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Wie teilt man sich sein Rennen nun am besten ein?

11.08.2010, 12:00:00
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Kärnten Läuft am 22. August - ein optimal gelaufener Halbmarathon muss geplant sein.

All diejenigen, die oft in oder gar aus Kärnten sind, werden es bestätigen können; Kärnten ist ein Wahnsinn, gemeint ist heute die einmalige Seen- und Berglandschaft, die zum Wandern, Radfahren, Bergsteigen, Schwimmen, Beachvolleyballen etc. einlädt. Nicht zuletzt auch zum Laufen, am 22. August ist er wieder, der Klagenfurt-Halbmarathon, der von Velden - mit einer kleinen Zusatzschleife in Krumpendorf - nach Klagenfurt führt. Die Strecke, bekannt vom Radbewerb beim Ironman Kärnten - und sicherlich vielen von diversen Radausfahrten, die in dieser Gegend durchaus auch etwas unglimpflicher enden können - ist, nicht zuletzt, weil sie durch die pittoreske Gegend entlang des Wörthersees führt, sauschnell.

Wie teilt man sich sein Rennen nun am besten ein? Mehrere Faktoren spielen mit; erstens der Trainingszustand, der für eine PB (personal best) bei einem Halbmarathon (meist) tadellos sein muss - außer es handelt sich um den allerersten HM, dann wird´s, so man finisht, klarerweise eine PB. Zweitens das Wetter, hat es 25 und mehr Grad, wird´s schwierig. Aber auch zwischen 15 und 25 Grad kann man seine neue PB eventuell abschreiben, wenn man seine alte PB zwischen 5 und 10 Grad gelaufen ist, das ist nämlich laut einer Studie die ideale Temperatur für Rekordversuche. Drittens die Renneinteilung. Wer zu schnell beginnt, scheitert meistens. Beinahe sämtliche Weltrekorde auf den Langstrecken wurden bislang mit einer etwas verhalteneren ersten und einer etwas schnelleren zweiten Hälfte erstellt. Das Verhältnis liegt bei ungefähr 50,5 zu 49,5. Einfaches Beispiel; wer vorhat, in 100 Minuten (also 1h40Min) ins Ziel zu gelangen, sollte den ersten Viertelmarathon circa in 50Min30s und den zweiten circa in 49Min30s Minuten rennen. Wer sich von Beginn an unglaublich toll fühlt und etwa in 47Min anläuft, wird mit ziemlicher Sicherheit große Probleme auf der zweiten Streckenhälfte bekommen.

Gefühl ist generell gefragt, denn der Mensch ist ja schließlich keine Maschine. Seine Marschtabelle auf Punkt und Strich durchzuziehen ist zwar meist ein hehrer Vorsatz, bloß funktioniert das Unterfangen oftmals nicht. Ein Bierchen zu viel am Vortag, ein Stückchen Riegel zu wenig vor dem Start oder schlicht eine offene (weil nicht verklebte oder eingecremte) Brustwarze haben so manche durchaus mögliche Vorhaben verhindert. Ein optimal gelaufener Halbmarathon muss geplant sein; bei km ? esse ich mein 1. und/oder 2. Powergel, bei km ? trinke ich ein, zwei Schluck isotonisches Getränk usw.

Gehen Sie Ihren "optimalen" Wettbewerb mehrmals in Gedanken durch, gerade in der Woche davor, versetzen Sie sich in Ihre Beine, in den (möglichen) Schmerz, fühlen Sie, wie tief, gleichmäßig und doch recht schwer Sie atmen werden. Unmittelbar vor dem Wettkampf ein wenig einlaufen, ein, zwei Steigerungsläufe, beim Lauf selbst konzentriert sein, nicht unbedingt - weil man ja "eh so einen niedrigen Puls hat" - mit dem Nebenläufer quatschen (wer das kann, gibt nicht alles…), Schritt für Schritt, Herzschlag für Herzschlag in Richtung Klagenfurt steuern. Und wenn´s so gegen km 15, 16 so richtig hart wird, nicht verzweifeln, dort sollte es auch hart sein, stellen Sie sich einfach vor, Sie wären ein riesiger Tornado, den nichts aufhalten kann, oder ein schwarzer Panther (mit oder ohne "h", gilt beides…), der grazil, ökonomisch und majestätisch beinahe fliegt; im Ziel heben Sie die Hände, egal, ob Sie erreicht haben, wovon Sie träumten oder nicht; positive Stimmung verbreitend lebt es sich auch in Augenblicken der Niederlage (die es aber sicher nicht wird!) leichter! Come on now!  

C.K

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