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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Wer hält die Weltrekorde der Damen und Herren im Halbmarathon?

Kaum beachtete Weltrekorde

Wer hält die Weltrekorde der Damen und Herren im Halbmarathon? Gut, man könnte genauso gut fragen, wie denn die bislang Schnellsten im Marathon heißen, wahrscheinlich werden die meisten Menschen, die man auf der Straße danach fragt, diese Fragen nicht beantworten können. Wohl aber jene nach dem 100-m-Weltrekordler, Usain Bolt ist hierzulande wahrscheinlich nicht ganz so bekannt wie Marcel Hirscher, aber zumindest RECHT bekannt. Wer hingegen den Damen-Weltrekord über die gleiche Distanz hält, das wird wieder nur der Insider wissen. (Florence Griffith-Joyner, 10,49s)

Seit Haile Gebrselassie ein paar Mal in Wien war und dort für unglaubliche Laufstimmung gesorgt hat, wird der Ausnahmekönner aus Äthiopien wahrscheinlich auch mehreren Menschen ein Begriff sein. Er war einst Weltrekordinhaber im Halbmarathon (58Min55s) und im Marathon (2h03Min59s), insgesamt sollte er es in seiner unnachahmlichen Karriere mit seiner ebenso unnachahmlichen Art auf sage und schreibe 27 Weltrekorde bringen.

Im Halbmarathon heißt der aktuelle Weltrekordinhaber bei den Männern übrigens Zersenay Tadese (Eritrea), er knallte im Jahre 2010 die Fabelzeit von 58Min und 23 Sekunden auf den Asphalt von Lissabon. Tadese ist beileibe kein Unbekannter, der Leichtathletikfan kennt ihn von zahlreichen supertoll besetzten Leichtathletik-Meetings oder auch vom Crosslauf, seine PB über 10.000m liegt übrigens bei satten 26Min37s. Bei den Damen konnte Florence Kiplagat am 15. Februar 2015 in Barcelona ihre eigene Bestmarke um 3 Sekunden verbessern, seit diesem Tage muss man (also eine Dame) unter 1h05Min09s laufen, um sich Halbmarathon-Weltrekordlerin nennen zu können (Maxfunsports hat berichtet!). Wie gut diese beiden Zeiten sind, wird klar, wenn man sich ein paar Daten vor Augen führt. Das wären z. B. die Split-Zeiten vom schnellen Mann aus Eritrea: 5km in 13Min55, 10km in 27Min53, 15km in 41Min31 und 20km in 55Min18. Unfassbar, ebenso wie etwa die durchschnittliche Kilometerzeit von Kiplagat: 3Min05s. Zum Vergleich: Einer der besten Marathonläufer Österreichs, Christian Pflügl, lief in Vorbereitung auf den 32. VCM neulich 1h05Min48s (beim „Venloop“ in den Niederlanden); nicht, dass irgendjemand die Zeit von Pflügl schlecht machen möchte, ganz im Gegenteil, hiermit soll lediglich verdeutlicht werden, wie verdammt schnell die Kenianerin war/ist.

Im Marathon ist es bei den Damen übrigens immer noch Paula Radcliffe, die mit 2h15Min und 25 Sekunden (London, 2003) den Fabelweltrekord hält; sie ist damit um beinahe 3 Minuten schneller als die Zweitschnellste, Lilija Schobuchowa, die wiederum höchstens Leichtathletik-Insidern bekannt sein dürfte. Bei den Herren ist es Dennis Kimetto, der nach 2h02Min und 57s über die Ziellinie von Berlin knallte, im Jahre 2014 nach Christi Geburt. Kein Geringerer als Kenenisa Bekele war bislang der Schnellste über 10.000m, er benötigte gerade mal 26Min und17s für die 25 Runden auf der Bahn von Brüssel. Bekele wird wohl mehr Menschen ein Begriff sein als etwa Schobuchowa. Noch weniger bekannt hingegen dürfte das weibliche Pendant zu „Kenny“ sein, Wang Junxia aus China lief bereits 1993 sagenhafte 29Min und31s.

Warum also kennt die breite (und wohl auch weniger breite) Öffentlichkeit so manchen Superläufer (denn das muss man sein, um in egal welcher Disziplin der absolut schnellste auf der ganzen Welt zu sein) so ÜBERHAUPT NICHT? Liegt es daran, dass sich manche gut und manche weniger gut vermarkten können? Liegt es daran, dass man eher nur Seriensieger wahrnimmt? Wie auch immer, sollten Sie sich außer Lage sehen, auch nur irgendeinen Weltrekord aufstellen zu können, versuchen Sie es mal mit Rückwärtslaufen. Über 1000m liegt dort die Bestmarke z. B. bei 3Min18s (!!!), gehalten von Thomas Dold aus Deutschland. Dann doch lieber vorwärts?

Link: www.maxfunsports.com

13.04.2015, 10:00:00
Foto: MaxFun Sports
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