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31. Grenzstaffellauf bei der und über die Hohe Veitsch ist Geschichte

Das war der Veitscher Grenzstaffel-Lauf vom 24. Juni 2017

Veitscher Grenzstaffeln

Der 31. Grenzstaffellauf bei der und über die Hohe Veitsch ist Geschichte, und was für eine. Respektive, was für welche, insgesamt wurden – von LäuferInnenseite her – 399 geschrieben, aber auch die 120 freiwilligen HelferInnen, der Veranstalter selbst und die zahlreichen Zuseher können und werden sicher vieles zu erzählen und verarbeiten haben.

Pünktlich um 9 Uhr der Startschuss von keinem Geringeren als von Jörg Leichtfried, seines Zeichens Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie. Beim Lauf selbst wird wohl einigen in den Sinn gekommen sein, dass es keine schlechte Idee des Politikers gewesen wäre, den einen oder anderen, zumindest für Stadtmenschen nicht laufbaren Single Trail komplett zu asphaltieren, damit man nicht dauernd von einer Wurzel zum nächsten bösartigen Spitzstein stolpert oder gar fällt. Spaß beiseite, ab spätestens 9 Uhr 5 wurde es dann für die meisten ernst, der erste Kilometer führt bekanntlich leicht bergab durch den Ort Veitsch, beim Friedhof biegt man dann ab in die unendlichen Weiten des Berglandes rund um diesen schönen, erhabenen Berg, der sich nicht zuletzt durch sein Hochplateau auszeichnet. Den Auerhahn, der bis vor kurzem noch trainierende LäuferInnen und Wanderer mehr als erschreckt haben soll, hatte man vor einigen Wochen ja vor- und fürsorglich seinen ewigen Jagdgründen überlassen, somit hatten die Trailies außer den 54 Kilometern und den rund 2.000 Höhenmetern nichts zu befürchten.

Zumindest bis in die Mittagsstunden nicht, dann aber kletterte das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten, und dieser war rar, vor allem deswegen, weil sich leider auch die restlichen Wolken vertschüssten. Der erste Teil der Strecke führt bergauf, der zweite bergab. So in etwa sieht zumindest das Höhenprofil auf der offiziellen Website aus, aber wer ihn kennt, den Grenzstaffellauf, weiß, dass dem nicht einmal annähernd so ist. Ok, bis man das Hochplateau der Veitsch erreicht hat, geht es tatsächlich hauptsächlich bergauf, die kurzen Bergabpassagen bringen einen eher aus dem Rhythmus, der Teufelssteig hat seinen Namen aus gutem Grunde. Schlimm für die Einzelläufer sind die Staffelteilnehmer, die oft von hinten heranbrausen wie ein D-Zug und ziemlich demotivierend sein können. Umgekehrt ist es allerdings ähnlich, wer etwa als 2. Läufer den diabolischen Weg hinaufhetzt, weiß oft nicht, wie und wo er die vor sich eher Gehenden überholen soll – zu schmal das alles, zu unmöglich das Daneben.

Am Hochplateau dann eine herrliche Aussicht bis zum 5.947m hohen Alpamayo in Peru, dem wohl schönsten Berg der Welt, die Erdkrümmung also doch nicht so stark oder aber der Blick schon etwas getrübt…Von nun an nur noch mehr oder weniger steil bergab, Stefan, der zum ersten Mal dabei war, wollte partout nicht glauben, dass dem gar nicht so ist. Sein Vorbereitungslauf hatte ihn mit einigen Ortskundigen nur bis zum zweiten Wechsel geführt, von dort an musste er sich an das Gezeichnete im Internet halten, gezeichnet waren bei km 33 doch schon einige, die Sonne verrichtete ihr Werk, die, die sich bei den wahrlich vielen Labestellen kurz oder länger in den Schatten setzen und eiskaltes Wasser über den Schädel gießen mussten, wurden mehr und mehr. Und dann kam es sogar dem Autor dieser Zeilen wieder, mindestens zehn Gegensteigungen im letzten Abschnitt, eine davon würde locker als Nasenweg auf den Leopoldsberg durchgehen.

Im Ziel dann alles wieder gut, Erinnerungen an die coole Mucke auf dem Gipfel, die unglaubliche Stimmung an diversen Hotspots, die unfassbar motivierenden Zuschauer, für 40 Euro bekommst du dort 15 Labestellen, Verpflegung im Ziel, Shuttleservice, Duschmöglichkeiten, Starter-Rucksack (!!!) mit diversen Schmankerln und – last, but not least – einen Wettkampf geboten, der seinesgleichen suchen kann hierzulande.

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01.07.2017, 20:00:00
Foto: MaxFun Sports
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