MaxFun Sports Laufsport Magazin

Das Training wird wieder härter

22.05.2014, 12:00:00
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Es stellt sich die Frage: Was einen nicht umbringt, macht einen nur härter, oder wenn es nicht weh tut, ist es kein gescheites Training oder vielleicht eher Lust und Freude an der Bewegung?

Sieht man sich die einstigen lokalen/regionalen Superläufer an, so kann man fast durch die Bank feststellen, dass kaum noch einer läuft respektive laufen kann. Und wenn, dann ist das alles nicht viel mehr als ein lockeres durch die Gegend Traben, einfach aus Lust und Freude an der Bewegung und aus gesundheitsrelevanten Gründen.

Kaum einer – und hier sind die Leute gemeint, die 40 und darüber sind – der noch Wettkämpfe absolviert (Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel) – vor allem dann, wenn er bereits vor 20 oder mehr Jahren mit dem Lauf- oder auch Triathlonsport begonnen hat. Und das hat nicht immer nur den Grund, dass man eben mehr für Kinder, Frau/Mann oder Beruf da sein muss, sondern das liegt meist an den fast aberwitzigen Trainingseinheiten, die man „damals“ (sooo lang ist das nun eigentlich auch wieder nicht her…) zu absolvieren hatte. Weil irgendwer irgendwann einmal gesagt haben soll, „was einen nicht umbringt, macht einen nur härter“ oder „wenn´s nicht weh tut, ist es kein gescheites Training“ oder „mehr ist besser“, usw.

150 km pro Woche waren keine Seltenheit, ebenso wenig 3-5 wahrlich harte Einheiten im selben Zeitraum, von Intervallen angefangen über knallharte Tempoläufe, Crescendos, und natürlich die Wettkämpfe, die gekennzeichnet waren von beinharten Duellen am Rande der Ohnmacht. Lieber umkippen oder gleich sterben, als sich vom Trainingspartner eins über die Mütze ziehen zu lassen. DAS war die Devise. Dass heute gut die Hälfte der „Einstigen“ Probleme mit dem Ischias, den Gelenken (und zwar allen…), der Wirbelsäule und den Bändern und Sehnen hat, soll an dieser Stelle erwähnt sein. Dass ein Gutteil bereits (mehrfach) operiert worden ist – ob das nun Bandscheibenvorfälle, neue Hüften oder Knie oder – im schlimmsten Falle – Herzschrittmacher oder gar neue Gehirne (es soll auch den einen oder anderen geben, der nach der Karriere in ein klitzekleines Loch gefallen sind, weil er vielleicht ein bisschen zu tief in Papas Wundertüten gegriffen hat einst…und da benötigt man dringend psychologische Hilfe…) – auch das sei hier erwähnt.

Das Training um die Jahrtausendwende war dann eher gekennzeichnet durch akribisches „Sich-an-die-Pulswerte-Halten“, ja nicht zu viel, zu hart. Und siehe da, die Wettkampfzeiten wurden langsamer, teilweise konnte man Läufe mit aberwitzig schlechten Kilometerdurchschnittszeiten gewinnen.

Heute kehren scheinbar die einstigen Trainingsmentalitäten zurück. Es wird wieder mehr Wert auf Umfänge gelegt, die Intensitäten sind wieder zurückgekehrt, usw. Damen, die unter 3 Stunden laufen können (beim Marathon wohlgemerkt), orientieren sich an den Trainingsplänen eines gewissen Herrn Greif; Kilometerumfänge von 130/Woche, eine Intervall-, eine Tempodauerlaufeinheit und ein negativ gelaufener Langer gehören hier ganz normal zum Repertoire; wobei z. B. die TDL-Eh. durchaus bestehen kann aus 6-5-4 Kilometern im 4er-Schnitt. Na bravo…Oder der negative Lange aus 36 km, alle 9 km schneller werdend bis hin zum Marathontempo – und das bestenfalls 2-3 Tage nach dem TDL…Tja, von nichts kommt scheinbar wirklich nichts, nur die wenigsten haben so viel Talent, dass sie alleine mit Kalbsknochensuppe und 3 ganz locker gelaufenen Frühlingslüftchenläufchen 33 Min am Zehner stehen haben können.

Bleibt nur die Frage, ob die heutigen Viel- und Intensivtrainierer auch in ein paar Jahren ziemlich kaputt am Straßenrand stehen und nachdenken werden. Ob es nicht doch gescheiter gewesen wäre, ein wenig mehr auf die innere Stimme zu hören und manchmal wenigstens leiser und kürzer getreten zu haben. Auf der anderen Seite; wäre man dann so erfolgreich gewesen? Wer weiß das schon…

Christian Kleber (MAS)

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