpartialdruckes ein paar graue Zellen im weißen Schnee geblieben sind, die ihn dermaßen verwirrten, dass blablabla. Traurig allemal, egal, was nun genau geschehen ist. Traurig für Gerlinde Kaltenbrunner, die knapp davor gescheitert war, traurig posthum für den schwedischen Bergsteiger, der seinen Versuch verdammt teuer bezahlt hat, traurig stellvertretend für die gesamte Menschheit. Direkt oder indirekt wird überall fast nur noch belogen und betrogen, Ehrlichkeit zählt nur noch im Paralleluniversum nach dem Leben. Wahrscheinlich erzählt uns bald einer, dass die Mondlandung nie stattgefunden hat…

Christian Kleber (MAS)

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