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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Neue Wege in der Leichtathletik

31.01.2005, 12:00:00
Foto:
MaxFun Sports

Von Carsten Eich

Spätestens seit den Olympischen Spielen von Athen im letzten Jahr ist es für Jedermann klar ersichtlich: die deutsche Leichtathletik liegt am Boden. Mit mageren zwei Medaillen war die Ausbeute so schlecht wie noch nie.

Die finanzielle Unterstützung für eine Sportart durch Sponsoren ist abhängig von Erfolgen der Athleten. Hinzu kommt die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland, welche eine Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen noch erschwert. Es müssen neue Vermarktungskonzepte erarbeitet und umgesetzt werden.

Um sich gezielt unter professionellen Bedingungen auf Jahreshöhepunkte wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele vorzubereiten, brauchen die Athleten die Hilfe von Vereinen und Sponsoren. Gerade hier liegen derzeit die meisten Probleme. Vereine müssen Jahr für Jahr mit weniger Geld auskommen, Sponsoren verlassen die Leichtathletik und viele Athleten müssen somit zumindest halbtags arbeiten um Ihre finanzielle Situation aufzubessern. Auch durch Berufsausbildung bzw. Studium fehlt es gerade jüngeren Athleten an der Zeit für ein intensives Training.

Unter diesen Gesichtspunkten waren die letzten Wochen des Jahres ein sehr interessanter Zeitraum, da die Topathleten die Möglichkeit zur Neuorientierung Ihres sportlichen Umfeldes nutzten. Es war die Zeit der Vereinswechsel, welche in der Leichtathletik jeweils nur zum Jahresende möglich sind. In diesem Jahr betraf dies viele Athleten, da am Ende eines Olympiazykluses in der Regel Verträge mit Vereinen und Sponsoren auslaufen.

So wechselte z.B. der Olympiasieger über 800 m Nils Schumann nicht nur den Verein vom SC Magdeburg zur LG Eintracht Frankfurt, sondern gleichzeitig auch den Trainer. Er wagt nach längerer Verletzungsphase das Comboeck in die Weltspitze in einem komplett neuen sportlichen Umfeld. Betreut wird er dabei von Volker Beck, dem Olympiasieger über 400 m Hürden von 1980 in Moskau. Dieser ist gleichzeitig auch Bundestrainer für den Langsprintbereich in Deutschland. Man kann dem neuen Gespann nur viel Erfolg wünschen, denn die deutsche Leichtathletik braucht dringend Siegertypen wie Ihn.

Einen neuen Weg geht der Veranstalter des METRO Group Marathon Düsseldorf. Um den noch jungen und dynamisch wachsenden Marathon zu einem der „Großen“ zu machen wurde hier ein Arrangement zwischen dem rhein-marathon düsseldorf e.V. als Veranstalter, der Firma Asics Deutschland als Sponsor und dem Sieger des Düsseldorf-Marathons 2004, Carsten Eich, geschlossen. So wechselte ich zum Jahresende ins Rheinland und werde für die ganze Region als Aushängeschild, Partner und Motor für die regionale Laufszene fungieren. Bei zahlreichen Veranstaltungen werde ich meine Erfahrungen aus fast 20 Jahren Leistungssport weitergeben und für Läufer, Medien und Sponsoren an der Basis tätig sein.

Diese Modell einer Zusammenarbeit, bei der ein Athlet nicht nur für das Veranstaltungswochenende, sondern für zwei ganze Jahre unter Vertrag genommen wurde, ist bisher einmalig in der Geschichte der Leichtathletik in Deutschland und könnte bei Erfolg Schule machen. Hierbei hat ein Veranstalter erkannt, dass zu einem weiter wachsenden Laufboom vor allem auch deutsche Topathleten als Aushängschilder gehören, an denen sich die unzähligen Hobbyläufer und Amateure orientieren können.

Neben den Sportartikelherstellern werden in Zukunft vor allem die Veranstalter mit Ihren Angeboten und Serviceleistungen für die Läufer gefordert sein, damit der Laufboom in Deutschland anhält und sich weiter positiv entwickelt. Die Erfahrungen von Spitzenathleten werden dabei eine wichtige Rolle spielen um die Veranstaltungen weiter zu verbessern und so die Teilnehmerzahlen zu halten bzw. zu steigern.

Die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand, so profitiert der Veranstalter in erster Linie vom öffentlichen Interesse der Medien am Spitzenathleten. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Saison ist eine wachsende positive Außendarstellung und ein steigender Bekanntheitsgrad der Veranstaltung garantiert. Für mich als Athleten ist diese Konstellation sehr interessant, da die Kontakte zu Sponsoren durch den Veranstalters bereits bestehen und diese durch mich mit Leben gefüllt werden können.

Somit ist diese neue Form eines Athletensponsorings zumindest eine Anregung für all die anderen Veranstalter und bei entsprechendem Erfolg eine Möglichkeit auch jungen Athleten den Weg in die internationale Spitze zu ermöglichen. Und genau das wäre doch ein Anfang um die Leichtathletik in Deutschland wieder da hin zu bringen wo wir Sie alle sehen wollen: An die Spitze !!!

Carsten Eich

Weitere Berichte von Carsten Eich lesen Sie regelmaessig bei MaxFun.de und im neuen MaxFun.de Printmagazin - Ab Ende März in vielen INTERSPORT Filialen in Deutschland.

Carsten Eich

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