MaxFun Sports Laufsport Magazin

Die Leichtathletik-EM 2018: Roundup

Nach der WM ist vor der EM – allerdings nicht im Fußball, sondern den Königsdisziplinen der Leichtathletik

Auch wenn die Sportwelt in diesem Sommer, genauer gesagt im Juni und Juli, nur einen Blick zu kennen scheint – den nach Russland, wo zwischen 14. Juni und 15. Juli die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet – so gibt es natürlich für Läufer, Sprinter, Geher und Co. doch in diesem Jahr auch noch einen „unwesentlich“ wichtigeren Termin und das auch noch „dahoam“, die Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin. Auf den folgenden Zeilen listen wir die wichtigsten Fragen und Antworten, die es dazu gibt.  

Wann findet die EM statt und wo genau?
Die EM startet am Montag, dem 6. August mit einer großen Eröffnungsfeier. Ab 16:00 Uhr finden dann bereits die ersten Wettkämpfe statt. Die Spiele dauern dann bis in die Abendstunden des 12. August, einem Sonntag. Stattfinden wird das gesamte Turnier, bis auf die Straßenwettkämpfe im Marathonlauf bzw. Gehen im Berliner Olympiastadion. Autofahrer gelangen dorthin, wenn sie ihr Navi mit der Adresse „Olympischer Platz 3, 14053 Berlin“ füttern. 

Wie viele Wettbewerbe werden in welchen Disziplinen stattfinden?
Insgesamt werden an den sechs Tagen (der Montag gilt als „Tag Q“ und wird deshalb nicht voll mitgezählt) 47 einzelne Wettkämpfe ablaufen. Sie beginnen je nach Tag zwischen 8:30 Uhr und 9:30 Uhr mit den Vormittags-Sessions genannten Qualifikationen, gehen nach der Mittagszeit in Form der Abend-Sessions, also den Finals, weiter und dauern immer bis zirka 22:00 Uhr. In alphabetischer Reihenfolge sind die Disziplinen:

  • 10.000m Lauf
  • 100 / 110m Hürdenlauf
  • 100m Lauf
  • 1500m Lauf
  • 200m Lauf
  • 3000m Hindernislauf
  • 4 x 100m Staffel
  • 4 x 400m Staffel
  • 400m Hürdenlauf
  • 400m Lauf
  • 5000m Lauf
  • 800m Lauf
  • Diskuswurf
  • Dreisprung
  • Gehen
  • Hammerwerfen
  • Hochsprung
  • Kugelstoßen
  • Marathonlauf
  • Siebenkampf
  • Speerwurf
  • Stabhochsprung
  • Weitsprung
  •  Zehnkampf

Der erste Wettkampf an Tag Q ist der Hammerwurf der Männer. Die EM endet mit den 4 x 100m Staffellauf-Finals der Herren und Damen. Auf die Ausgänge der einzelnen Wettkämpfe kann auf wettformat.com getippt werden. 

Werden noch Helfer gesucht?
Jein. Die direkt bei der EM benötigten „Volunteers“, also Freiwillige, wurden bereits im vergangenen Jahr angeworben, die Bewerbungsphase ist schon längst beendet. Allerdings gibt es natürlich im Umfeld der Spiele, etwa in der Gastronomie rund um das Olympiastadion, sicherlich noch Bedarf. Dieser muss allerdings naturgemäß direkt dort angefragt werden. Pauschalaussagen sind leider nicht möglich. 

Wo gibt es Tickets und was muss man in etwa dafür kalkulieren?
Haupt-Anlaufstelle für Tickets ist die Hotline, die extra für die Spiele eingerichtet wurde. Sie ist unter (01806) 99 000 2018 zu erreichen. Bei den Tickets sind die Preise nicht nur nach dem jeweiligen Sitzplatz im Stadion gestaffelt, sondern auch der Tageszeit – Vormittags-Tickets sind günstiger als die für nachmittags. Ferner können sogenannte Kombi-Tickets erworben werden, die beispielsweise nur den Zehnkampf oder die abendlichen Finals abdecken. Der Preisbereich geht hier von 15 Euro für eine einzelne Vormittags-Session bis hinauf zu 795 Euro für eine Dauerkarte in der Premium-Klasse.

