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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Logos

15.06.2008, 12:00:00
Foto:
© Maike Kaute/PIXELIO

Die Kritik an den alten Göttergeschichten des Mythos setzte nahezu gleichzeitig mit den ersten Entwürfen eines rationalen Weltbildes ein. Xenophanes war einer der ersten, der die Vorstellungen der Menschen von Göttern kritisierte.

Er meinte, dass sich die Menschen die Götter immer nach ihrem eigenen Bilde dächten und bei den Pferden z.B., wenn sie Götter hätten, diese Götter eben aussähen wie Pferde.

Dass es einen linearen Fortschritt vom Mythos zum Logos gegeben habe, wird heute zunehmend bezweifelt und mittlerweile ist klar, dass unser Alltag immer noch durchsetzt ist von Mythen und Geschichten, die in immer neuen Varianten erzählt werden und so manchen Menschen zum Helden stilisieren – wie vielleicht jene vom legendären Marathonläufer, der nach der Überbringung der siegreichen Botschaft umgefallen sein soll.

Die zunehmende Kritik am Logos ab dem etwa 6. vorchristlichen Jahrhundert begann also den Zugang zur Wirklichkeit langsam zu verändern. Ein wichtiger Gedanke der griechischen Philosophie in diesem Zusammenhang war die Idee, dass die Unzuverlässigkeit der menschlichen Sinne kompensiert werden müsse, durch die Kräfte des Verstandes. Dass uns die Sinne täuschen ist ja offensichtlich, denn wir brauchen nur überlegen, was wir sehen bzw. zu erkennen meinen, wenn die Sonne „aufgeht“ und was tatsächlich die Ursache dafür ist. Diese Prozesse der Erkenntnis sollten wegführen von dem sinnlich Wahrnehmbaren zu einer Einsicht in das Wesen der Dinge und dies wäre nur möglich durch die Einsicht des Geistes, der menschlichen Vernunft.

Mit diesen Überlegungen waren die Grundsteine gelegt für die so genannte Erkenntnistheorie. Die erste umfassende Erkenntnistheorie auf dieser Basis stammt von Platon, einem Schüler des Sokrates. Und dieser Sokrates war es, der wiederum für uns Sportler ein Vorbild sein kann. Lesen wir nämlich in Platons „Gastmahl“ nach, so finden wir dort die Erzählung von Sokrates, der nach einer durchzechten Nacht nicht wie alle anderen seinen Rausch ausschläft, sondern den neuen Tag mit ein paar Gymnastikübungen beginnt und anschließend das Bad aufsucht. Vielleicht war ja Sokrates bereits jemand, der den Gedanken des Zen-Reinigungslaufes in sich getragen hat?

Teil 2

Dr. Günter Heidinger

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