MaxFun Sports Laufsport Magazin

Mut zur Pause ist auch im Sommer angesagt

08.06.2011, 12:00:00
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Vor allem dann, wenn Ozon- und Temperaturbelastungen unmenschlich werden. Wie gestalte ich nun mein Training im Sommer?

Für viele Sportler ist die erste heiße Wettkampfphase beinahe zu Ende, diejenigen, die noch auf die Teilnahme beim Ironman warten, dürfen noch voller Vorfreude die letzten Wochen harten Trainings beziehungsweise nicht so harten Taperings genießen. Wer allerdings auf die klassische Doppelperiodisierung gesetzt hat, hat auch meist seinen ersten Wettkampf-Höhepunkt hinter sich, der zweite folgt irgendwann im Herbst. Was bedeutet das nun für das Training in den heißen Sommermonaten?

Klarerweise kann kein Standard-Trainingsprogramm vorgeschlagen werden, da die Voraussetzungen jedes einzelnen Sportlers zu unterschiedlich sind, ebenso die Zielsetzungen. Es macht natürlich großen Unterschied, ob man bei einem Frühlings-Marathon gestartet ist und im Herbst marathonmäßig noch eines draufsetzen möchte; oder ob man seine 3.000-Bestzeit in einer Laufserie verbessert hat und im Herbst nun seine erworbene Schnelligkeit auf 5.000 und 10.000m mitnehmen möchte; oder ob man schlicht und einfach seinen ersten Wettkampf überhaupt gelaufen ist, z. B. bei einer Staffel beim VCM oder bei einem Triathlon und sich nun auf anderen - vielleicht auch längeren - Strecken im Herbst versuchen will.

Eines sollte aber allen Sportlern, die auf eine Doppelperiodisierung (also zwei Höhepunkte im Wettkampfjahr, die zeitlich doch einige Monate auseinanderliegen, das Training wird darauf abgestimmt) gesetzt haben, gleich sein; dass sie nach dem ersten Saisonhöhepunkt "herunterfahren". Wer z. B. erfolgreich - oder auch nicht erfolgreich - im April/Mai einen Marathon absolviert hat, muss nachher regenerieren. Dies ist übrigens auch wichtig für all diejenigen, die ihr Ziel verfehlt haben und sagen wir mal 10 Min länger als geplant gebraucht haben. Die Belastung war trotz allem die eines ganzen Marathonlaufes, auch wenn´s "schiefgegangen" ist. Und vor allem die Psyche, die wahrscheinlich ein wenig angeschlagen ist, benötigt nach solchen "Fehlversuchen" dringendst eine Pause, um für neue Belastungen wieder topfit zu sein.

Die Regenerationsphase, die durchaus aktiv (aber bitte nicht zu aktiv) gestaltet werden kann, kann nach einer solchen Belastung durchaus ein Monat lang dauern. Danach kann dann wieder - so man das überhaupt will - mit strukturiertem Training begonnen werden. Natürlich muss man nicht dermaßen viel aufbauen wie für seinen ersten Wettkampf-Höhepunkt, die Grundlage verschwindet ja nicht vollkommen. Und das ist auch gut so, denn bei 35 Krügel im Schatten sind 35-km-Läufe, die man negativ (also schneller werdend) gestaltet, für die meisten nicht so wahnsinnig lustig.

Aber auch in der zweiten Vorbereitungsphase des Jahres wird man - so man einen schnellen Marathon vorhat - nicht um lange, harte Dauerläufe umhinkommen. Nachdem die Sonne zu Sommerszeiten aber schon früher auf- und später untergeht, kann man diese aber getrost dann absolvieren, wenn der restliche Teil der Familie schläft oder bereits beim Heurigen sitzt. Durch solche Aktionen macht man sich auch immer sehr beliebt bei seinen Liebsten.

Generell gilt für den zweiten Trainings-Abschnitt des Jahres, dass man zwar klarerweise trainieren muss; dass dieser Abschnitt aber nicht ganz so lange dauert wie der erste, da die Grundlage ja vorhanden ist. Das Augenmerk darf ruhig auf einigen, gut ausgesuchten Wettkämpfen liegen - aber bitte nicht zu viele, sonst entleert man seine Batterien unnötig, läuft vielleicht beim einen oder anderen 10er seine Bestzeit (was zwar auch nicht schlecht ist), verfehlt aber beim 2. Wettkampf-Höhepunkt (wieder?!) sein Ziel.

Mut zur Pause ist auch im Sommer angesagt - vor allem dann, wenn Ozon- und Temperaturbelastungen unmenschlich werden. Hang loose!

Christian Kleber (MAS)

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