MaxFun Sports Laufsport Magazin

Jede ungewohnte Belastung, die ein gewisses Maß überschreitet, ruft Muskelkater hervor

Ebenso wie Belastungen, die zwar gewohnt sind, aber ebenfalls ein gewisses Maß überschreiten. Im ersten Fall kann das bereits eine relativ lächerlich erscheinende Bewegung wie sie beim Dartspielen praktiziert wird, sein. Im zweiten beispielsweise ein sehr langer Lauf oder eine exzessive, in diesem Maße nicht gewohnte Kräftigungsbelastung.

Bis vor nicht allzu langer Zeit glaubte man, Muskelkater sei auf das gebildete Laktat zurückzuführen, erst durch den allmählichen Abbau des eben Erwähnten verschwände er im Laufe der Zeit. Heute weiß man, dass dem nicht so ist, winzige Mikroeinrisse in den kleinsten Teilen der Muskulatur kombiniert mit Wassereinlagerungen sollen den Schmerz auslösen. Wie man die „Spatzen“ vermeiden beziehungsweise was man tun kann, wenn sie einmal vorhanden sind, liest du hier.

Wer keine Verletzungen in den Z-Scheiben oder den kontraktilen Elemente erleiden möchte, der bewege sich nicht außerhalb seines individuellen Optimalbereiches. Sprich, wer etwa maximal zweistündige Dauerläufe im kupierten Gelände gewohnt ist, wird bei einer abrupten Erhöhung des Umfanges auf drei Stunden bei vergleichbarem Tempo mit ziemlicher Sicherheit Schmerzen zu beklagen haben in den Tagen danach. Wobei es natürlich auf die sportliche Vorerfahrung und das Leistungsniveau generell ankommt.

  • Alter,
  • Geschlecht,
  • Umweltbedingungen etc.

spielen auch mit hinein.

Ähnlich verhält es sich mit exzentrischen Muskelbelastungen wie sie beim Bergablaufen auftreten.
Wer das nicht ständig macht, muss - vor allem, wenn er etwas länger wie ein Besessener die Berge hinunterkoffert - damit rechnen, dass es ihm seine vorderen Oberschenkelmuskeln danken werden. Auf deren Art und Weise. Wer längere Zeit Kniebeugen oder Kreuzheben vermieden hat wie der Teufel das Weihwasser, wird schön schauen in den „Tagen danach".

Die einfachste Strategie gegen (teilweise entsetzlichen) „Mk“ ist die Vermeidung sämtlicher Bewegungen der erwähnten Arten. Da dies nicht immer möglich ist (wer z. B. zum ersten Mal in der Saison auf einen Berg hinaufrennt, muss logischerweise auch wieder irgendwie hinunterkommen), sollte man mit allem Ungewohntem sehr vorsichtig beginnen.

  • Ob dies nun langsames Hinuntergehen vom Berge ist
  • oder der dreiminütige Dauerlauf für den sonst ausschließlich am Rennrad Sitzenden.
  • Ob dies nun zwei Sätze Kniebeugen ohne Zusatzgewicht mit zehn Wiederholungen sind.
  • Ob dies nun die Aufgabe nach nur fünf Schüben beim Bowling-Abend mit Freunden ist etc.

wer „Mk“ nicht will, muss zwangsläufig ähnlich agieren.

All diejenigen, die bereits weit über die Stränge geschlagen haben, tun gut daran, den „Mk“ behutsam zu bekämpfen.
Ganz lockere Bewegung im Rekom- oder maximal Grundlagenausdauer-Bereich I hilft wunderbar. So diese aufgrund der Schmerzen überhaupt möglich ist. Der Kreislauf kommt in Schwung. Mit dem gesteigerten Blutfluss kommen Nährstoffe zu den (kaputten) Zellstrukturen und bauen diese schneller wieder auf.

Generell hilft alles, was durchblutet
Spazier- oder Saunagänge fördern die Regeneration ebenfalls. So mancher schwört auf Eisbäder oder Massagen. Gänzliche Ruhe ist zwar angenehm, durch das fehlende Aktivieren des Stoffwechsels dauert es dann meist aber länger, bis der lästige „Mk“ verschwunden ist.

Früher einmal hat man gesagt, Training sei nur wirksam, wenn man danach etwas spürt, wenn man danach mehr oder weniger komplett „hin“ ist. Heute weiß man, dass dem nicht so ist. Strukturiertes Ausdauertraining beinhaltet viele sehr lockere GA-Einheiten, die mit Sicherheit nicht wehtun sollten. Die wenigen schnellen hingegen dürfen/sollen sehr wohl Spuren hinterlassen.

Auch hier gilt:
Lockeres Auslaufen/-radeln/-schwimmen unmittelbar danach sowie lockere Einheiten in den Tagen danach stehen auf der Tagesordnung.

 

Link: www.maxfunsports.com

08.07.2018, 19:00:00
Foto: pixabay.com
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