MaxFun Sports Laufsport Magazin

Ironman Bike splits

05.12.2012, 12:00:00
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In den letzten Jahren werden die Radzeiten bei Ironman-Veranstaltungen, zumindest, was die Spitze betrifft, immer flotter. Woran liegt das?

Zum einen könnten sehr kritische Menschen jetzt sagen, dass die Streckenlängen nicht so ganz mit der Zahl 180 korrelieren, was da oder dort sicherlich seine Berechtigung haben könnte. Auf der anderen Seite war das – so das denn zutrifft – dann ja schon immer so, dennoch werden die Zeiten immer schneller. Nimmt man etwa die Fabelzeit von Andrew Starykowicz beim Ironman Florida 2012, die mit 4h04Min und 39s zu Buche steht (was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von satten 44 km/h entspricht) her. Oder die von Andreas Raelert aus dem Vorjahr, die er in Roth mit nicht viel weniger rasanten 4h11Min und 43s hingeknallt hat. Oder einen Herrn Swoboda, der bei der Langdistanz in Podersdorf 2012 mit 4h13Min auch nicht gerade langsam war. Oder Andreas Fuchs, der wie Starykowicz in Florida eine 4h15er-Zeit auf den Asphalt gezaubert hat.

Die Sportart Triathlon hat sich eben entwickelt. Und entwickelt sich immer weiter. Vor einigen Jahren reichte es meist aus, um die 40 km/h Schnitt zu fahren, um hernach etwas unter 3 Stunden zu rennen, um einen internationalen Ironman zu gewinnen. Auf der Olympischen musste man etwas schneller als 40 Schnitt fahren, um danach 32 Minuten zu rennen. Damit gewinnt Mann heute kaum noch bei den Damen…Alles ist professioneller geworden. Die Trainingswissenschaften haben längst Einzug gehalten in den sommerlichen Ausdauer-Dreikampf, egal, auf welcher Distanz. Die Erklärung liegt auf der Hand; der „Kürzere“ ist olympisch, genügend Geld steckt auch dahinter, der „Längere“ hat mit dermaßen vielen Bewerben über den ganzen Erdball und beinahe über die ganze Saison verteilt ebenfalls an Attraktivität (nicht zuletzt für die Sponsoren) gewonnen. Es sind nicht mehr nur die „Verrückten“, die sich so etwas antun, längst steckt Expertentum, Maßarbeit und Professionalität vom Feinsten dahinter.

Dazu gehört natürlich auch, dass beinahe jeder, der Ironman macht, seine Sitzposition ideal einstellen lässt, so nämlich, dass er danach auch noch ordentlich laufen kann. Dazu gehört, dass das Material beim Radfahren den triathlonspezifischen Zeitfahranforderungen angepasst wurde/wird. Dazu kommt aber vor allem, dass mittlerweile fast alle dahintergekommen sind, dass man gerade auf der Radstrecke die meiste Zeit gewinnen kann. Weil man – rein mathematisch betrachtet – dort (meist) am längsten unterwegs ist, ergo auch die meiste Zeit herausholen kann. Das aber wiederum nur in Kombination mit „triathlongerechter“ Zeitfahrposition, die im Vergleich zum reinen Straßenradsport etwas weiter vorne angesiedelt ist, um eben die laufspezifische Muskulatur zumindest ein wenig zu schonen.

All diese Faktoren sind es, die z. B. die Radzeiten immer schneller werden lassen. Was passieren wird, wenn einmal die beiden Brownlee-brothers auf die lange Strecke überwechseln, steht (noch) in den Sternen. Oder andere Cracks auf der Kurzdistanz, die sich jetzt mit den beiden Ausnahmekönnern matchen. Wird dann gar die 7h30Min-Grenze fallen? 45Min Schwimmen plus 4h10Min Rad plus 2h35Min Laufen plus 2Min Wechselzeit gesamt ergeben nach Adam Riese 7h32Min. So in etwa könnte das Ganze schon aussehen, vorausgesetzt, ein Kurzdistanz-Star von heute schafft auch den Umstieg auf die Ironman-Distanz. Oder aber, es erscheint von irgendwo eine Blitzgestalt, die Rad fährt wie Starykowicz und läuft wie Raelert. Oder aber, irgendein Veranstalter geht her und kürzt über Nacht alle drei Streckenteile um 2%, dann geht´s auch - zudem macht er sich auf diese Art und Weise viele Freunde im Hobbybereich, weil die PB´s dann nur so purzeln.

C.K

Link: www.maxfun.at

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