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Der Essens-Triathlon: Essen und Trinken unter Belastung müssen trainiert werden

20.05.2011, 12:00:00
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Wer bei einem Triathlon starten und reüssieren möchte (was natürlich für alle etwas Anderes bedeuten wird), sollte sich klarerweise auch mit seiner Ernährung beschäftigen.

Mit Bier und Pommes kommt man zwar auch ins Ziel, aber wie…Dass Essen und Trinken im Alltag, neben Training und Regeneration, halbwegs ausgewogen sein sollten, dürfte bekannt sein. Wie sieht es aber mit selbigem im Wettkampf aus? Je länger der Wettkampf, desto mehr muss man zu sich nehmen, je kürzer, umso weniger, bei einem Sprinttriathlon reichen den meisten bereits ein paar kleine Schlucke aus der Radflasche; je besser und schneller man ist, desto weniger benötigt man auch auf der Olympischen Distanz. Wer hier etwa die abschließenden 10km nur knapp über dem 3er-Schnitt läuft, wird sich klarerweise beim Radfahren davor nicht den Bauch mit Energie-Gels und dergleichen vollstopfen können. Auf der Langdistanz sieht all das selbstverständlich vollkommen anders aus. Wer nicht in der Lage ist, im Wettkampf selbst Energie aufzunehmen, hat keine Chance, kommt nicht ins Ziel, läuft sogar Gefahr, an einer Hyponatriämie (Salzmangel) zu sterben.

Doch Essen und Trinken unter Belastung müssen trainiert werden. Allerdings nicht bei lockeren Radausfahrten oder Long jogs - anfangs reicht das zwar, aber wenn man das einmal gewohnt ist, muss man das auch mit Puls 160 hinkriegen. Da fällt den meisten Kauen schwer, vielen wird anfangs übel, und zwar richtig übel, der Körper stellt sich aber im Laufe der Zeit darauf ein. Und schon sind wir beim nächsten Punkt;

WORAUF soll sich der Körper eigentlich einstellen, auf welche Art von Nahrung? Da kann nur jeder für sich selbst ausprobieren, was er am besten verträgt. Die einen schwören auf Energie-Gels, die anderen auf selbstgebackene Kuchen, die dritten auf koffeinhaltige, kalte Getränke, die ab und an auch Flügel verleihen dürfen. Abzuraten ist aber gerade im Ironman-Bereich von Wasser; und zwar von ausschließlichem Verzehr von Wasser zum Zwecke der Durstlöschung. Durch den Schweiß werden noch mehr Mineralstoffe und Salze aus dem Körper geschwemmt, und so kann es zur bereits erwähnten Hyponatriämie kommen.

Es gibt Trinksysteme aller Art, aerodynamisch von Vorteil sind jene, wo über einen Schlauch ständig Flüssigkeit aufgenommen werden kann, ohne dass man auch nur eine Handbewegung machen müsste. Energie-Gels in Wasser aufgelöst, Apfel- oder Johannisbeersaft gespritzt mit ein paar Prisen Salz, isotonische Getränke, all das bietet sich an, wobei - wie gesagt - auf die individuelle Verträglichkeit ausgesprochener Wert gelegt werden muss. Wer keine Probleme mit der Atmung bekommt, darf aber immer wieder auch auf zu Kauendes zurückgreifen, denn immerhin ist man zwischen knappen 8 und 15, vielleicht sogar 16 Stunden unterwegs.

Eines muss klar sein; wer es bei einem Ironman verabsäumt, Energie nachzufüllen, bekommt die Rache seines Körpers irgendwann bitter zu spüren. Ist er einmal da, der Hungerast, kann man nur noch hoffen, dass die Ziellinie in Sichtweite ist, sonst wird das Ganze zu einem "Wandertag", der sich verdammt in die Länge ziehen kann. Sogar Spitzenprofis haben durch solche Missgeschicke schon an die 12 und mehr Stunden ins Ziel gebraucht. Und noch eines muss klar sein; allgemeine Empfehlungen, was man essen und trinken sollte während eines Wettkampfes, können nicht gegeben werden. Man kann ja auch nicht sagen, dass alle Teilnehmer 41 km/h Schnitt fahren und hernach 2h45 laufen sollen. Hang trotzdem loose!

Christian Kleber (MAS)

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