MaxFun Sports Laufsport Magazin

Die Nervosität an der Startlinie

16.08.2013, 12:00:00
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Eine gesunde Portion Nervosität bei einem Wettkampf gehört dazu, sonst ist man nicht wirklich bei der Sache, kann nicht das Letzte aus sich herausholen.

Im Training geht es Ihnen immer gut? Sie spulen Ihr Programm ab wie ein Schweizer Uhrwerk? Sind kaum oder nie krank, fühlen sich super, sind hochzufrieden mit sich und der lieben Umwelt? Aber kaum geht es um etwas, bei einem Wettkampf etwa, versagen Ihnen die Nerven, Sie leiden unter Bauchweh, Durchfall, Zittern, haben mehr als einen Kloß im Hals, können kaum noch sprechen, keinen klaren Gedanken mehr fassen? Dann leiden Sie eventuell unter etwas mehr als dem berühmten Lampenfieber.

Hier ein paar Tipps, wie Sie in Zukunft besser damit umgehen können. Die einfachste Methode wäre, es einfach zu lassen. Machen Sie eben keine Wettkämpfe, die dienen meist ohnehin nur dazu, Ihr Ego zu stärken. Und wenn Sie schon solche Probleme mit ebendiesen (Wettkämpfen) haben, dient das ja auch nicht gerade der Stärkung Ihrer Selbstwahrnehmung. Allerdings laufen Sie da Ihren Problemen eher davon. Wer das nicht möchte, könnte es mit einer anderen Methode versuchen. Machen Sie sich mal klar, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.

Die meisten Anfänger scheitern beim ersten Mal auf irgendeine Art und Weise. Sei es die vergessene Startnummer mit dem RFID-Tag, welcher auf der Rückseite angebracht ist und für die Zeitmessung vonnöten ist, die vergessene Badehose beim ersten Triathlonstart oder der penetrante Durchfall, der einen beim ersten Marathon dauernd in die Büsche, im schlimmsten Fall zur Aufgabe, zwingt. Und, und, und. Da muss man anfangs durch, die Erfahrung lehrt die meisten, was sie beim nächsten Mal besser oder anders machen können.

Machen Sie sich außerdem klar, dass selbst Profis meist nicht locker-schwatzend (und wenn, dann ist das fast immer Vor-Renn-Taktik) am Start stehen und ein paar Witzchen reißen. Eine gesunde Portion Nervosität gehört dazu, sonst ist man nicht wirklich bei der Sache, kann nicht das Letzte aus sich herausholen. Aber genau deshalb stehen Sie ja dort. Ein Puls von 120 vor dem Startschuss ist also nichts Außergewöhnliches!

Als ausgesprochen hilfreich hat sich die häufige Teilnahme an sogenannten „Trainingswettkämpfen“ erwiesen. Diese absolviert man im Vorfeld – etwa aus dem Grundlagentraining im Winter heraus – und dort erwartet man sich nicht viel. Erstens, weil der Saisonhöhepunkt ja noch weit weg ist, zweitens, weil man kaum oder keine harte Einheit(en) intus hat. Folglich kann und darf man zu diesem Zeitpunkt auch nicht aus dem Vollen schöpfen. Nichtsdestotrotz steht man am Start eines WETTKAMPFES. Und inhaliert dort mit allen Sinnen die dazugehörige Atmosphäre. Und wird auch - wenigstens ein bisschen - nervös sein. Aber eben nicht so nervös wie etwa beim 4-Städte-Marathon oder beim Ironman.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass gerade im Ironman-Bereich viele Rookies (also Ironman-Aspiranten) vorher noch nie einen Triathlon gemacht haben. Dies deshalb, „weil man beim IM ja ohnehin viel länger unterwegs ist, was braucht man da eine Sprint- oder „Normaldistanz“?“ Ganz einfach - wegen des eindrücklichen Rundherums und der eigenen Emotionen, die man besser kennenlernt. Nichts schlimmer, als bei seinem ersten IM (der im schlimmsten Fall überhaupt der allererste Wettkampf ist) nach 200m aufgrund von Atemnot, Platzangst und schierem Grauen an der erstbesten Boje zu verharren und aufzugeben („nichts schlimmer“ ist nicht ganz korrekt, absaufen wäre noch blöder…).

Hilfreich ist auch das Ausprobieren. Und zwar von verschiedenen Wettkampfdistanzen/-arten. Nicht alle sind für einen verdammt schnellen Start in einem 1000-m-Rennen geschaffen, ebenso nicht für die psychische Belastung, die etwa ein 100-km-Lauf im Vorfeld mit sich bringt. Daher lohnt es sich, herauszufinden, auf welcher Strecke man „daheim“ ist. So, aber jetzt nix wie anmelden für den nächsten Wettkampf.

C.K - MaxFun.cc

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