MaxFun Sports Laufsport Magazin

Es gibt verschiedene Typen von Menschen

11.04.2010, 12:00:00
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Der eine braucht alles durchgeplant und kontrolliert bis zum Letzten, der andere macht einfach irgendwas, völlig ungeordnet, beide kommen zum Ziel - oder auch nicht.

Heute geht es um zwei Typen, die unterschiedlicher nicht sein können; um den "Tüftler" und den "Instinktler". Sie kennen sicherlich beide Arten des Umgangs mit dem Leben, der eine braucht alles durchgeplant und kontrolliert bis zum Letzten, der andere macht einfach irgendwas, völlig ungeordnet, beide kommen zum Ziel - oder auch nicht. Ob es letztlich daran liegt, wie man an die Sache herangeht, wie man mit ihr umgeht, darüber mag man urteilen, wie man möchte, Faktum ist, dass es beide Extreme gibt.

Nehmen wir nur einmal einen gewissen Miguel Indurain, seines Zeichens fünfmaliger Tour de France Sieger, einer, der wahrscheinlich nicht einmal wusste, wie ein Pulsmesser funktionierte (die es übrigens damals sehr wohl auch schon gegeben hat). Oder einen der besten Sprinter der heutigen Rad-Zeit, Mark Cavendish, der laut eigenen Aussagen von seinem Team nicht einmal mehr eingeteilt wird für leistungsdiagnostische Untersuchungen, weil er da (auch laut eigenen Aussagen) immer so miese Werte zusammenbringt, dass er im Rennen das, was er bringt, eigentlich gar nicht bringen könnte, nämlich Siege bei prestigeträchtigen Rennen en masse! Andere wiederum, TriathletInnen, RadrennfahrerInnen und LäuferInnen aller Leistungsklassen setzen auf genaueste Beobachtung und Analyse, was sämtliche Trainingsdaten betrifft. Alles wird bis ins allerkleinste Detail am Computer festgehalten und mit einem ganzen Datenmeer verglichen.

Was ist nun besser, welcher ist der klügere und zielführendere Weg? So einfach kann man das nicht beantworten, vor allem deshalb, weil ja beide Wege - zwar nichts zwangsläufig, aber doch häufig - zum Ziel, sei dies nun das Erreichen des Ziels bei einem Marathon oder der Sieg bei der Tour de France - tatsächlich dorthin führen, wo man hin möchte. Nun verfallen die Tüftler und Analytiker sehr leicht in das Denkschema, dass die Instinktler doch viel besser wären, würden sie ihre Trainings- und Wettkampfdaten doch einfach und genau auswerten. Aber wie gesagt, so einfach ist das nicht. Es gibt verschiedene Typen von Menschen, das eine Extrem sind die, die sich nur auf ihre Emotionen und Gefühle verlassen, hier nennen wir sie Instinktler, das andere Extrem sind die Tüftler, wie wir sie hier nennen. Zahlreiche Mischformen gibt’s natürlich auch noch, aber bleiben wir bei diesen beiden. Es ist für einen Instinktler schlichtweg unmöglich, das Verhalten eines Tüftlers anzunehmen, umgekehrt genauso. Keiner der beiden würde sich in der Rolle des anderen wohlfühlen, geschweige denn zurechtfinden. Beide würden kläglichst scheitern. Das beginnt damit, dass Tüftler gerne ihre Wohnung millimetergenau einrichten, nichts verrutschen darf, sie bekommen Panik, wenn irgendetwas aus dem Lot gerät. Es endet auf der anderen Seite damit, dass Instinktler Tüftler auslachen, wenn diese ihre Trainingsdaten tagtäglich via bluetooth in den Computer übertragen und an ihren Trainer weiterleiten. Im Profisport mag eine solche Datenvermittlung und -auswertung ja ganz nachvollziehbar erscheinen, aber meine sehr verehrten LeserInnen, im Hobbysport scheint eine solche schon ein wenig lächerlich, denn für einen 10-km-Lauf unter 60 Min muss man nicht permanent mit seinem Trainer kommunizieren, jeden Kilometer, jeden Rülpser exaktest festhalten. Denn dann passiert das, was jetzt gerade passiert; überall sprießen selbsternannte TrainerInnen aus dem Boden, versprechen neueste Trainingsmethoden, individuellste Betreuung, akkurate Trainingspläne, pipapo, und im Prinzip würde ein einfacher Tipp reichen; "Lauf einfach und Pssst!"

Christian Kleber (MAS)

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