MaxFun Sports Laufsport Magazin

Die Leidenschaft für den Laufsport begann im 37. Lebensjahr!

26.03.2013, 12:00:00
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© MaxFun.cc

Beim Vienna City Marathon am 14. April wird auch Gerhard Stitz, den das MaxFun.cc-Team zum Video-Interview eingeladen hat, das Vorhaben Marathon in Angriff nehmen.

Wer in Wien läuft oder irgendetwas mit der Laufsportszene" title="Laufsportszene">Laufsportszene zu tun hat, kennt Gerhard Stitz, den mittlerweile 56-jährigen Läufer, der vielen ein Vorbild ist. Seine Geschichte hört sich ein bisschen wie die eines Protagonisten eines Hollywood-Filmes an, aber machen Sie sich selbst Ihr Urteil.





Bis zu seinem 37. Lebensjahr eher das genaue Gegenteil eines Sportlers, gut, Fußball war seine Leidenschaft, die er im (vom Klima her) rauen Waldviertel ordentlich ausgelebt hat. Genauso wie das Rauchen, da schaffte er immerhin mehr als ein Jahrzehnt lang satte 30 Zigaretten pro Tag. Oder das Tarockieren, bei dem er bis zu acht (in Ziffern „8“) Stunden am Stück damit zubrachte zu stitzen, pardon, zu sitzen, um seine Knie zu trainieren (O-Ton G. St.). Gut, eine gewisse Ausdauer benötigt man dafür, für Erstgenanntes, nämlich das Rauchen, zumindest eine ziemlich widerstandsfähige Lunge, die ihn bei seiner zweiten Karriere (nach Fußball, Tabak und Tarock), dem Laufen, noch nie im Stich gelassen hat. Bedenkt man etwa, dass Gerhard noch nie in seinem Leben - noch nie !!! - einen Wettkampf aufgegeben hat.

Zu Silvester 93 nahm er sich vor, beim Marathon" title="Vienna City Marathon">Vienna City Marathon 1994 teilzunehmen. Und bis dahin auch dementsprechend zu leben. Nach etwas mehr als 3h30Min war „eine der bekanntesten ÖBB-Stimmen“ (nach Chris Lohner) im Ziel und sicher, nie wieder so etwas zu machen. Hatte dieser Wahnsinns-Lauf durch Wien doch eine Woche Krankenstand verursacht, ganz alleine (wie er damals wohnte) wäre der Marathon-Erstling beinahe verhungert, konnte er doch nicht einmal aus dem Bett steigen aufgrund der sich in seinen Beinen eingemietet habenden Spatzen. Nie wieder…man kennt das ja, im Jahr darauf dann der erste Marathon unter 3 Stunden, mittlerweile kann Gerhard auf mehr als 300 Siege zurückblicken, die er allesamt mit wahren Spitzenleistungen errungen hat. Im nicht mehr ganz taufrischen Alter - wohl aber in seinen besten Jahren, wenn man sein Laufalter hernimmt - von knapp 47 waren es dann die legendären 2h32Min und 7s, 5x waren es Zeiten unter 2h40, im Halbmarathon hat Gerhard mehr als gelungene 1h12Min19s stehen.

10.000m in 32Min15, 5.000m in 16Min07 und 9Min39 über 3.000m runden seine Personal-Best-Liste glanzvoll ab, das ist umso bemerkenswerter, je mehr man sich seiner Trainingsphilosophie bewusst wird; kaum Intervalle („die tun einfach so weh“) und noch nie mehr als 130km/Woche. Da wird wohl manchen Trainingswissenschaftlern klar, dass Training und dessen Auswirkungen wahrlich unterschiedlicher nicht sein könnten, denn so mancher Trainer schreibt sogar Sub-3h00Min-Aspiranten mitunter 120/130km in den Plan. Oder Sub-20Min-Läufern (über 5km) wöchentlich mindestens eine harte Intervalleinheit.

Klar, Gerhard ist ein Riesentalent, und ganz ohne Intensitäten geht´s auch nicht. So standen (und stehen) mittwochs immer „negative 20er“ auf dem Programm, die in seiner besten Zeit mit 4:00/km über die ersten 5km begonnen haben und teilweise mit 3Min12s für den letzten 1000er gegipfelt sind. Wobei er damals einen gewissen Alfi Sungi um einen halben Meter niedersprinten konnte. Auch heuer gibt es wieder einen 14. April, und just da will (und wird!!!) Gerhard wieder einmal unter 2h50Min laufen, beim 30. Wien-Marathon, der Gerhards insgesamt 10. Teilnahme darstellen wird. Ansonsten stehen diverse Österreichische Meisterschaften im Halbmarathon und Marathon an, klarerweise kann der Ausnahmeläufer da auf mehrere 1. Plätze in diversen Altersklassen blicken; bei den Marathon Staatsmeisterschaften (Allgemeine Klasse) waren es bislang – trotz seines nicht mehr allzu niedrigen Alters – ein 2. Und ein 3. Platz mit der Mannschaft. Ob international in dieser oder in einer der nächsten Klassen mal eine Medaille drinnen ist, hängt nicht zuletzt auch von der Konkurrenz ab.

MaxFun und sein Team wünschen auf jeden Fall das Allerbeste für Gerhard, den lebenden Beweis, dass es nie zu spät ist und dass immer alles geht, wenn man nur will!

C.K - MaxFun.cc

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