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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Trainingsbericht von Michael Buchleitner

21.03.2003, 12:00:00
Foto:
MaxFun Sports

Michael Buchleitner hat uns aus Portugal von seinem Training berichtet

Jetzt bin ich doch noch für zwei Wochen dem Winter entflohen und habe meine Zelte an der Algarve aufgeschlagen.

Temperaturen um die 20 Grad, Sonne, Sand und Meer bilden eine perfekte Abwechslung im Trainingsalltag, sind ein Motivationsschub und bieten Voraussetzungen, um Leistungen zu erbringen, von denen man alleine im tristen Grau nicht zu träumen vermochte.

Die Trainingsgemeinschaft mit Carsten Eich, die sich nun schon über einige Jahre bewährt hat, findet auch hier Ihre Fortsetzung und beflügelt uns beide bei der Vorbereitung neuer Ziele.
Intensive Belastungen zu zweit fallen einfach leichter und bei diesen angenehmen äußeren Bedingungen vergehen die Minuten bei 30 km - Läufen wie im Flug. Eigentlich wäre auch heuer wieder, wie in den vergangenen Jahren, alles perfekt. Wären da nicht diese unaufhaltsamen Golfplatzbauer, die aus unserem Trainingsgelände greens and roughs, fairways und bunker machen und von ehemals 5 - 6 Toplaufstrecken nur mehr drei belaufbar machen.
Es ist traurig anzusehen, wie in der ehemals wunderschönen, unberührten Algarvelandschaft Hotels und Appartementhäuser aus dem Boden schießen, ein Golfplatz auf dem anderen klebt und die typischen roten Sandstrassen dem Asphalt weichen müssen. Aber noch kann man hier auf einem hohen level Lauftraining betreiben und die letzten 10 Tage haben mich nach Wochen höherer beruflicher Anforderung wieder zurück in das Leben eines Leistungssportlers geführt.

Neben einer Tagesplanung, die Ihren Schwerpunkt auf den Trainingseinheiten und der notwendigen Regeneration legt, sind der Mittagsschlaf und die Massage wieder zu elementaren Inhalten geworden. Bei Tagesumfängen zwischen 25 und 30 km bleibt auch wenig Zeit für anderweitige Beschäftigungen und es begegnen einem unzählige Momente, wo man sich nicht vorstellen kann, dass Menschen wie Max Wenisch, Dagmar Rabensteiner und viele andere mehr Marathonvorbereitungen mit Wochenumfängen von über 200km absolvieren und nebenher auch noch voll arbeiten.

Die Tage vergehen wie im Flug und es steht nur mehr ein Tempolaufprogramm auf dem Plan, bevor es zurück nach Deutschland(!) geht, wo ich am Samstag meinen ersten Wettkampf seit dem Silvesterlauf in Wien bestreite und mir nach den Trainingsleistungen hier in Portugal eine weitere Standortbestimmung erhoffe.

Ein Straßenlauf über 10 km liefert zu diesem Zeitpunkt wichtige Informationen, die als Basis für eine weitere Steuerung des Marathontrainings dienen können. Denn die 10.000m - Leistungsfähigkeit ist eine der elementaren Voraussetzungen für ein erfolgreiches "Abenteuer" Marathon.
Während man in der Vergangenheit sehr oft großes Augenmerk auf die hohen Trainingsumfänge, die zwangsläufig ein geringeres Lauftempo mit sich brachten, gelegt hatte und damit meist im Unterdistanzbereich (5 - 10km) Rückschritte in Kauf nehmen musste, ist jetzt in der Spitze ein Umdenken erkennbar. Diejenigen, die derzeit im Marathonlauf den Ton angeben, vermögen auch über die 10 km Weltklasseleistungen zu bringen: siehe Radcliffe, siehe Gebrselassie, siehe Tergat, um nur einige von Ihnen zu nennen.
Auch mein bislang schnellster Marathon, der erste, entstand aus einer Mischvorbereitung Bahn/Straße, mit Maximalumfängen von 190 Kilometern, aber einem hohen Qualitätsanteil und einer Persönlichen Bestleistung über 10.000m auf der Bahn 14 Tage vor meinem Debüt in Hamburg.
Marathontraining ist keine Hexerei, es bedarf nur einer ausgewogenen Mischung aus Fettstoffwechseltraining und der Schaffung einer hohen 10.000m Leistungsfähigkeit. Viel schwieriger erscheint es mir da schon, dass am Tag X alles passt: 100%-ige Fitness, gute Tagesverfassung, optimales Wetter, richtiges Renntempo, eine homogene Gruppe und eine schnelle Strecke.

Aber es müssen ja nicht unbedingt die 42km sein. Wichtig ist, dass Ihr Spaß am Laufen habt und wenn möglich mit Freunden, Bekannten oder Gleichgesinnten Eure Kilometer abspult, denn dann werdet auch Ihr sehen, um wie viel leichter das Training fällt, wenn man in der Gruppe läuft.

Ich wünsche Euch noch alles Gute bis zum nächsten Mal. Euer MB

Michael Buchleitner

Link: www.run4business.at

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