Hinweis zu Cookies.

Wir benutzen Cookies um sicherzustellen, dass unsere Website richtig funktioniert und um Statistiken über das Verhalten unserer Benutzer zu sammeln. Durch die Nutzung dieser Website akzeptieren Sie den Einsatz unserer Cookies.

MaxFun Sports Laufsport Magazin

Über Wettkampfeinstellung und ehrliche Läufer

23.03.2013, 12:00:00
Foto:
© MaxFun.cc

Laufsport Veranstalter sind meistens mit Herz und Seele das ganze Jahr beschäftigt um einen tollen Event zu organisieren.

Es macht einen großen Unterschied, ob man einen Wettkampf mit Startnummer läuft oder "eben so mal irgendwie" mitrennt. Mitläufer gibt es viele, sie stellen sich an den Start, ohne zu bezahlen, einfach, um doch das Wettkampf-Feeling, die Wettkampf-Atmosphäre, zu inhalieren, um dadurch mehr „hinhalten“ (als beim Training) zu können. Oder sie schlüpfen irgendwo nach 300m durch den Zaun hinein in die Strecke und mischen sich unter die Startnummern-Läufer. Dennoch ist da ein gewaltiger Unterschied.

Der berühmte Fernsehkommentator vom Profi-Radrennen Mailand-San Remo hat es auf den Punkt gebracht:
Viele Teams fahren die knapp 300km lange Strecke vor dem eigentlichen Rennen ab, dabei werden sämtliche "Schupfer" mit dem kleinen Kettenblatt genommen, mit deutlich verminderter Geschwindigkeit. Im Rennen selbst knallt man dann mit dem großen Kettenblatt und wohl doppelt so schnell drüber und findet nicht einmal etwas dabei. Hier ist der Unterschied noch einen Tick größer, denn die Fahrer haben im Training weder Startnummern oben, noch handelt es sich um ein Rennen, das sie sozusagen "schwarz" mitfahren.

All das soll heißen, dass man - ohne "richtig dabei zu sein" - doch um einen ganzen Zacken langsamer ist. Abgesehen davon, dass es sicher den Veranstaltern gegenüber nicht besonders fair ist, wenn man ohne Nummer mitläuft und sich vielleicht auch noch an den offiziellen Verpflegestellen "vergreift". Aber von der Einstellung her ist ein Wettkampf, den man offiziell absolviert, einfach gänzlich anders als ein schnelleres Training. Wer z. B. ein 5-km-Bahnrennen im 3:30er-Schnitt runterklopfen kann, wird sich im Training teilweise schon mit dem 4-er-Schnitt (etwa bei einem 20-minütigen Tempodauerlauf) schwer tun. Und sich oft nicht einmal annähernd vorstellen können, wie er beim Wettkampf dann 30 s/km schneller sein soll. Aber die Erfahrung lehrt den Läufer/Radfahrer/Triathleten, dass Training eben Training ist, und Wettkampf eben Wettkampf.

Da nützt es dann auch nichts, wenn man "schwarz" bei einem Wettlauf startet, denn im Zweifelsfall kann man ja getrost die letzte Schleife auslassen und sich ein paar Minuten später wieder unters Läufervolk mischen - es steht ja nirgendwo. Diejenigen, die "bloß" als Pacemaker für andere starten - z. B. 10km Tempo machen für einen Halbmarathonläufer - haben es da auch nicht viel leichter. Außer sie sind deutlich stärker als ihr "zu Ziehender". Ist dem nicht so, bleiben Abkürzungs-Ideen oder dergleichen meist nicht aus, denn dem Freund ist es ja meist recht egal, ob sie zwischen km 12 und 13 mal "alleine" (es sind ja meist recht viele andere rundherum…) laufen müssen oder nicht.

Die Quintessenz des hier zu Lesenden soll einfach sein, dass man sich vom Training oder von Tempodauerläufen bei Wettkämpfen, bei denen man NICHT als Wettläufer teilnimmt, nicht zu viel erwarten darf/soll. Ein Wettkampf ist ein Wettkampf! Basta. Das bedeutet aber, dass man sich für einen Wettkampf auch mental ordentlichst vorbereiten muss, so man optimale Leistung bringen möchte.

Und wer demnächst vorhat, irgendwo "schwarz" zu starten, der sollte sich im Vorfeld gut überlegen, was genau er bei dem Wettlauf machen oder erreichen möchte. Fakt ist, dass die meisten Veranstalter dies aus Liebe zum Laufsport organisieren und jeden Euro benötigen. Vor allem Events mit weniger als 2.000 Teilnehmern finden heutzutage kaum einen Sponsor - und wenn dann bringt dieser meistens Sachspenden ein, selten aber Bares. Und wer glaubt das große Events riesige Gewinne machen, der sollte sich mal durchrechnen was Strassensperren, Mitarbeiter, Medaillen, Rettung, Zeitnehmung usw. für Kosten verursachen.

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass selbst Laufsport-Cups mit mehreren Veranstaltungen Verluste machen. Wir von MaxFun haben seit mehreren Wochen versucht Finisher T-Shirts für einen befreundeten Veranstalter mit etwa 1.500 Läufern aufzutreiben - zum Glück mit Erfolg. Dennoch war es auch für uns als größte Laufsport Webseite ungemein schwierig. Darum besten Dank an alle ehrlichen Läufer die Veranstalter mit ihrem Startgeld unterstützen. Dies hilft die Qualität von Laufsport-Events zu erhalten!

C.K - MaxFun.cc

Link: www.MaxFun.cc

relevante Artikel
Training

Effektives Training mit Intervallen

Das Intervalltraining hilft beim Abnehmen
Frauen Fitness

Stärkung der Körpermitte

Core-Training für einen starken Rumpf
Laufsport

Zeit für eine Lauf-Pause

Wenn das Laufen zur Qual wird und es nicht mehr geht
Training

Trainingsvorsätze für das neue Jahr

Die neue Saison mit richtigen Vorsätzen und Zielen starten
Tipps & Trends

Deine Gesundheit ist dein Erfolg

New in town Urban Fitness Vienna
Training

Workout-Übungen

Hier sind ein paar Trainingsvorschläge fürs Fitnesscenter
Training

Laufen bei widriger Witterung

Damit ist man für jedes Winter-Wetter gerüstet
Album Laufsport Damals - Wer kann sich erinnern? / 04.02.2017
MaxFun Sports
Themen
Vienna City Marathon
Vienna Night Run
Salzburg Marathon
Graz Marathon
Spartan Race
Red Bull 400
Frauenlauf
Business Run
Strongmanrun
B2Run
Firmenlauf

Wir informieren und unterhalten Sportler, Sportinteressierte und Veranstalter. www.maxfunsports.com gibt es seit 1999 und ist die führende österreichische Laufsport Plattform.