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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Wo ist die Kokosnuss?

18.07.2012 12:00:00
Foto:
© MaxFun.cc/GW

Eine Studie besagt sogar, dass Jogger mit Kokosnuss-Wasser deutlich länger laufen konnten als mit handelsüblichen Elektrolytgetränken.

"Wo ist die Kokosnuss, wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut?" Tja, das möchten wir alle gern wissen, doch bereits aus unseren Kindertagen wissen wir, dass sie einfach weg ist. Dabei handelt es sich gar nicht um eine "Nuss" im herkömmlichen Sinn, sondern um eine einsamige Steinfrucht, die der Kokospalme entspringt. Die wiederum verbinden die meisten Menschen unweigerlich mit dem Süden, den Tropen, dem Urlaub, wobei die Temperaturen hierzulande Kokospalmen auch bald dazu einladen werden, sich hier so richtig anzusiedeln. Liebt doch die gemeine Palme eine Durchschnittstemperatur von 27 Grad Celsius, der kälteste Monat sollte auch keine mittlere Temperatur unter 20 Grad aufweisen. Dann gibt die bis zu 30 m hohe und sehr flexible (und damit wind- oder gar sturmunanfällige) Palme ab der zwölften Ernte tüchtig Ertrag, die Früchte wiegen ca. 1-2,5 kg und werden teilweise von Makaken-Affen solange gedreht, bis sie endlich runterfallen. Für die Affen ein Spiel, für die Menschen Ertrag. Verheddert sich ein Äffchen allerdings, so verliert es oft die Lust am Spielen, kein Ertrag für die Menschen mehr. Daher sind gutes Abrichten und routiniertes Zurufen sehr gefragt.

Die durchschnittliche Kokosnuss enthält pro 100 g 36 g Fett, 4,8 g Zucker, 4 g Eiweiß, 45 g Wasser, 9 g Ballaststoffe und extrem viel Selen. Selen wird ja vieles nachgesagt, die neuesten Studien allerdings weisen - um es kurz und bündig auszudrücken - Selen nicht unbedingt als perfektes Prophylaxe-Allheilmittel aus.

In Indonesien, auf den Philippinen und in Indien werden die meisten Kokosnüsse geerntet. Das mag mitunter auch der Grund sein, warum man sich ausgerechnet in diese Länder versetzt sieht, wenn man Pina Coladas oder Batida de Cocos trinkt, diese Cocktails enthalten relativ viel Kokosmilch. Diese wiederum entsteht, indem das Fruchtfleisch mit Wasser püriert und die Mischung durch ein Tuch ausgepresst wird. Die aromatische, milchige Flüssigkeit enthält ca. 15-25% Fett.

Doch die Zeit bleibt nicht stehen, selbst die angesagtesten Alkoholiker stehen seit neuestem auf etwas weniger Kalorienhaltiges. So mischt man heutzutage in Longdrinks oft nicht mehr die Kokosmilch, sondern das Kokosnuss-Wasser, das aus dem Inneren der Nuss stammt. Der süßliche Geschmack ist beliebt, genauso wie die darin enthaltenen Vitamine C, B und vor allem Eisen, Natrium, Kalzium und Magnesium. Überdies findet sich im Kokosnuss-Wasser die Fettsäure Laurin, die auch in der Muttermilch enthalten ist.

Wer eher sportlich unterwegs ist, kann ebenfalls vom Kokosnuss-Wasser profitieren. Dieses ist in seiner Zusammensetzung ähnlich dem Blute, also isotonisch. Eine Studie besagt sogar, dass Jogger mit Kokosnuss-Wasser deutlich länger laufen konnten als mit handelsüblichen Elektrolytgetränken. Es kam angeblich auch nicht zu Magenproblemen.

Zahlreiche Prominente schlürfen es schon, das Kokosnuss-Wasser in all seinen Varianten. Bleibt nur abzuwarten, ob auch dahintersteckt, was man sich so erhofft. Nur allzu oft steht ja finanzielles Interesse an erster Stelle. Fakt ist klarerweise, dass es sich bei all den Leckereien, die man sich aus Kokos-Früchten holen kann, um natürliche Produkte handelt. Fakt ist aber auch, dass diese zunächst um den halben Globus gekarrt werden müssen (so sie nicht einzeln herübertreiben, wie dies auch schon oft der Fall gewesen war), um bei uns "genützt" werden zu können. Und ob sich das auf Dauer auszahlt - wer weiß.

Christian Kleber (MAS)

Link: www.MaxFun.cc

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