MaxFun Sports Laufsport Magazin

Die richtige Zieldefinition für das kommende Laufsportjahr

18.10.2011, 12:00:00
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© MaxFun.cc/K.Köb

Wie sieht Deine Planung aus? Denn Ziele müssen intelligent durchdacht und formuliert werden, sonst spießt es sich an allen Ecken und Enden.

Wie bringt man es fertig, ein Ziel so zu formulieren, dass es nicht zu leicht und nicht zu schwer zu erreichen ist? Und wie bringt man es fertig, bei der Vielzahl an möglichen Wettkämpfen, bei denen man mitmachen möchte, sein Ziel (und damit die Rechtfertigung der Wettkämpfe davor) nicht aus den Augen zu verlieren? Schwierig, sogar Spitzensportler (oder deren Trainer und Manager) verkalkulieren sich hie und da und ihre Sportler sind am Tag X eben nicht in Höchstform (sonst gäbe es mitunter ja viele Sieger auf einmal, beispielsweise auf Hawaii). Allerdings wird die Dichte in den letzten Jahren immer komprimierter, eben weil sehr viele Fehler, die man früher gemacht hat, nicht mehr gemacht werden.

Vollziehen wir einen Schwenk ins Hobbylager. Ein sehr beliebter Fehler etwa ist der, dass Kraut und Rüben zusammengemischt werden. Man kann eben nicht in einer einzigen Saison ordentlich Marathon laufen und gleichzeitig (oder knapp danach) bei Sprintdistanzen im Triathlon reüssieren. Klar kann man bei beiden Veranstaltungen starten und finishen, man kann auch 100 Marathonläufe pro Jahr absolvieren, bloß wird man auf diese Art und Weise nie sein persönliches Maximum erreichen. Eine junge ambitionierte Sportlerin z. B., die in der nächsten Saison „einiges“ im Kurztriathlon erreichen möchte (und zwar im Juni und Juli), will außerdem knapp davor beim VCM den Halbmarathon „einigermaßen“ schnell laufen.

Erstens einmal sind die Zielformulierungen mit den Wörtern „einiges“ und „einigermaßen“ viel zu schwammig. Das kann alles heißen. Zweitens wird die junge Athletin niemals schnell laufen können über die 2,5 - 5km, wenn sie Monate davor ein umfassendes Halbmarathontraining absolviert hat. Viel intelligenter wäre es, sich z. B. nur auf den Triathlon zu konzentrieren und zu versuchen, schneller zu werden, sprich Intervalle und kurze Wettkämpfe zu laufen. Durch das doch recht umfassende Lauftraining für den Halbmarathon kämen klarerweise auch das Schwimm- und Radtraining zu kurz (obwohl das Lauftraining natürlich auch einen großen Stellenwert im Dreikampf hat, dennoch sollte - wenn man sein persönliches Maximum erreichen möchte - etwas fokussierter vorgegangen werden).

Anderes Beispiel: Man hört oft von Sporteinsteigern, dass sie gleichzeitig Muskeln aufbauen (also am besten einen Körper haben wollen wie ein griechischer Gott) UND sich im Laufen so verbessern möchten, dass sie beim nächsten VCMeine recht passable Marathonzeit hinknallen können. Ebenfalls ein schwieriges Unterfangen; je mehr Muskulatur, desto mehr Sauerstoffverbrauch, desto langsamer läuft man. Auf der anderen Seite; je weniger Muskulatur, desto mehr Aussehen eines Spargel-Sultans, desto weniger Auftrag beim anderen Geschlecht. Denken viele, doch was denkt eigentlich das andere Geschlecht…?

Ziele müssen intelligent durchdacht und formuliert werden, sonst spießt es sich an allen Ecken und Enden. Wunder gibt es keine, dessen muss man sich bewusst sein. Und der Tatsache, dass es wahrscheinlich auch in 100 Jahren noch alle möglichen Wettkämpfe geben wird, man also genug Zeit hat, zuerst z. B. Kurztriathlon und irgendwann mal Marathon oder Ultraläufe auszuprobieren. Für die meisten gilt außerdem, dass sie darauf achten sollten, zuerst einmal schnell zu werden (also bei kürzeren Wettkämpfen mitmachen und für diese trainieren), und später diese Schnelligkeit dann auf längere Distanzen mitnehmen. Nicht zuletzt, weil Erfahrung auch geduldiger macht, etwa im Marathon…in diesem Sinne - hang loose!

Christian Kleber (MAS)

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