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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Machen Salztabletten Sinn?

26.07.2013 12:00:00
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© MaxFun.cc

Wer länger unterwegs ist - vor allem zur Sommerszeit - muss seinem Körper schon mehr bieten.

Wer eine Stunde laufen oder zwei Stunden Rad fahren geht, braucht hauptsächlich Wasser, um seinen Flüssigkeitshaushalt bei Laune zu halten. Wer länger unterwegs ist - vor allem zur Sommerszeit - muss seinem Körper schon mehr bieten.

Wer etwa einen Ironman absolvieren will, tut bereits verdammt gut daran, nicht nur Wasser, sondern isotonische Getränke, die durchaus auch mit Salz angereichert sein können und feste Nahrung und/oder Kohlenhydratgels zu sich zu nehmen. Die Geschichte ist nämlich die; wer stundenlang viel schwitzt, verliert durch den Schweißverlust nicht nur Wasser, sondern auch wertvolle Mineralstoffe. Die - im Körper - unter anderem verantwortlich sind für die Muskelkontraktionen.

Sehr gut ausdauertrainierte Menschen sind übrigens in der Lage, Mineralstoffe, die bereits ausgeschwitzt sind und an der Hautoberfläche „herumlungern“, wieder über die Haut zurück aufzunehmen. Wieder zu den Muskelkontraktionen: Wer bei einem langen Ausdauerwettkampf lediglich Wasser zu sich nimmt, schwemmt im schlimmsten Fall zu viele Mineralstoffe und damit auch Salze aus seinem Körper, was leider zur Hyponatriämie führen kann. Eine Hyponatriämie ist ein zu geringer Natriumspiegel im Blut. Und dieser kann zum Tod führen. Und dieser hat auch bereits für einige Teilnehmer bei diversen Langzeit-Ausdauerwettbewerben zum Tod geführt. Weil eben hauptsächlich oder nur Wasser zugeführt wurde und man seinen Körper sozusagen mit Wasser vergiftet hat.

Daher greifen relativ viele Marathonläufer oder Ironman-Triathleten zu Salztabletten. Oder mischen ihren isotonischen Getränken ein wenig Salz bei. Eine sehr vernünftige Sache, keine Frage. Doch muss sie trainiert werden.

Wer seine erste Salztablette bei einem Wettbewerb ausprobiert, bekommt aller Wahrscheinlichkeit nach Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt. Wer zu viel Salz zu sich nimmt, bekommt durchaus Durchfall. Eine Muskelkontraktion funktioniert vereinfacht gesagt in etwa so: Der freie Wille (sofern es diesen überhaupt gibt, momentan ist er ziemlich umstritten, Matrix schau owa…) – also irgendwas im Gehirn - meint, man will ein Bein vor das andere setzen, aufstehen, eine Hantel heben, eine erste Umdrehung mit den Pedalen machen; über elektrochemische Reize gelangt die Information vom Gehirn über das Rückenmark zu den Nerven, die letztendlich in Zusammenarbeit mit Kalium, Kalzium, Natrium, etc. eine Muskelkontraktion (oder derer beinah unendlich viele) hervorruft (-rufen).

Im Normalfall sind beim gesunden und „normal“ ernährten Menschen genügend Mineralstoffe vorhanden, dass Muskelkontraktionen (im Alltag) funktionieren. Wer sich allerdings Extrembelastungen wie dem Marathonlauf oder dem Absolvieren von Ironman-Veranstaltungen und dergleichen aussetzt, muss seinen Körper dementsprechend vorbereiten, da dieser sonst irgendwann einmal mit Überlastungssymptomen, die durchaus zum Abbruch oder zumindest zu sehr verminderten Geschwindigkeiten führen können, reagiert. Vom schlimmsten Fall (bereits erwähnt) mal ganz abgesehen.

Daher machen Salztabletten durchaus Sinn. Oder man mischt eben in jedes (oder jedes zweite) Sportgetränk, das man beim Bewerb oder sehr langen Training zu sich nimmt, eine Messerspitze Salz bei. Klarerweise machen isotonische Getränke, die Kalium, Kalzium, Magnesium und z. B. Natrium enthalten, ebenso Sinn. Überdies führt man auf diese Weise eine für den Körper überschaubare Menge an leicht zu verwertenden Kohlenhydraten zu. All das ist aber bitte nur sinnvoll, wenn man wirklich länger unterwegs ist. Wer eine Stunde locker joggen geht, dem genügt durchaus der klare Schluck Wasser aus dem Hydranten am Wegesrand. Denn beispielsweise das Wiener Hochquellwasser könnte qualitativ hochwertiger und durstlöschender kaum sein.

Christian Kleber (MAS)

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