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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Essen auf Rädern

24.07.2010, 12:00:00
Foto:
© MaxFun.cc

Die Triathlon-Radstrecke über 180km kann ohne optimale Verpflegung lange werden.

Der Triathlonboom hält nach wie vor an und zieht Jahr für Jahr unzählige Sportler in seinen Bann. Mittlerweile sind es schon weit über 30 Jahre her, seit in Hawaii ein paar Abenteuerlustige auf die Idee gekommen waren, die drei schwersten Ausdauerbewerbe der Insel zu einem zu kombinieren. Während in Hawaii auch heute noch jedes Jahr wieder der legendäre Ironman ausgetragen wird, hat sich diese faszinierende Sportart sogar in Europa längst durchgesetzt und findet immer mehr Anhänger. Gerade das, was die Faszination des Triathlon ausmacht, ist gleichzeitig aber auch das Hindernis für viele Neueinsteiger: Es sind nämlich drei unterschiedliche Disziplinen, die man beherrschen muss und jede hat ihre eigenen Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt.

Am längsten dauert der Radabschnitt. 180 Kilometer sind es, die man da zu überstehen hat und wer sich auf diesem langen Weg nicht optimal verpflegt, hat kaum eine Chance die Wechselzone für den Laufbewerb heil zu erreichen, bestenfalls gelingen noch ein paar Laufkilometer, dann aber schlägt der so genannte "Hungerast" mit Sicherheit erbarmungslos zu. Aus diesem Grund gilt eine der wichtigsten Überlegungen in der Vorbereitung der richtigen Ernährung auf dem Fahrrad. Das ist jedoch nicht so einfach, wie man vielleicht glauben möchte. "Essen auf Rädern" ist in diesem Fall nämlich keinesfalls eine unproblematische Angelegenheit.

Die meisten Veranstalter haben mittlerweile eigene Verpflegungsstellen eingerichtet, deren Anzahl sich nach der Länge des Wettbewerbs richtet. Die Annahme einer Flasche, eines Riegels oder einer Banane ist allerdings nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Entweder verliert man das Begehrte schneller als man es in der Hand hat oder man bekommt es überhaupt nicht zu fassen. Häufig liegt dies daran, dass die Helfer nicht fachgerecht instruiert worden sind. Die Getränkeflasche muss nämlich so gehalten werden, dass sie der Radfahrer möglichst einfach übernehmen kann, d.h. der Betreuer sollte sie, eine Hand vom Körper weggestreckt, ganz oben und sanft festhalten. Das Ganze klappt jedoch auch nur dann, wenn Sie das Tempo spürbar drosseln, sich etwas aufrichten und ordentlich zugreifen. Gleiches gilt für die Annahme von fester Nahrung.

Um eventuellen Missgeschicken vorzubeugen, empfiehlt sich daher das Mitführen eigener Verpflegung. Die Einfälle und Möglichkeiten der Anbieter sind ja inzwischen ausreichend und jeder Ambitionierte hat die Chance, das für sich beste System zu finden. Während die bis vor einigen Jahren beliebten Wasserrucksäcke wieder verschwunden sind, gibt es heute sowohl raffiniert ausgedachte Trinksysteme als einfache Varianten, die einfach aus einer am Lenker befestigten Trinkflasche bestehen, in der eine Art Plastikstrohhalm steckt. So können Sie, ohne die aerodynamische Position zu verlassen, trinken. Die Riegel, Gels oder sonstigen festen Nahrungsstücke kann man entweder in den Trikottaschen verstauen oder eine individuelle kleine Tasche dafür verwenden. Für wen das zu mühsam bzw. schwer ist, der hat noch die Möglichkeit, die bekannten Powerriegel, deren Substanz einem weichen Gummi ähnelt, um das obere Rohr des Rades zu wickeln und dort fest zu pressen.

Bei manchem Bewerb ist es auch erlaubt, dass Eigenverpflegung von Helfern angenommen wird, entweder in eigens dafür vorgesehenen Zonen oder auf der gesamten Strecke. In diesem Fall gilt aber dasselbe wie oben: Reduzieren Sie das Tempo und weisen Sie Ihren Helfer zuvor darauf hin, dass er die Verpflegung tatsächlich so hält, dass Sie sicher und fest zugreifen können. "Essen auf Rädern" ist so gesehen kein Mysterium. Sie brauchen nur etwas Übung und müssen Ruhe bewahren.

Dr. G. Heidinger für MaxFun.cc

Link: wwjw.MaxFun.cc

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