MaxFun Sports Laufsport Magazin

Eiweiß-Fett-Diäten nicht empfehlenswert

02.01.2010, 12:00:00
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Eine vermeintliche "Diät-Revolution" schwappt aus den USA nach Österreich. Demnach sollen Übergewichtige den Anteil fett- und eiweißreicher Lebensmittel deutlich steigern, um abzunehmen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erteilt dieser Modewelle eine klare Absage. Im Mittelpunkt der intensiv geführten Debatte steht die Frage, ob der Kohlenhydratanteil der Nahrung gesenkt werden soll. Folglich wären dann verstärkt Proteine und Fette zu verzehren. Diese Überlegungen werden in den USA bereits in konkrete Empfehlungen mittels verschiedener Pyramidenmodelle umgesetzt. Auch in Deutschland werden Diätformen dieser neuen "Low-carb"-Richtung (= wenig Kohlenhydrate) nach Atkins, LOGI, Glyx oder South Beach propagiert - und stoßen auf große Resonanz.

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Die DGE weist darauf hin, dass diese Diäten und Ratschläge häufig wissenschaftlich nicht abgesichert sind und damit kein Anlass für veränderte Nährstoffempfehlungen besteht. "Ernährungsempfehlungen sind für die Gesundheit der Bevölkerung von erheblicher Tragweite und erfordern ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Es ist daher die Aufgabe von unabhängigen wissenschaftlichen Fachgesellschaften, solche Zusammenhänge aufgrund aktueller Studienergebnisse zu überprüfen", so Prof. Dr. Helmut Heseker, Präsidiumsmitglied der DGE.

Auch Eiweiß-Fett-Diät vollbringt keine Wunder
Die Experten weisen darauf hin, dass die Proteinzufuhr zwischen der empfohlenen täglichen Zufuhr von 0,8 g und einer zulässigen Höchstzufuhr von 2,0 g je Kilogramm Körpergewicht liegen kann. Proteine haben einen stark sättigenden Effekt, der vermutlich dazu führt, dass Adipöse bei kohlenhydratarmer, aber fett- und proteinreicher Kost (z. B. Atkins-Diät) anfänglich weniger Energie aufnehmen. Dabei kommt es kurzfristig zu stärkeren Gewichtsverlusten als unter fettarmer und damit meist auch proteinarmer Diät. Langfristig (1 Jahr) sind allerdings keine Unterschiede mehr nachweisbar.

Die Botschaft der Experten an die Bevölkerung ist eindeutig: Es gibt nicht die "Wunderdiät", die nur 6 Tage, 6 Wochen oder 6 Monate eingehalten werden muss. Der Begriff der Diät sollte in seiner eigentlichen Definition verstanden werden: "Lebensweise" - eine lebenslange sorgfältige Auswahl der Lebensmittel und Speisen reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, aber moderat in der Fettzufuhr, in Verbindung mit reichlich körperlicher Bewegung. Bei der Lebensmittelauswahl sollte der Verbraucher stärker als bisher auf die Qualität der verzehrten Kohlenhydrate (soweit möglich nach dem Glykämischen Index) und Fette (geringer Anteil an gesättigten Fettsäuren) achten.

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