Hinweis zu Cookies.

Wir benutzen Cookies um sicherzustellen, dass unsere Website richtig funktioniert und um Statistiken über das Verhalten unserer Benutzer zu sammeln. Durch die Nutzung dieser Website akzeptieren Sie den Einsatz unserer Cookies.

MaxFun Sports Laufsport Magazin

Mehrkampf-Meeting: Götzis und Co

Wie man zu Leichtathletik-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen kommt

Das wohl am besten besetzte Mehrkampf-Meeting der Welt findet seit 1975 jährlich im Mösle-Stadion in Götzis/Vorarlberg statt. Natürlich, werden jetzt einige Experten sagen, wo sonst. Aha, die anderen, die vielleicht selbst gerne laufen gehen oder Outdoor-Sportler sind, über die Medien aber nur die großen Sachen mitbekommen wie z. B. den Vienna City Marathon oder den Frauenlauf im Prater. Ohne jetzt die beiden letztgenannten Sportereignisse respektive deren Wertigkeiten schmälern zu wollen, rein von den Sportsgrößen, die da und/oder dort an den Start gingen und gehen, liegt Götzis weit voran.

Der Kanadier Damian Warner etwa gewann 2017 bereits zum dritten Mal, Roman Sebrle aus Tschechien – seines Zeichens Olympiasieger 2004 in Athen und erster Athlet, der die 9.000-Punkte-Marke übertreffen konnte – war satte 5x erfolgreich in Götzis. Oder der Dauer-Rivale von Jürgen Hingsen, Daley Thompson, der im Laufe seiner Karriere vier Weltrekorde aufstellte und den der Deutsche nie bezwingen konnte, war zweimal erfolgreich, der Österreicher Sepp Zeilbauer ebenfalls.

Den Siebenkampf der Damen konnte die Schwedin Karolina Klüft gleich fünfmal für sich entscheiden, die Deutsche Sabine Braun war viermal erfolgreich, im heurigen Jahr siegte die Belgierin Thiam Nafissatou mit 7.013 Punkten und war damit die erste Dame, die in Götzis über der magischen 7.000-er-Marke bleiben konnte.

Zahlen, Daten und Fakten von wahren Berühmtheiten
Der Zehnkampf gilt seit jeher als Königsdisziplin der Leichtathletik, weil man sämtliche sportmotorischen Fähigkeiten mehr als besitzen muss, ein Fehler, und man ist raus. Natürlich haben sich nicht erst in den letzten Jahren viele andere Athleten in ihren Spezialdisziplinen zu wahren SuperheldInnen gemausert, man denke an

  • Usain Bolt,
  • Genzebe Dibaba,
  • Kenny Bekele,
  • Robert Harting oder auch an
  • Marion Jones

Klar kann man hier nicht alle und jede aufzählen, unmöglich, aber solche Namen sind Synonyme für Bestleistungen, Olympische Goldmedaillen oder Weltmeistertitel.

Bloß wie kommt man als Österreicher zu Leichtathletik-Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen?
Schwierig, denn die Qualifikationsnormen und –zeiten sind erstens schwer zu erreichen und zweitens in Österreich. Will/soll heißen, dass die Alpenrepublik zwar beispielsweise beispiellos viel Energie und Arbeit in den Wintersport steckt – das zu Recht und mit vollem Erfolg, der letztendlich bestimmt uns allen auf Tourismus-Umwegen zu Gute kommt – aber in die Leichtathletik wird zumindest auf den ersten Blick zu wenig investiert.

Wie sonst könnte sich der Laie erklären, dass er kaum etwas mitbekommt von ihr – außer, wenn sich z. B. Valentin Pfeil bei einem tollen VCM für die Weltmeisterschaften in London qualifiziert und ein paar Tage später Lemawork Ketema beim Wings for Life World Run 30 Kilometer lang Tempo macht.

Generell ist es hierzulande leider so, dass man von den internationalen Meetings wenig bis gar nichts mitbekommt.
Dabei wird dort Sport vom Allerfeinsten geboten. Und teilweise sind auch ÖsterreicherInnen am Start und sogar in den Finalbewerben dabei, man denke an Jennifer Wenth, die hat eine 5.000-m-Bestzeit von 15Min16s, wie viele österreichische Herren können das schon von sich behaupten? Und dennoch trainiert sie quasi immer wieder neben HobbyläuferInnen im Prater, was schon ok ist, aber wahrscheinlich nicht optimal.

Andrea Mayr konnte man vor ihrem Olympischen Marathon ebenfalls im Prater bei einem ihrer Abschluss-Trainings beobachten, je 2 Kilometer in 4:00 und 2 Kilometer in 3:20, das ganze einige Male hintereinander und ohne Pause. Die Radfahrer in der Allee sind "nicht" ausgewichen. Österreich hätte eine Menge junger und auch älterer Talente, die bei vergleichbarer Förderung wie unsere Skihelden wohl auch vergleichbare Leistungen bringen würden.

Wo sind die Sponsoren, die die durchaus herzeigbaren AthletInnen in den goldenen Olymp bringen?
Dann vielleicht würde auch einer „von uns“ die 10.000 Meter unter 27Min30s laufen und sich für die Weltmeisterschaften qualifizieren.

Link: www.maxfunsports.com

15.07.2017 20:00:00
Foto: Shutterstock
MaxFun Shop
Statt € 319,99
€ 167,99
Statt € 129,99
€ 88,00
Statt € 84,99
€ 59,49
Statt € 84,99
€ 49,99

relevante Artikel
International

Kirui gewinnt WM-Marathon

Kenianer holte Marathon-Gold bei Leichtathletik WM in London
Laufsport

Wer ist in Rio de Janeiro am Start

Wie fair sind internationale Limits etwa im Vergleich zu deutschen oder österreichischen Limits
Laufsport

Lemawork Ketema beim Hamburg Marathon

Nächste Chance sich für den Olympischen Marathon in Rio de Janeiro zu qualifizieren
Laufsport

Rio: Qualitäts-Qualifikationen

Qualifikationsnormen für die Olympischen Spiele in Rio