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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Stimmt die Kalorienverbrauchsanzeige am Laufband?

Die Anzeigen auf den meisten Geräten zeigen nicht die echten Daten, sondern einen Auszug aus den letzten 12 Lottoziehungen kombiniert mit den Geburtsdaten der berühmtesten Forscher und Dichter unserer Zeit.

Am Laufband verbraucht man die meisten Kalorien, mit Abstand folgen der Crosstrainer, das Rudergerät und irgendwann das Standfahrrad. So steht es geschrieben, und zwar auf den Displays, und da geht nix drüber. Ach ja, den einfachen Stepper habe ich vergessen, und selbst wenn man da mit knappen 300 Watt das Stufensteigen trainiert, reicht der nie an den Laufband-Verbrauch heran. Niemals. Das ist die reine Wahrheit, die keine ist. Denn die Anzeigen auf den meisten Geräten zeigen nicht die echten Daten, sondern einen Auszug aus den letzten 12 Lottoziehungen kombiniert mit den Geburtsdaten der berühmtesten Forscher und Dichter unserer Zeit. Wer diesen Zahlen Glauben schenkt, glaubt wahrscheinlich auch ans Christkind. Und ist verwundert, wenn er ständig zunimmt, weil seine angezeigte verbrauchte Kalorienmenge nicht einmal annähernd mit der tatsächlich verbrauchten korreliert. Ebenso wenig die durchschnittliche Wattzahl und bei vielen Laufbändern die Geschwindigkeit. Cardiogeräte gehören recht oft nachkalibriert und so kann es schon passieren, dass man gefühlsmäßig im Viererschnitt dahinfetzt, auf der Anzeige aber nur 12,6 km/h lesen kann, was einen derart deprimiert, dass man aufgibt. Noch dazu, weil man ständig 180 Puls hat, aber gar nicht bemerkt, dass das eigentlich die Frequenz des Nachbarläufers ist.

So die ein wenig überzeichnete Darstellung häufig vorkommender Fitnesscenter-Irrtums-Situationen. Zunächst sollte man ein Fitnesscenter aufsuchen, weil es einem Spaß macht, dort zu trainieren, zu flirten oder sonstwas. Dann sollte man seinen Hausverstand mitnehmen und auch benützen. Wer sich abquält bis zum Dorthinaus und dennoch nur 90 Watt zusammenbringt, muss doch bitte so viel Gefühl haben, dass er mitkriegt, dass da was nicht stimmen kann. 90 ist lediglich eine Zahl, die aber durchaus als Vergleichswert für die nächsten Trainingseinheiten hergenommen werden kann - so man am gleichen Gerät trainiert. Anderes Gerät, andere Anzeige - meistens zumindest. Und seinen Hausverstand kann man gleich noch einmal benützen; bei vielen Cardiogeräten muss man sein Körpergewicht NICHT eingeben, es macht aber doch einen gewissen Unterschied aus, ob Frau mit 50 kg Nassgewicht oder Mann mit 100 kg Lebendgewicht sagen wir mal 10 km/h läuft. Nach Adam Riese wird der Herr der Schöpfung doch etwas mehr Energie verbrauchen als die Dame; auf dem Display steht aber dann derselbe Energieverbrauch, das Gerät erkennt nicht, wie leicht oder schwer jemand ist. Bei einer Stunde Laufen mit 10 km/h wären das für Frau ca. 500 kcal, für den Herrn ca. 1000 kcal, eklatant, nicht wahr?

Nützen Sie die Zahlen dafür, wofür sie gedacht sind; als Vergleichsdaten für die weiteren Einheiten in Ihrem Leben. Und nicht als Erklärung für das Universum, dafür sind sie zumindest in diesem Zusammenhang wenig geeignet. Obwohl ganz ungeeignet auch wieder nicht, weil es ja zumindest bei den Vergleichszahlen des Energiestoffwechsels um Metabolismus, und bei der gemessenen Zeit um eben diese geht. Und worum geht es scheinbar - für uns in unseren Mitteln beschränkte Wesen - in diesem Leben? Um Energie und Zeit, Zeit und Energie, und um sonst nichts. Warum also diese beiden endlichen Konstrukte auf Standfahrrädern oder Crosstrainern vergeuden, wo doch wahrscheinlich ohnehin keine nennenswerte Ortsveränderung möglich ist? Diese Frage sollten Sie sich allerdings nicht stellen, wenn Sie wieder mal eine lange Einheit indoor geplant haben. Sonst löst sich Ihr Display-Dilemma noch vor Beginn Ihres Workouts!

Christian Kleber (MAS)

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