Wichtig 1: Am Tag Q ist der Eintritt kostenlos. Allerdings muss trotzdem im Vorfeld ein Ticket erworben werden. 

Wichtig 2: Der Vorverkauf läuft schon seit Sommer 2016. Es sind also nur noch wenige Tickets über die regulären Kanäle zu bekommen, weil seit Beginn des Vorverkaufs weit über 100.000 Stück abgesetzt wurden. Bereits jetzt rotieren die Karten – wie üblich – auf Plattformen wie eBay. Zudem sollte man die typischen Betrugsmaschen kennen und bitte nicht darauf hereinfallen. 

Wie viele SportlerInnen aus wie vielen Nationen werden antreten?
Das Olympiastadion wird nicht nur auf den Rängen sehr gut gefüllt sein, sondern auch dort, wo sich die Action abspielt. Denn bestätigt sind bis heute gut 1600 AthletInnen, die aus 51 Unterverbänden des Europäischen Leichtathletik-Verbandes stammen. 

Für den deutschen Laufsport sind dabei vor allem folgende Persönlichkeiten von Belang:

  • Die Sprinterinnen Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto 
  • Die Hindernis-Spezialistin Gesa Felicitas Krause, die bei der EM 2016 mit einem Paukenschlag das bestätigte, was ihr zuvor bereits angedichtet wurde – ein Ausnahmetalent zu sein. 
  • Die Hürdenläuferin Cindy Roleder
  • Der Sprinter Julian Reus
  • Die Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz

Eine für Marathon-Fans enttäuschende Nachricht gab es bereits 2017: Arne Gabius, seit 2015 Halter des deutschen Rekords im Marathonlaufen, wird nicht bei dem diesjährigen Prestige-Event antreten. Zuletzt musste sich der gebürtige Hamburger bereits im April beim diesjährigen Boston-Marathon den extremen Witterungsbedingungen (Dauerregen, Temperaturen um den Gefrierpunkt, sehr starker Wind) geschlagen geben – wie allerdings auch die meisten anderen Teilnehmer. 

Gibt es gesonderte Regeln für die Läufer?
Ja. Bei Sprintern und Hürdensprintern haben sich automatisch die zwölf schnellsten des Jahres für das Halbfinale qualifiziert. Diese Praxis wurde erstmalig bei der vergangenen EM 2016 in Amsterdam angewendet und fand großen Anklang. 

Wo kann man die EM verfolgen, wenn man es nicht ins Stadion schafft?
Auch wenn Leichtathletik nicht so „groß“ ist wie die Fußball-WM und dementsprechend nicht mit einer ähnlichen Dauer-Berichterstattung auf sämtlichen medialen Kanälen aufwarten kann, so müssen Fans, die den Weg nach Berlin nicht machen können, dennoch nicht verzagen, denn es gibt unterschiedliche Anlaufstellen an den Bildschirmen:

  • Im Fernsehen übertragt der Sender Eurosport sowie ferner die beiden öffentlich-rechtlichen Kanäle ARD und ZDF. 
  • Auf der Seite des Deutschen Leichtathletik Verbandes werden die Wettbewerbe gestreamt werden. Gleiches gilt abermals für ARD und ZDF.

Das wievielte Mal ist es, dass eine Leichtathletik-EM in Deutschland stattfindet?
Berlin ist die Nummer drei der EMs in Deutschland. Das erste Mal, dass die Europameisterschaften bei uns ausgetragen wurden, war im Jahr 1986 in Stuttgart. 2002 gastierten die Spiele dann in München. Berlin ist übrigens in der insgesamten Wertung das 24. Mal, dass die Europameisterschaften stattfinden – sie starteten 1934. 

Fun-Fact: Berlin war während der Bewerbungsrunde die einzige Stadt, die ihre Bewerbung nicht vorzeitig zurückzog – alle anderen Teilnehmer taten das, sodass die Spreemetropole praktisch konkurrenzlos zum Sieger erklärt wurde. 

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05.06.2018, 14:00:00
Foto: pixabay.com

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