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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Kontemplation und Zen-Running

15.06.2008, 12:00:00
Foto:
© A.Dreher/PIXELIO

Ein wichtiges Element der Zen-Running-Philosophie ist Kontemplation. Was genau allerdings unter diesem Begriff verstanden werden soll, ist oft sehr unklar.

Das Wort an sich kommt aus dem Lateinischen (Contemplari) und meint dort „schauen“. Ziel der Kontemplation ist schlechterdings das Schauen ins eigene Selbst. Da Zen-Running sich nicht als irgendeine Art von Religion versteht, geht es im Gegensatz etwa zur christlichen Kontemplation aber nicht um ein Schauen des Göttlichen in uns, sondern mehr um ein meditierendes Hineinblicken in die eigenen Tiefen und den Urgrund an sich. Auf ihrem Höhepunkt ist Kontemplation allerdings mehr ein Zustand des Erleidens als des aktiven Tuns.

Ein Zustand, der im Grunde eigentlich nicht gelehrt, sondern nur geweckt oder vorbereitet werden kann. Deshalb braucht Kontemplation zumindest am Anfang eine Art Führung oder Anleitung, durch die der Funke überspringen kann, der im Übenden den gleichen Brand entfachen kann. Die Anlage zur Kontemplation ist aber grundsätzlich allen Menschen angeboren.

Die meisten Ratschläge zur Kontemplation weisen die gleichen Grundelemente auf. Es geht meistens um ein konzentriertes Atmen, eine aufmerksame Körperhaltung und eine Sammlung des Bewusstseins. Auf solche Art und Weise wird versucht, die Bedingungen für ein kontemplatives Erlebnis herzustellen und sich auf dem kontemplativen Weg weiterzuentwickeln. Auch Zen-Running weist derartige Grundelemente auf.

Der Kontemplationslauf (siehe: Die Techniken des Zen-Running) verlangt ein ruhiges, entspanntes Atmen, ein freies, lockeres Laufen und aufgrund der langen Dauer darüber hinaus auch eine Sammlung des Bewusstseins, die eintreten kann, wenn die Gedanken an einem vorüberziehen und dadurch schließlich eine Art geistiges Leerwerden eintritt. Wem einmal eine kontemplative Erfahrung zuteil wird, der wird merken, dass diese alle theologischen und philosophischen Formulierungen übersteigt. Er wird seine Haltung zu Religion und Philosophie ändern und einen völlig neuen Standort einnehmen. Wer Tee geschmeckt hat, beschreibt ihn einfach anders als einer, der ihn nicht geschmeckt hat. Der Kontemplative kann in das sich vor ihm auftuende Nichts hinein gehen – oder laufen – und wenn er schließlich den letzten Halt seines empirischen Egos losgelassen hat, findet er Gewissheit auf dem letzten Urgrund. Deshalb: „Auf zum nächsten Kontemplationslauf“, liebe Zen-Runner!

Dr. Günter Heidinger

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