MaxFun Sports Laufsport Magazin

Die Zeit der Duathlons ist da!

04.05.2012, 12:00:00
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© MaxFun.cc/K.Köb

Die Duathlon-Saison hat begonnen. Allerorts finden sie jetzt statt, die harten Zweikämpfe, die aus Laufen, Radfahren, Laufen bestehen.

Und im Vergleich zu den meisten Hobby-Wettläufen ist dort das Niveau nochmal um ein Eck höher. Anfangskilometerzeiten von 3:00 und darunter sind keine Seltenheit, und da ist man teilweise noch nicht mal in der Spitze! Aber auch die Rad- und abschließenden Laufleistungen lassen nicht zu wünschen übrig.

Wie holt man sich nun den letzten Feinschliff für diesen sehr speziellen Bewerb? Dass „Run-bike-runs“ (frühere Bezeichnung, hie und da nennt man sie heute noch so) kein Honiglecken sind, ist zumindest allen klar, die schon mal bei einem solchen partizipiert haben. Die besondere Härte zeichnet sich vor allem darin ab, dass nach dem Rad fahren noch mal schnell gelaufen werden muss. Und zwar verdammt schnell.

Sie könnten jetzt einwenden, dass dies auch bei einem Triathlon der Fall ist, da haben Sie zwar Recht, nur bei einem Triathlon besteht die erste Disziplin aus der Fortbewegung im Wasser. Das ist auch nicht ganz leicht, aber beim Duathlon schmerzen die Beine noch mehr, allerdings schon beim Sprung aufs Rad. Viele wählen daher folgende Taktik: Schnell anlaufen, gegen Ende des zweiten Drittels der ersten Laufstrecke eine Spur nachlassen und nicht mehr ganz voll zur WZ (Wechselzone), einen leichteren Gang losfahren, erst kontinuierlich hochschalten. Das Radfahren ähnlich anlegen wie den ersten Lauf, gegen Ende also wieder zurückschalten, die letzten 2-3 Kilometer nicht mehr ganz voll, damit die Beine nicht zu dick sind, wechseln, nicht zu schnell loslaufen, und letztendlich rausholen, was geht.

Wichtig ist – vor allem bei kurzen Bewerben – die Vorbereitung in der WZ. Am besten zwei Paar Laufschuhe verwenden! Aus dem ersten Paar muss man schnell und gut rauskommen, in das zweite Paar schnell hinein. Hier kann ein Plastikschuhlöffel Wunder wirken, vor allem, wenn es kalt und regnerisch ist. Der Wechsel aufs Rad sollte im Training ordentlich geübt sein; die Radschuhe sind VOR dem Losfahren bereits eingeklickt in die Pedale und mit Gummiringen so befestigt, dass sich die Kurbeln während des Hinauslaufens aus der WZ nicht bewegen – wie beim Triathlon eben. Sehr wichtig ist bei kurzen Duathlon-Bewerben die Kenntnis der Wettkampfstrecke. Geht es etwa zu Beginn der Radstrecke gleich knackig bergauf, so sollte man dies im Training des öfteren simuliert haben. Da wird es nämlich klarerweise nichts mit dem „Locker-Losfahren“, da geht´s gleich voll zur Sache. Wer das nicht gewohnt ist, „steht“ quasi am ersten Anstieg, und die Gegner knallen vorbei, dass es nur so eine Freude ist.

Generell müssen beide Wechsel trainiert werden. Denn Rad fahren nach einem (fast) voll gelaufenen 10er ist auch nicht gerade einfach, die Beine schmerzen, normalerweise ist man da ja schon im Ziel (etwa nach einem 10-km-Straßenlauf, den man in der Vorbereitung sicher „mitgenommen“ hat). Beim Duathlon beginnt der Wettkampf hier zum zweiten Mal. Zum dritten Mal dann beim neuerlichen Wechsel zum abschließenden Lauf. Eine beliebt Trainingseinheit wäre da z. B.: Rad fahren über 90 Min, die ersten 75 locker, dann 15 im Zeitfahrmodus hart bis (fast) voll, gleich darauf Laufen, die ersten 10 Min voll, die restlichen 20 Min locker. Dann könnte man noch 30 Min locker auf dem Rade ausrollen. Wer jetzt noch nicht auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich gleich im Internet nach ein paar „Run-bike-runs“ umsehen und einfach mit Vollgas hineinstarten.

Christian Kleber (MAS)

Link: www.MaxFun.cc

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