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Trainieren, bis es wirklich weh tun

Trainieren, bis es schmerzt - nur dann ist es effektiv. Nach diesem Motto „No pain, no gain” trainieren viele Kraftsportler. Denn je größer der Schmerz, desto effektiver ist das Training. Doch muss ein Training wirklich weh tun, damit es etwas bringt? Diese Frage lässt sich nicht ganz so einfach beantworten. Wie so oft, ist es von der Situation und Ausgangslage abhängig. Grundsätzlich sind Schmerzen immer ein Warnsignal des Körpers und fast immer eine Folge von Fehl- oder Überbelastungen. 

Auch einen Muskelkater sollte man nicht unterschätzen. Durch ein hartes Training oder ungewohnte, neue Bewegungen können feinste Faserrisse im Muskel entstehen.  Auf keinen Fall sollte man mit einem heftigen Muskelkater eine weitere intensive Trainingseinheit absolvieren. Man sollte dem Körper genügend Zeit zur Regeneration geben. Das Brennen der Muskulatur entsteht durch das Blutlaktat im Muskel. Dabei handelt es sich um Milchsäure, die gebildet wird, wenn Kohlenhydrate ohne ausreichend Sauerstoff verbrannt werden. Dieser Austritt der Milchsäure führt neben den Schmerzen zur Erschöpfung der Muskulatur.

Kraftraining

Es ist schon richtig, dass der Körper für den Muskelaufbau einen trainingswirksamen Reiz benötigt, um sich anzupassen. Muskeln wachsen nur, wenn sie über den aktuellen Leistungslevel hinaus gefordert werden. So werden Wachstumsreize ausgelöst. Ein Krafttraining bis zum völligen Muskelversagen ist effektiv, jedoch nur für sehr erfahrene Kraftsportler empfehlenswert. Als Hobbysportler sollte man sich auf die korrekte Ausführung der Übungen konzentrieren. Wenn man eine Übung nicht mehr richtig ausführen kann, sollte man diese abrechen. So reduziert man das Risiko von Fehl- und Überbelastungen.

Ein intensives Workout mit verschiedensten Intensitätsstärken, wo die jeweilige Muskelgruppe bis zum Muskelversagen gebracht wird, fordert nicht nur die eigenen Willenskraft, sondern auch den Körper. Schmerzen grenzen das Machbare bei solchen Trainingseinheiten ein. Je stärker die Willenskraft und die Motivation, umso weiter kann man in diesen Schmerzbereich trainieren. Die Obergrenze liegt dann beim Muskelversagen.

Beim Laufsport

Bei Laufeinheiten verhält es sich folgendermaßen: Für einen Wettkampf muss man sich als Läufer schon vorbereiten, um seine Zeit zu verbessern. Um schneller zu werden, muss man zwar nicht jedes Mal bis zum Zusammenbruch trainieren, jedoch sollte man schon härtere Laufeinheiten dazwischen streuen. Diese dürfen auch schmerzhaft sein, sie sollten aber nicht zu häufig durchgeführt werden. Laufanfänger bzw. Hobbyläufer sollten sich eher auf eine gute Grundlagenbasis fokussieren. Je besser die Grundlagenausdauer ist, desto mehr intensive Laufeinheiten darf und kann man dem Körper später zumuten.

Der Spruch „No pain, no gain” ist in seltenen Fällen und vielleicht im Hochleistungssport ernst zunehmen. Grundsätzlich ist es auch richtig, dass man in vielen Bereichen mit sehr hartem Training die größten Trainingseffekte erzielt, jedoch sind Schmerzen immer zu vermeiden. Es ist wichtig, dass man auf seinen Körper hört. Schmerzen sollten auf gar keinen Fall ignoriert werden. Daher sind Regenerationszeiten besonders wichtig, damit man langfristig Spass am Training hat und Erfolge erzielt. Und das alles ganz ohne Schmerzen.  
 

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15.05.2019, 11:00:00
Foto: pixabay.com
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