MaxFun Sports Laufsport Magazin

Beim WACHAUmarathon am 19. September beim Halbmarathonbewerb am Start

14.09.2010, 12:00:00
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Michael Schmid im MaxFun.cc-Interview u.a. zum Start betreffend WACHAUmarathon, welcher am 19. September zum 13ten Mal stattfindet.

Mit 16 Jahren zum Laufsport gekommen, quasi als Quereinsteiger vom Fußball (Michaels Vater war leidenschaftlicher Verfechter dieser Sportart), zeigte sein Karrierepfad steil nach oben. Sein Lehrer wollte ihn zunächst gar nicht starten lassen beim örtlichen Crosslauf, da er kein Schüler der Sportschule war, darum musste er zunächst in einem Ausscheidungslauf reüssieren; die Lehreraugen kullerten bei diesem allerdings beinah auf den Boden, gewann Michael doch mit über 2 Minuten Vorsprung und wurde hernach auf Anhieb 2. bei den Cross-Meisterschaften.

Mittlerweile kommt der Langstreckler in einer Halbmarathon-Vorbereitungsphase - wie beispielsweise jetzt gerade eine solche stattfindet, der "Halbe" in der Wachau steht an - auf 150 - 160 km/Woche. Ein "lockerer" Dauerlauf sieht da etwa so aus, dass er eine „7-km-und- noch-was-Runde“ um einen oberösterreichischen See 3-4mal läuft, dabei die ambitionierten Wanderer bis zu 3x überholt, was diese mehr als erstaunt, schlimm (für alle ambitionierten HobbyläuferInnen) ist nur das "lockere" Tempo von ca. 3Min30/km - das entspricht 17km/h. Auf die Frage, wie sein härtestes Intervalltraining auf der Bahn ausgesehen hat, weicht Michael ein wenig aus - wahrscheinlich deshalb, weil man bei einer 10-km-Bestzeit von 28Min54s bei den 1000ern dann um oder unter 2Min50/km rennen muss, und daran erinnert man sich wohl lieber nicht. Die Vorbereitung auf die Wachau läuft gut, beim 21,1-km-Lauf in Kärnten ("Kärnten läuft 2010"-Halbmarathon) konnte Michael relativ locker den besten Österreicher darstellen, und so mag durchaus seine eigene Bestzeit von 1h03Min43s drin sein in der Wachau - wenn auch der Wind aus der richtigen Richtung weht.

Neben seinem Studium (Ernährungswissenschaften) arbeitet der schnelle Mann für ein paar Stunden in einem Fitnesscenter und mimt dort auch einmal wöchentlich den Lauftrainer - seit kurzem erst. Dass dort nicht alle sein "lockeres" Tempo mitgehen können, hat er schnell eingesehen, gleich auch den Begriff "Laufen" neu, und vor allem nicht unironisch, definiert; "…eine Fortbewegungsart, bei der man so schnell von einem Bein aufs andere wechseln muss, dass man nicht zur Seite kippt…". Dass Michael aber höchsten Respekt vor allen Menschen, die sich im Sport versuchen, hat, beweist nicht zuletzt seine Art und Weise, wie er über seine Eltern (ohne die er niemals die Möglichkeit gehabt hätte, derart erfolgreich zu werden) spricht - aber ein gewisses Maß an sarkastischer Beobachtung des menschlichen Tuns darf man sich wohl beibehalten.

Sein nächstes großes Ziel ist die Hallen-Europameisterschaft in Paris, wo Michael über 3.000m starten wird, das Limit von etwas über 8Min sollte eigentlich kein allzu großes Problem darstellen. In fernerer Zukunft sieht Michael sich wie wohl die meisten ehrgeizigen SportlerInnen bei den Olympischen Spielen; Potential ist sicherlich genug da. Wichtig ist dabei sicherlich, dass er so verletzungsfrei wie möglich bleibt, ausgleichend zum Lauftraining fährt Michael daher immer wieder ganz locker Ergometer, macht Stabilisations- und Krafttraining, hält aber nicht viel vom Dehnen - "ein Rennpferd hat schließlich auch erst selten jemand dehnen gesehen…".

Mit seiner so lockeren, selbstkritischen und selbstironischen Einstellung ist er mit Sicherheit davor gefeit zu sehr zu verkrampfen. MaxFun.cc wünscht Michael Schmid viel Glück für die Zukunft!

Christian Kleber (MAS)

Link: www.MaxFun.cc

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