MaxFun Sports Laufsport Magazin

Wer rastet, der rostet

16.11.2011, 12:00:00
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© MaxFun.cc/K.Köb

Was bitte ist so schwer daran, jeden Tag ein wenig Bewegung zu machen?

Zweifelsohne macht die Medizin große Fortschritte. Medikamente gegen dies, Medikamente gegen das, Operationen leicht gemacht, selbst schwierige, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. So kommt oder kam es, dass die Menschen immer älter werden/wurden und gleichzeitig ihren Jahren mehr Leben schenkten. Zumindest einigen gelang/gelingt dies, viele sterben allerdings einsam und auf Raten.

Über eine Tatsache aber sind sich scheinbar sämtliche Mediziner und Gesundheitsexperten einig; für die Prophylaxe wird zu wenig getan! Diabetes, Metabolisches Syndrom und andere Erkrankungen aufgrund unserer westlichen Lebensweise wären nicht notwendig, würde der Mensch mehr seiner Genetik entsprechen, man kann es gar nicht oft genug sagen/schreiben. Denn Faktum ist, dass der West-/Mittel- oder Sonstwaseuropäer im Durchschnitt immer weniger für seine Gesundheit tut, im Laufe seines Lebens immer mehr und immer öfter auf immer besser werdende medizinische Hilfe angewiesen ist. Und so toll der Fortschritt auf diesem Sektor auch sein mag, finanzierbar ist er schon lange nicht mehr! Eine immer kleiner werdende Anzahl an „Gesunden“ bezahlt eine immer größere Anzahl an „Kranken“, einfach ausgedrückt. Kombiniert mit der anderen Tatsache, dass die Menschen aufgrund der medizinischen Fortschritte immer älter werden und zu wenige nachkommen, die deren Pensionen zahlen, ein Teufelskreislauf. Aus dem es allerdings Auswege gäbe, die zu gehen wären, wenn den Leuten mehr bewusst wäre, wie der menschliche Körper so funktioniert.

Und der funktioniert eigentlich recht einfach. „Wer rastet, der rostet“ ist ein alter Spruch, der seine Gültigkeit wohl niemals verlieren wird. Bewegungsmangel kombiniert mit Malernährung kombiniert mit Nikotin kombiniert mit Stress ergibt im Normalfall Übergewicht, Adipositas und/oder deren Folgen daraus. Der adipöse arbeitende Mensch bringt im Durchschnitt weniger Leistung in der Arbeit, der rauchende übrigens auch, dafür ist er öfter krank, was von den anderen bezahlt werden muss. Derselbe Mensch kostet das Sozialsystem mehr - Medikamente, Operationen, etc. - und dieses ist am Im-/Explodieren. Nun können wir aber froh sein, in einem derartig „sozialen“ Gefüge leben und hausen zu können und wollen wohl jedem einzelnen zugestehen, dass er leben darf wie er möchte. Der eine ist Extremsportler und springt mit winzigen Flügeln von Klippen, der andere sitzt zu Hause und schaufelt im Laufe seines Lebens tonnenweise Zucker und Fett in sich hinein. Doch langsam wäre es an der Zeit, Farbe zu bekennen, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur für sein eigenes Handeln, sondern auch für die Folgen daraus.

  • Was bitte ist so schwer daran, jeden Tag ein wenig Bewegung zu machen?
  • Was bitte ist so schwer daran, sich halbwegs gesund zu ernähren?
  • Was bitte ist so schwer daran, mit dem Rauchen/Saufen aufzuhören oder gar nicht erstdamit anzufangen?

All das ist fürchterlich schwer, keine Frage. Es wird allerdings noch viel schlimmer kommen und für alle Beteiligten noch viel schwerer werden, wenn nicht der Durchschnitt der Menschen endlich nach halbwegs gesunden und vertretbaren Grundsätzen lebt; weil unser System nicht mehr zu finanzieren sein wird. Und weil dann nur noch die „Reichen“ vom System profitieren werden - weil sie bezahlen können - und die „Armen“ durch die Finger schauen werden; so dies nicht jetzt schon der Fall ist. 30-40 Minuten tägliches Ausdauertraining, ein wenig Kräftigung und Koordination, auf Auto, Fahrstuhl und Rolltreppe verzichten, bleiben immer noch 164 von 168 Stunden pro Woche für den Rest (was auch immer das sein soll) übrig! Wer sich sportlich betätigt, ernährt sich übrigens auch gesünder - weil der Körper nach Anderem verlangt. Und wer sich sportlich betätigt, hat auch nicht so viel Stress - weil der Körper mehr hinunterreguliert und man lockerer wird.

Christian Kleber (MAS)

Link: www.WomanMaxFun.com

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