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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Sinnhaftigkeit von Triathlon-Trainingscamps

Auf die richtige Planung und die Disziplin kommt es an

Jeder Triathlet, der etwas auf sich hält, fährt mindestens einmal pro Jahr auf Trainingslager. Italien, Spanien, Portugal oder etwa Kroatien laden herzlichst dazu ein. All-inclusive-Packages vom Feinsten werden mittlerweile angeboten, ob man nun drei Trainer, „artgerechtes Essen“ oder Neopren- und Zeitfahrmaschinenverleih benötigt, man bekommt dort alles. Natürlich zu seinem Preis, wohlgemerkt. Bringen solche Trainingswochen wirklich so viel oder schießen sich die meisten dort so richtig ab und können den Rest der Saison, die meist noch nicht einmal begonnen hat, dann gleich wieder vergessen?

Erste Sonnenstrahlen verleiten
Die ersten Sonnenstrahlen und ein paar Bier, die man am Vorabend mit seinen Kumpels getrunken hat, verleiten dazu zu Radausfahrten, die für den Zeitpunkt der Saison viel zu lang, zu intensiv und zu schwer (weil oft zu bergig) sind. Anstatt der geplanten zwei GA-I-Stunden im Sattel (und der darauffolgenden lockeren 40-minütigen Laufeinheit, auf die am späteren Nachmittag dann eine Athletik- oder Schwimmeinheit „kurz“ folgen sollte) werden schnell einmal 150km im Renntempo mit Abhängen und einzelnem „Eintrudeln“ im Terrassen-Cafe des Sporthotels. Der Letzte zahlt zumindest die ersten beiden Runden. Man sitzt zusammen, plaudert, ist selig, fühlt sich unheimlich wohl, ganz am Ende hat man aus zweierlei Gründen ein schlechtes Gewissen: erstens lehnt und wackelt man immer noch in den verschwitzten Radklamotten herum, die Sonne ist noch nicht so warm, dass man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen könnte, dass man sich nicht verkühlt; und zweitens hat man wieder zu viel getrunken, weil es so lustig und so nett und so schön war. 

Also am nächsten Tag „zur Strafe“ 160km, wieder um die Wette. Das geht ein paar Tage lang gut, dann wird der Erste krank, der Zweite ist verletzt, man selbst hält das alles zwar vielleicht gut aus, aufs Laufen und vor allem aufs Schwimmen verzichtet man gänzlich. Zurück in die Heimat kommt man als halber Alkoholiker, mit zwei Kilo mehr auf den Rippen - trotz der erklecklichen Anzahl an Trainingskilometern. Man hat eigentlich überhaupt keine Grundlagenkilometer gemacht. Man ist wieder einmal draufgekommen, dass Triathlon an und für sich nur aus einer einzigen Sportart, dem Rad fahren, besteht. Stabilisationsübungen oder Athletiktraining ist doch nur für Fitnessgurus, aber sicher nichts für Triathleten. 

Klingt wie eine schlechte Story?
Mag sein, aber in etwa so rennt ein Großteil der Triathlon-Trainingscamps ab. Außer, dass solche Wochen lustig sind, zumindest die ersten zwei, drei Tage, bringen sie nicht wirklich das, was ehrgeizige Triathleten sich wünschen. Darum sollte man von Zuhause aus planen. Sowohl die Schwimmbahnen, die man reserviert, die Trainingseinheiten, die durchaus einen Radschwerpunkt beinhalten dürfen. Diese sollten allerdings unbedingt auch die ersten Rad-Lauf-Kombi-Einheiten beinhalten; und selbstverständlich auch die Athletik-Einheiten (denn ohne Stabi, Dehnen und Kräftigen hält man – zumindest langfristig gesehen – ein „Mehr“ an Kilometern nicht aus). 

Wie das geht?
Mit Disziplin! Man kann durchaus sagen, dass Triathlon aus sechs der eben Genannten besteht: Schwimmen, Rad fahren, Laufen, Wechseln, Athletik und Disziplin! Klar darf man einmal auch zusammen sitzen im Trainingscamp und vielleicht etwas über die Stränge schlagen. Klar darf man einmal auch statt der geplanten 100km 120 fahren. Dennoch werden am Ende des Tages diejenigen als Sieger hervorgehen, die mit Köpfchen an die Sache herangehen. Die, die sich ausschließlich von ihren Emotionen und jenen der anderen leiten lassen, gehen vielleicht ein in die „Geschichte“ als Sieger am Puig Major, und das im Dezember/Jänner oder Februar, beim Ironman im Juli kräht aber kein Hahn mehr nach so etwas. 

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28.11.2018 09:00:00
Foto: MaxFun Sports
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