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Weniger schwitzen beim Training

20.06.2009, 12:00:00
Foto:
MaxFun.cc/K.Köb

Die Sommerhitze bringt fast jeden zum Schwitzen. Während einigen jedoch selbst bei Temperaturen über 30 Grad nur ein paar Schweißperlen über die Stirn rinnen, schießt anderen bei der kleinsten Bewegung das Wasser aus allen Poren. Hemd oder T-Shirt sind dann in kurzer Zeit klatschnass.

Mit einfachen Deos ist der übermäßigen Transpiration trotz vollmundiger Werbeversprechen meist nicht beizukommen. Eine bessere Wirkung versprechen Antitranspirantien, wie Falk Bechara, Dermatologe am Bochumer Uniklinikum, erklärt. Sie enthalten Wirkstoffe, die sich "wie ein Pfropfen in die Schweißdrüse setzen". Die vor allem in Apotheken und Drogerien erhältlichen Lösungen werden meistens einmal täglich abends auf die Haut aufgetragen.

Bei Menschen mit nicht allzu starken Schwitzproblemen seien oft bereits milde Naturpräparate aus Eichenrinden-Extrakt wirksam. Die meisten Antitranspirantien enthalten derweil Aluminiumsalze. Aufgrund ihrer höheren Wirksamkeit seien sie besonders für Vielschwitzer meist die "Therapie der ersten Wahl", sagt Miehe. Der Erfolg ist allerdings oft eine Frage der Dosis: Für eine effektive Behandlung seien in der Regel Konzentrationen von 15 bis 30 Prozent nötig, sagt der Hautarzt.

Je höher allerdings der Aluminiumsalz-Anteil ist, desto eher können solche Antitranspirantien auch Reizungen wie Hautjucken oder Brennen verursachen. Bechara und Miehe raten deshalb dazu, einen Hautarzt zu Rate zu ziehen, um die Konzentration dem eigenen Hauttyp anzupassen. Der Arzt könne dann ein passendes Präparat in der Apotheke in Auftrag geben. "Bei vermeintlichen Wundermitteln aus dem Internet sollte man besser vorsichtig sein", betont Bechara. Denn die seien in der Regel zwar sehr teuer, ihre Wirkung lasse aber meist zu wünschen übrig.

Wer an einer Hyperhidrose leidet, also einer krankhaft vermehrten Schwitzneigung, dem ist mit solchen Mitteln ohnehin oft wenig geholfen. Denn Hyperhidrotiker geraten ständig stark ins Schwitzen, egal, welche Temperatur gerade herrscht. Besonders oft tritt ihnen in Stresssituationen der Schweiß aus allen Poren. Die Angst vor dem Schwitzen erzeugt dann meist noch mehr Stress, der wiederum zu mehr Schwitzen führt - ein Teufelskreis.

Für solch chronische Schwitzprobleme bieten Hautärzte verschiedene Therapien an. Für Hände und Füße kommt etwa eine Reizstrombehandlung in Frage, die Iontophorese. In den Achselhöhlen sei diese Methode jedoch meist nicht sehr effektiv, sagt Bechara. Häufig wird hier deshalb dem Botulinumtoxin der Vorzug gegeben, besser als "Botox" bekannt. Das Nervengift wird unter die Haut gespritzt und setzt die Schweißdrüsen außer Gefecht - allerdings höchstens ein halbes Jahr lang, dann muss die Behandlung wiederholt werden. Mit rund 500 bis 1000 Euro pro Termin ist die Botox-Behandlung zudem nicht ganz billig.

Die Einnahme von Medikamenten, etwa sogenannter Anticholinergika, ist nach Meinung beider Experten nicht wirklich empfehlenswert. "In den USA sind diese Präparate sehr beliebt, aber es treten häufig Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Mundtrockenheit oder seltener eine gestörte Blasenentleerung auf", betont Bechara.

Als letzte Möglichkeit bleibt oft nur ein operativer Eingriff. In den Achselhöhlen können die Schweißdrüsen zum Beispiel mit dem Skalpell oder einem speziellen Sauger entfernt werden. "Das sollte man allerdings erst in Erwägung ziehen, wenn ein starker Leidensdruck herrscht und alle anderen Behandlungsmöglichkeiten versagen", sagt Bechara.

Quelle: ddp / 1&1

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