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Basenfasten - Sanft entschlacken

Welches Konzept steckt hinter der sogenannten basischen Ernährung und welche Vorteile bietet diese?

Gesundes Essen und viel Bewegung:
Um Krankheiten vorzubeugen und den eigenen Gesundheitszustand zu fördern, bemühen sich immer mehr Menschen um ein ausgewogenes Essverhalten und regelmäßige Entschlackung. Etliche Fastenkuren versprechen einen entgifteten und gesünderen Körper, das Basenfasten hat sich dabei als beliebte Form des Entschlackens durchgesetzt.

Doch welches Konzept steckt hinter der sogenannten basischen Ernährung und welche Vorteile bietet diese?

 

Bereits 1913 wurde die basische Ernährung in der Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin als gesundheitsfördernde Ernährungsform empfohlen. Das Basenfasten gilt als eine besonders milde Form des Fastens, die den Körper entgiftet und entlastet. Wer für eine begrenzte Zeit alle sauer wirkenden Lebensmittel aus seinem Alltag streicht, soll einen deutlichen Entschlackungseffekt erzielen können.

Um den Stoffwechsel durch Entsagung nicht zu verlangsamen, wird beim basischen Fasten relativ normal gegessen und lediglich auf säurehaltige Lebensmittel verzichtet. So bleibt der Stoffwechsel unverändert, wird aber weniger belastet und trotzdem entgiftet. Bereits nach einer Woche können bis zu vier Kilo verloren werden.

 

Das Basenfasten wird meistens gut vertragen und lässt sich unkompliziert in den Alltag einbauen.

Während des Basenfastens sind all jene Lebensmittel erlaubt, die der Stoffwechsel basisch verarbeitet, also eine bevorzugt positive Wirkung auf den Organismus haben und ihm basische Mineralstoffe liefern. Entstehen durch die Aufnahme eines Lebensmittels jedoch Säuren und andere schädliche Substanzen im Organismus, ist dieses säurebildend und zu meiden. Wichtigster Bestandteil der basischen Ernährung sind Obst, Gemüse und Kräuter. Alle Flüssigkeiten im Körper enthalten Säuren und Basen, die in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen müssen.

Viele chronische Erkrankungen entstehen durch Übersäuerung, denn der Körper speichert bei jahrelanger säurebildender Ernährung die überschüssigen Säuren im Körper. Dies schlägt sich dann in Form von Orangenhaut, Gelenkentzündungen oder Gicht nieder.

Auch Müdigkeit, Nervosität, Unruhe, Unausgeglichenheit und Stressgefühle gelten als Anzeichen für eine Übersäuerung.

Durch Basenfasten sollen sich die Nierenwerte verbessern und die Symptome bei Allergien, Asthma, Migräne, Rheuma, Akne, Neurodermitis, und Verstopfung mindern lassen.

Säuren sind nicht grundsätzlich schlecht für den Körper, doch sie müssen in Maßen genossen werden.

Der Körper verbraucht sogenannte Pufferbasen, also Mineralstoffe, um die Säure auszugleichen, diese holt er sich aus den Depots, also den Knochen und der Bauchspeicheldrüse. Die Folge sind Osteoporose und Verdauungsstörungen.

Als Säurebildner gelten

  • Fertigprodukte aller Art,
  • Wurst, Milchprodukte,
  • Weißmehl,
  • fertiges Ketchup,
  • glutenhaltige Produkte,
  • Sauerkonserven,
  • Senf,
  • Haushaltszucker enthaltende Lebensmittel,
  • Süßigkeiten,stark verarbeitete Sojaprodukte,
  • Eier und
  • Fleisch aus konventioneller Landwirtschaft
  • Fisch aus konventioneller Aquakultur.


Weitere schlechte Säurebildner sind

  • Kaffee,
  • Softdrinks,
  • Alkohol- und koffeinhaltige Getränke,
  • Isodrinks,
  • Proteindrinks,
  • gezuckerte Milchshakes,
  • Drinks zum Abnehmen,
  • Mineralwasser und
  • generell kohlensäurehaltige Getränke
  • sowie schwarzer Tee.

Zu den positiv wirkenden Getränken hingegen zählen

  • Quellwasser mit Zitronensaft oder Apfelessig ,
  • Kräutertee,
  • grüner Tee,
  • Früchte-Smoothies und
  • Proteinshakes mit Lupinenprotein.

Eine gesunde basenüberschüssige Ernährung sollte

  • zu 70 bis 80 Prozent aus basischen Lebensmitteln und
  • zu 20 bis 30 Prozent aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen.

Der Körper ist laut der basischen Ernährung am gesündesten und vitalsten, wenn er sich im neutralen Bereich befindet. Da in den Industrieländern der Anteil an Säure bildenden Lebensmitteln relativ hoch, die Aufnahme von basischen Mineralstoffverbindungen jedoch eher gering ist, soll eine Wiederherstellung der Säure-Basen-Balance durch einen ausgewogenen Lebensstil herbeigeführt werden.  Eine rein basische Ernährung ist für eine Entschlackungskur zu empfehlen, jedoch nicht als dauerhafte Lösung geeignet.

Die Wirkung des Basenfastens wurde nie wissenschaftlich durch fundierte Erkenntnisse bestätigt. Ob sich der Gesundheitszustand und auch das allgemeine Wohlbefinden durch eine basische Ernährung tatsächlich verbessern lässt, ist nur im Selbsttest herausfinden!

 

Link: www.maxfunsports.com

19.11.2016, 20:00:00
Foto: MaxFun Sports/K.Köb
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