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Heilkräuterlexikon - Brennnessel
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06.08.2006, 12:00:00
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Meistens spürt man sie, bevor man sie sieht. Die Brennnessel hat ihrer Eigenschaft, auf der Haut zu brennen, ihren deutschen und wissenschaftlichen Namen (Urtica = die Brennende) zu verdanken. Nähert man sich ihrem gezackten Grün in Freundschaft, muss man die roten Quaddeln nicht fürchten. Streicht man ihre Borsten gegen den Wuchs, brechen die spröden Brennhaare ab. Wie eine Injektionsspritze wirkt dann das hohle Haar, und noch ein Hundertstel Milligramm ihres histaminähnlichen Gifts ruft an den winzigen Stichwunden brennende Pusteln hervor.
Humusbildend wirkt die Nessel und bereichert die Erde mit ihren Mineralstoffen, steigert das Aroma von Kräutern und Früchten, in deren Nähe man sie wachsen lässt. Auch gibt es nicht nur eine Brennnesselart, arzneiliche Verwendung finden die Große und die Kleine Brennnessel. Beide lieben Plätze, wo wir unsere Ausscheidungen und Abfälle abladen. Diese kennzeichnet sie durch ihre Tugend, mit jedem Müll fertig zu werden. Und das auf der ganzen Welt. Ob getrocknet als Tee oder als Gemüse aus jungen Blättern – Brennnesseln regen den gesamten Stoffwechsel an. Teemischungen gegen Rheuma und Gicht, Galle- und Leberbeschwerden fügt man Brennnessel zu. Das grüne Kraut pur als Tee fördert besonders die Harnausscheidung und Entgiftung von Muskeln und Gelenken und wird deshalb zur jährlichen Entschlackungskur empfohlen. Die Wurzel lindert bei Männern Prostatabeschwerden. Besonders den typisch weiblichen Zipperlein kann man mit Brennnessel zu Leibe rücken. In den getrockneten Samen der Brennnessel stecken Pflanzenhormone, Mineralstoffe und Vitamine. Die grüne Fee hilft gegen Eisenmangel, stabilisiert den Hormonhaushalt und regt die Milchbildung bei stillenden Müttern an. Sie ist auf dem besten Weg zur Emanzipation und in der Kräuterheilkunde ein wahrer Dauerbrenner. dasistwellness.de Link: www.dasistwellness.de |


