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Fitnesslüge 4: Schnelleres Training verbraucht mehr Fett

21.09.2009, 12:00:00
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Eine Frau hat beispielsweise 60 Kilogramm und läuft eine Stunde an der anaeroben Schwelle.

Die meisten Diskussionen im Freizeit- und Breitensport drehen sich entweder um das Thema Leistungsverbesserung oder um die verschiedensten Veränderungen an der körperlichen Erscheinung. Der Körperfettanteil ist in diesem Zusammenhang neben der Muskulatur ein entscheidender Faktor und die Meinungen, wie dieser am besten verringert werden kann, sind schier endlos. Einmal ist es die Dauer und die Intensität, die das Fett schmelzen lässt, ein anderes Mal wiederum ist man überzeugt, durch möglichst intensives Training mehr von dieser unerwünschten Körpersubstanz abzubauen.

Wie die Fettverbrennung funktioniert, wurde bereits im ersten Teil dieser Serie ausführlich beschrieben. Der Anteil des Fettverbrauchs bei einer körperlichen Belastung hängt also, wie beschrieben, in erster Linie von der Intensität ab. Niedrigere Intensität verbraucht mehr Fett, höhere mehr Kohlenhydrate. Der Schluss, dass man dann eher langsamer unterwegs sein sollte ist grundsätzlich richtig, dennoch meinen immer noch viele, dass sie sich Zeit sparen könnten, wenn sie kürzer und dafür schneller laufen, walken oder Rad fahren. Um in diese Diskussion ein wenig Klarheit zu bringen, rechnen wir einfach einmal nach:

Eine Frau hat beispielsweise 60 Kilogramm und läuft eine Stunde an der anaeroben Schwelle. Die Grundregel besagt, dass pro Kilogramm Körpergewicht und gelaufenem Kilometer 1 Kalorie verbrannt wird. Legt unsere Läuferin also beispielsweise aufgrund ihrer individuellen Leistungsfähigkeit rund 12 Kilometer mit dieser Intensität zurück, verbraucht sie ungefähr 720 Kalorien. Davon kommen höchstens 20 % aus den Fettdepots, also 144 Kalorien. Läuft die gleiche Läuferin nun eine Stunde unter ihrer aeroben Schwelle, legt sie ca. 9 Kilometer in dieser Zeit zurück. Nun ist der Kalorienverbrauch in diesem Fall freilich niedriger, nämlich rund 540. Der Anteil des Fetts jedoch beträgt an die 80 %, das sind ca. 432 aus den Fettdepots, der Rest kommt von den Kohlenhydraten.

Dass die Sache nicht ganz so trivial ist, wie sich das aufs Erste anhört ist bekannt, dennoch aber bleibt das Grundprinzip klar. Wer mehr Fett verbrauchen möchte, muss länger laufen, auch wenn dann in Summe weniger Kalorien aufgebraucht werden. Dazu kommen noch andere Nebeneffekte, wie z.B. die Tatsache, dass eine sehr intensive Trainingseinheit im Nachhinein fast immer Heißhungerattacken auslöst. In den meisten Fällen richtet sich dieser Appetit noch dazu mehr auf süße, kohlenhydratreiche Nahrungsmittel. Die Speicher wollen nachgefüllt werden. Nach einem sehr langen, lockeren Training dagegen, ist der Hunger nicht so groß und auch nicht gleich spürbar. Die Fettdepots schreien nicht so rasch nach Wiederherstellung, da sie fast unerschöpflich sind.

Achten Sie also auf die richtige Mischung in Ihrem Training. Sie brauchen sowohl langsame, lange Einheiten, als auch flotte und daher etwas kürzere. Beides zusammen macht den Erfolg aus und bringt obendrein auch die gewünschte Wirkung.

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