MaxFun Sports Laufsport Magazin

Langlaufen eine koordinativ höchst anspruchsvolle Sportart

05.01.2011, 12:00:00
Foto:
Steiermark Tourismus / Himsl

Top Koordinationstraining

Sie gehören zu der Spezies der erfolgreichen Läufer, Dua- oder Triathleten oder gar zu den selten gewordenen Radrennfahrer, die vieles, wenn nicht alles gewinnen? Oder zumindest auf Bezirksebene gut bis sehr gut mithalten können? Und wollen heuer im Winter mal was Andres probieren, Klettern oder Skitourengehen, Boogie-Woogie-Tanzen oder Langlaufen?

Dann seien Sie bitte demütig, ein wenig zumindest. Denn wenn Sie etwa noch nie zuvor in Ihrem Leben auf Langlauflatten gestanden sind, werden Sie sich, so Sie kein übermäßiges Koordinationswunder sind, anfangs recht schwer tun. Aber hauen Sie die Schi nicht gleich nach fünf Minuten den Hang hinunter, brüllen oder weinen Sie nicht, lamentieren Sie nicht einmal. Klar, als Sie zu laufen begonnen haben, und damit ist trainingsmäßiges Laufen gemeint, sind Sie auch nicht alle zwei Meter hingefallen und konnten kaum aufstehen - als Sie allerdings noch ein Kleinkind waren, schon. Mit Nachahmung, indem Sie die Erwachsenen, die bereits stehen und gehen konnten, beobachtet haben, haben Sie dann nach und nach gelernt zu stehen. Und ähnlich wird es Ihnen auch beim Langlaufen oder Klettern gehen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, außer beim Klettern.

Nun ist Langlaufen eine koordinativ höchst anspruchsvolle Sportart, die Ihnen, wenn Sie sie beherrschen, unheimlich viel für Ihr Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur Ihres ganzen Körpers bringen wird. Wenn Sie sie beherrschen. Und dazu müssen Sie zunächst einmal sich selbst beherrschen. Klar ist es blöd, wenn absolut unsportlich aussehende Typen Sie am ersten Hügel stehenlassen, noch dazu im klassischen Stil - und Hand aufs Herz, die machen nicht mehr als Schneewandern - aber SIE sind halt noch nicht so weit.

Klar ist es blöd, wenn Sie bei Ihrer ersten Abfahrt nach kurzer Zeit am Hintern sitzen - vor allem, wenn die Abfahrt gar keine solche ist - aber wie gesagt, aller Anfang ist schwer. Und mit ein bisschen Geduld ersparen Sie sich sogar sämtliche Wutausbrüche und berstende Stöcke. Versuchen Sie doch einfach die wunderbare Umgebung mit pittoresk schneebehangenen Zweigen und Bäumen und Ästen zu genießen. Die frische, schneidende Luft, den saukalten Wind, der Ihnen in sämtliche Ritzen fährt, dass es eine Freude ist. Die lange und gefährliche An- und Heimfahrt mit dem geliebten Auto, das Schneekettenanlegen, das man gar nicht oft genug üben könnte, die kleine Autopanne irgendwo in der Pampa, wo sich Fuchs und Hase (oder Bär und Wolf?!) gute Nacht sagen. Hören Sie mal, Sie leben nur einmal, was wollen Sie denn Ihren Enkeln mal erzählen, hm? Sein Sie doch froh, dass Sie am Beginn dermaßen scheitern, das müssen Sie, um später den Erfolg mehr schätzen zu können. Ebenso wie beim Klettern, da sind Wesen in den Wänden unterwegs, die Ihnen bei Wettläufen nicht mal auffallen würden. Menschen, die auf ihren eigenen Websites damit prahlen, Marathon in 6 und mehr Stunden zu "laufen". Die klettern Ihnen nun was vor, tanzen Ihnen auf der Nase rum, nicht mal den ersten Griff schaffen SIE, DIE aber brauchen nicht mal ihre Hände dazu. Na und! Wenn Sie sich ganz blöd anstellen, üben Sie zunächst mal die Stiegen in der Kletterhalle hochzuklettern, mit Sicherung versteht sich, und werden Sie verdammt nochmal endlich eines; DEMÜTIG!

Sie mögen vielleicht schnell laufen oder radeln, aber es gibt viele Menschen, die was Andres viel besser können als Sie! Und warten Sie einfach auf nächste Saison, da ist von Klettern oder Langlaufen keine Rede mehr. Dafür haben SIE etwas zum Erzählen, und neue Erfahrungen gewonnen und neue Freunde.

Christian Kleber (MAS)

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