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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Beamen

29.12.2008, 12:00:00
Foto:
MaxFun.at/K.Köb

Was war das für ein Jahr? Eines voller Rekorde.

Alleine im Schwimmsport sind über 100 Weltrekorde aufgestellt worden, sicherlich zum Teil deshalb, weil die Schwimmanzüge immer besser und schneller werden, zum Teil aber auch deshalb, weil das Wasser schneller wird. Ja, Sie haben richtig gelesen, meine Damen, weil das Wasser schneller wird. In jenen Tagen, als ich noch die junge Spitzentriathletin betreuen durfte, hatte ich des öfteren das Vergnügen, mit wirklichen TopschwimmerInnen trainieren zu müssen, ah, dürfen. Die sind dann anfangs immer am Beckenrand gestanden, haben ihre zarten Fingerchen ein-, zweimal durch die Wasseroberfläche geschwenkt, um dann entweder mit gerümpfter Nase und den Worten „laaangsames Wasser heute“ oder mit hochgezogenen Augenbrauen und „das könnt was werden heute“ zurück in die Garderobe zu gehen (nicht etwa, um wieder heimzufahren, nein, um sich in ihre Anzüge zu schälen). Schnelle Anzüge, schnelles Wasser, schnelle SchwimmerInnen. Und schön sind die meisten auch, muss man sagen. Tolle Körper, gottbegnadet!

Oder die Leichtathletik; Olympische Spiele, Schauplatz 100- und 200-m-Bühne. Usain Bolt, der Jamaikaner, der aussieht wie ein Superheld, hat uns erschaudern lassen. Unvergessen wird sein 100-m-Sieg bleiben, schon nach 65 Metern beginnt er auszutraben (das zwar mit knappen 50 Sachen, ich trabe leider immer nur mit knappen 10 aus…), reißt den Arm in die Höh, was wäre er wohl gelaufen, wenn… Unfassbar!

Wie damals, als Florence Griffith-Joyner die 10,49 gelaufen ist, die bestehen heute noch. Und nicht nur ich, sondern zahlreiche Wissenschaftler denken, dass dies ein Rekord für die Ewigkeit sein wird, weil biomechanisch, physiologisch, psychisch und auch seelisch nicht mehr drinnen ist bei den Damen - anders bei den Herren, da hat man angeblich eine Zeit um die 9,20 ausgerechnet, einer sprach sogar von 8,95.

Haile G., hm? Haben Sie Haile G. vergessen. Berlin-Marathon im September, Zeit 2h03Min59! Für viele Hobbyläufer ist dies eine Zeit, die sie unbedingt mal im Halbmarathon unterbieten wollen. Paula Radcliffes Weltrekord von etwas über 2h15Min ist zwar schon etwas länger her, aber dennoch ebenfalls schier unfassbar.

All diese Rekorde haben gemeinsam;
unglaublich hartes Training, Entbehrungen beinahe aller Art (ein normaler Trainingstag von Frau Radcliffe sieht so aus:

1. Training, Schlafen,
2. Training, Essen, Schlafen, Physiotherapie,
3. Training, Massage, Essen, Schlafen), mentale Stärke.

Wenn Menschen Gesundheitssport beginnen möchten und sich selbst noch nie gespürt haben, hören sie bereits beim kleinsten Fünkchen Schmerz auf und kommentieren dies meist auch noch mit „Aua“. Was Haile oder Paula da bei ihren Marathon-Weltrekorden geleistet haben, ist für „normale“ Menschen vollkommen unvorstellbar. Der Schmerz beginnt bei solchen Leistungen nicht etwa bei Kilometer 30, 35, nein, viel früher. Da wird fast von Beginn an an der Schwelle gelaufen, das ist höchste Konzentration pur bei jedem Milimeter der Bewegung, nur keinen falschen, zu kurzen Schritt, nur keinen zu ungenügenden Atemzug, keine einzige Bewegung zuviel (auch wenn man bei Paula R.s Laufstil manchmal das Gefühl hat, sie macht einiges zuviel, so kann das nicht ganz stimmen, sie wäre kaum Weltrekord gelaufen).

Doch wo geht die Reise hin?

100 m unter 9 s, in 100 Jahren vielleicht unter 8,7,6?
Marathon unter 2 h, bei den Frauen wohlgemerkt, Herren unter 1h 50Min?
Oder irgendwann gar gegen 0?
Beamen? Ist einem berühmten österreichischen Wissenschaftler schon gelungen – doch wenn das wirklich einmal richtig funktioniert, führt sich alles Leben ad absurdum. Man steht am Start und ist gleichzeitig im Ziel – in ALLEN Lebenslagen ein Unding, denn dann ist alles sinnlos – und SO hat doch alles soviel Sinn…

Christian Kleber

Link: woman.MaxFun.at

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