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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Doping im Essen

Bestimmte Nahrungsmittel können verbotene Substanzen enthalten

Beim Wort Doping wird normalerweise an unerlaubt verwendete Medikamente oder eigens entwickelte Präparate gedacht. Was viele aber nicht wissen ist, dass bestimmte Nahrungsmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel ebenfalls verbotene Substanzen enthalten können.

Alarmierende Zahlen liefert dazu die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit: In der Veterinärmedizin werden jährlich 60 Tonnen Antibiotika eingesetzt. Damit wird die Anzahl durch krankheits- oder verletzungsbedingte Ausfälle in der Viehzucht reduziert.
Der Einsatz von Substanzen, die einen positiven Dopingtest im Sport auslösen können, ist in der Viehzucht zwar nicht zugelassen, trotzdem werden in einigen Ländern verbotene Mittel eingesetzt, um die Produktionsquoten zu erhöhen. Vor allem bei Reisen nach China oder Mexiko ist Vorsicht beim Fleischkonsum geboten. Hier warnt die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vor verunreinigten Nahrungsmitteln mit z.B. anabolen Steroide oder Wachstumshormonen.

Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmittel

Zwar werden die meisten Nahrungsergänzungsmittel als völlig unbedenklich eingeschätzt, jedoch sollte man bei Produkten aus unbekannten Quellen achtgeben. Es kommt immer wieder vor, dass verbotene Substanzen wie Prohormone, anabole Steroide oder Stimulanzien beigemengt wurden, um beim Sportler eine spürbare Wirkung zu erzeugen. Neben der erhöhten Gesundheitsgefährdung besteht dadurch das Risiko bei einer Dopingkontrolle positiv getestet zu werden. Der oder die Sportler/in ist immer selbst dafür verantwortlich welche Substanzen im Körper gefunden werden. Das Leistungsniveau spielt für die Bewertung des Dopingvergehens keine Rolle.  

Gefahr bei gewissen Tee-Sorten

Teesorten aus Asien wie “Ma-Huang” oder “Ephedra” können die im Wettkampf verbotenen Substanz "Ephedrin" oder "Pseudoephedrin" beinhalten. Diese Stimulanzien sind auch in einigen Erkältungsmitteln enthalten, weshalb auch bei diesen besondere Vorsicht geboten ist. Um unabsichtliche Dopingfälle zu vermeiden, wurden bei der Analyse von Dopingproben entsprechende Grenzwerte eingeführt.

Auch Mohn war einige Zeit lang auf der Liste der verbotenen Substanzen zu finden. Grund dafür ist, dass Mohnsamen die Substanz Morphin enthalten. Im Rahmen der Analyse kann allerdings festgestellt werden, ob Doping im Spiel war oder lediglich zu viel Mohnstrudel verzehrt wurde. Ähnlich verhält es bei Koffein, das in Kaffee und in einigen "Energy Drinks" enthalten ist. Die Substanz war zwischen 1984 und 2004 ab einem bestimmten Grenzwert verboten. Die Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit wurde bei Koffein als zu gering angesehen.

Nikotin steht zwar nicht auf der Verbotsliste, wurde aber in das Monitoring Programm der WADA aufgenommen. Ein Nikotin-Verbot würde vor allem auf den Missbrauch in Form von Snus-Tabak abzielen.

Was ist nun verboten oder erlaubt?
Bei den Anti-Doping Bestimmungen darf es kein Rätselraten geben. Daher können mit der Medikamentenanfrage bzw. der "MedApp" der NADA Austria Medikamente und Substanzen sofort überprüft werden.

 

 

 

Link: www.nada.at

10.05.2017 12:00:00
Foto: Fotolia
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