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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Post-Marathon-Blues

So entkommt man der Marathon-Depression

Wenn die großen Marathons gelaufen sind und sämtliche Marathon-Storys auf Social Media mit neuen Bestzeiten gepostet, dann stellt sich häufig bei vielen Läufern und Läuferinnen eine gewisse Leere ein. Es ist alles geschafft, alle Rennen gelaufen und die Trainingspläne abgearbeitet. Was kommt nach dem Marathon? Die Finisher-Medaille hängt an der Wand und erinnert an die Glücksgefühle nach der Ziellinie. Was jetzt? Es schlägt der Post-Marathon-Blues zu.

Wie man den Post-Marathon-Blues schlägt
Es kann ganz schnell passieren, dass man von der Hochstimmung an der Ziellinie zu einem Gefühl der Leere gelangt. Vor allem wenn die Tage kürzer werden und man weniger Sonne abbekommt, kann man schnell in eine Art Lauf-Depressionen verfallen. Man hat doch relativ viel Zeit mit dem Lauf-Training verbracht und diese Zeit muss man jetzt anders zu nützen wissen. Bis zu den Frühjahrsmarathons dauert es noch rund sechs Monate. 

Man darf eines nicht vergessen, dass man eine unglaubliche Leistung vollbracht hat. Man ist einen Marathon gelaufen und hat 42,2 Kilometer laufend zurückgelegt. Diese Leistung werden die meisten Menschen in ihrem Leben niemals erleben. Man sollte unbedingt die vollbrachte Leistung würdigen und zu schätzen wissen. Man kann sich auch damit trösten, dass man nicht alleine mit diesem Gefühl der Leere ist. Es geht vielen Läufern und Läuferinnen mit dem Post-Marathon-Blues so.

Kennst du den Post-Marathon-Blues?

Innerliche Leere nach dem Erfolg
Zwar ist die Post-Marathon-Depression keine exakte klinische Diagnose, aber sie ist dennoch  reale Tatsache. Kurz gesagt, wenn man ein Ziel erreicht, dass man seit Monaten verfolgt, ist es nur normal, dass eine Enttäuschung darauf folgen kann, wenn es vorbei ist. Immerhin hat man in den letzten fünf oder sechs Monaten sehr viel Zeit investiert, um dieses Ziel zu erreichen. Die Vorbereitung auf einen Marathon nimmt doch recht viel Zeit in Anspruch und bestimmt in einem großen Ausmaß den Lebensstil. Ernährung, Schlafmuster und soziales Umfeld drehten sich um das Lauftraining. Grundsätzlich lebt, atmet und isst man seit Monaten Marathontraining. Da ist es nun wirklich nicht verwunderlich, dass man sich leer und verloren fühlt?

Aber all das hat auch etwas Positives. Man hat jetzt wieder die Freiheit, nach Belieben im Bett bleiben, zu essen, zu trinken und wieder Kontakte pflegen. Keine langen Läufe mehr und keine frühen Weckrufe. Das kann gleichzeitig eine Erleichterung aber auch furchteinflössend sein. Also was sollte man machen, wenn man sich in dieser Phase befindet? Zunächst versuchen, die gewonnene Zeit zu genießen. Und man kann neue Pläne und Ideen schmieden. Sich langsam neue Ziele setzen und einen Sinn finden. Es gibt es unzählige Laufsportveranstaltungen oder man kann vielleicht einen Ultramarathon im nächsten Jahr ausprobieren.

Rasch neue Laufziele setzen
Eine andere Strategie, die LäuferInnen häufig anwenden, um eine Depression nach dem Rennen zu vermeiden oder zu minimieren, ist sich für ein andere Läufe anzumelden. Wenn man sich für ein anderes Laufevent oder mehrere Läufe anmeldet, noch bevor man das Hauptziel erreicht hat, bleibt immer noch etwas am Horizont. Wenn man sich für diese Strategie entscheidet, sollte man allerdings sicherstellen, dass man zwischen den Läufen keine Kompromisse in Bezug auf die Regeneration eingeht, um Leistungseinbußen oder Verletzungen zu vermeiden.

Der wahre Schlüssel zur Vermeidung eines Postrace-Blues besteht wahrscheinlich darin, einen Mittelweg zu finden, um das, was man aus dem Marathon-Training gelernt hat, in das tägliche Leben zu integrieren. Man sollte versuchen, die Struktur, Organisation, Ausrichtung und Zielsetzung auf die täglichen Aufgaben anzuwenden. Wenn man das schafft, wird man feststellen, dass das Leben und das Laufen genauso aufregend und erfüllend sein können. Ganz egal, ob mit oder ohne Marathontraining.

Link: www.maxfunsports.com

17.09.2019, 12:00:00
Foto: MaxFun Sports
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